Sie wissen nicht, ob Sie der Vater Ihres Kindes sind? Das können Sie jetzt schnell herausfinden: In Köln bietet die Humatrix AG probeweise über Apotheken einen Vaterschaftstest an: Für 39,90 DM erhalten Sie das Equipment, um Speichelproben von sich und dem Kind zu nehmen. Und innerhalb von 72 Stunden bekommen Sie das Ergebnis – sagt zumindest der Vorstand der Frankfurter Biotech-Fima Humatrix, Michael Ruiss.
Allerdings müssen Sie für die Erbgut-Analyse der Speichelproben selbst noch mal 1450 Mark auf den Tresen legen. Dann bekommen Sie aber ein "zu 99,99 Prozent sicheres Ergebnis", so Ruiss. Und die Verwertbarkeit vor Gericht sei auch schon drin.
Ganz anders sieht das allerdings Dr. Helmust Adamek, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Sachverständigen für Abstammungsgutachten (diese Vereinigung stellt Sachverständige für Vaterschaftsgutachten bei Gerichtsverfahren). Er meint nämlich, dass die Humatrix-Ergebnisse nicht gerichtlich verwertbar sind, weil sie nicht den rechtlich vorgeschriebenen Richtlinien des Robert-Koch-Instituts folgen. Diese sehen vier verschiedene Untersuchungsmethoden vor: außer der genetischen Variante auch noch Blut-, Eiweiß- und Enzymuntersuchungen.
Außerdem liege die statistisch erwiesene Fehlerquote bei jedem der möglichen Verfahren zur Vaterschaftsfeststellung bei fünf Prozent, so Adamek. Die 99,99 prozentige Sicherheit, von der der Humatrix-Vorstand spricht, sei also überzogen.
Erst einmal bleibt aber abzuwarten, wie der Vaterschaftstest aus der Apotheke im Testmarkt Köln überhaupt angenommen wird.












































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