Ermüdungsbruch Besser spät als nie: Es sind zwar nur noch drei Wochen bis zum Marathon, aber das schaffen Sie schon noch mit forciertem Training. Oder auch nicht. Denn plötzlich geht überhaupt nichts mehr, das linke Bein schmerzt bei jedem Schritt. Wir gratulieren Ihnen zum Ermüdungsbruch.
Sofortmaßnahme „Meldet sich ein solcher Belastungsschmerz während des Laufens, muss man die Geschwindigkeit verringern oder eine Pause machen“, rät Triathlet Müller-Hörner. Treten die Schmerzen weiterhin auf, sollten Sie es einmal mit anderen Schuhen ausprobieren. Ändert auch das nichts, ist der Weg zum Arzt Pflicht. Allerdings werden selbst im Röntgenbild die meist haarfeinen Knochenrisse nicht immer gesehen. Trotzdem sollte die Angelegenheit schon genau untersucht werden, denn: „Nur der kranke Knochen bricht“, informiert der Experte. Beim Laufen ist davon in den meisten Fällen der Mittelfußknochen oder das Schienbein betroffen.
Offener Bruch Wüste Gobi nach Sonnenuntergang, nur noch zwei Kilometer bis zum Camp. Einsam kämpfen Sie sich durch die Dunkelheit. Schließlich wollen Sie beim Marathon de Sable einen respektablen Platz belegen. Als Sie gerade überlegen, ob Schlaglöcher in der Wüste normal sind, ist es schon zu spät: Sie stolpern und knicken mit dem Bein um. Irgendwas ist da anders: Schienbeine gucken doch normalerweise nicht so durch die Haut.
Sofortmaßnahme So schnell wie möglich ins nächste Krankenhaus und dort auf den OP-Tisch. In der zivilisierten Welt wäre der Griff zum Handy die logische Reaktion. Stoppen Sie in der Zwischenzeit die Blutung und versuchen Sie, das verletzte Bein zu schienen (siehe hier). „Gut, wenn man für solche Fälle ein Antibiotikum eingepackt hat, um Infektionen abzuwenden“, sagt Müller-Hörner.
Schlüsselbeinbruch Eigentlich keine schlechte Idee, es noch mal mit Skifahren zu versuchen. Aber warum mussten Sie es übertreiben? Danken Sie Ihrem Schutzengel, dass bei dem Sturz kein Baum in der Nähe war. So ist wenigstens nur Ihr Schlüsselbein gebrochen.
Sofortmaßnahme Selbstverständlich können Sie versuchen, die Sache bis zum Après-Ski alleine in den Griff zu bekommen. Sie winkeln den betroffenen Arm an und binden ihn in Schonhaltung vor den Bauch. Dann müssen Sie noch die beiden Bruchenden des Schlüsselbeins auf eine Höhe bringen und wie ein angeschossener Cowboy auf ein Stück Holz beißen. Mit etwas Glück kommen Sie derart provisorisch verarztet auch auf Ihren Skiern talwärts. „90 Prozent der Schlüsselbeinbrüche heilen mit einem professionellen Verband ohne weitere Komplikationen gut aus“, erläutert Arzt Hoffmann. „Bei verunglückten Sportlern entscheidet man sich meist für eine Operation, damit sie das Training schneller wieder aufnehmen können.“ Die ideale Lösung ist das jedoch keinesfalls: Die Narben sind nicht selten besonders breit und hässlich. Und außerdem bilden sich auffällig oft unstabile Pseudo-Gelenke an der Bruchstelle.












































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