Einfach investieren: Der Geld-Guide

Vielleicht schwimmen Sie bald im Geld

Wer heute "nur" spart, verschenkt bares Geld. Wir verraten Ihnen, wie Sie sich finanziell am besten absichern

Die Deutschen gelten als die vorsichtigsten Anleger der Welt. Nach dem Börsendebakel der Jahre 2000 bis 2003 , hatten sich die meisten Kleinanleger vom Geschäft mit der Aktie verabschiedet. Zu hoch waren die Verluste, zu unsicher erschienen die Prognosen vermeintlicher Experten, die vor dem Crash zum Kauf einzelner vielversprechender Aktien geraten hatten. Den Tiefststand erreichte der Dax im März 2003 (2188 Punkte).

Kleinanleger gingen wieder dazu über, ihr Geld in festverzinsliche Wertpapiere, Anleihen und Lebensversicherungen zu investieren oder aber schlicht auf einem Sparbuch zu parken. Eine sichere, aber renditeschwache Lösung. Rund 27 Milliarden Euro pro Jahr gehen uns durch Minizinsen verloren.

In den letzten drei Jahren haben viele Kleinanleger erkannt, dass es an der Börse wieder bergauf geht. Im Jahr 2005 stieg die Anzahl der Aktionäre und Besitzer von Fondsanteilen um fast 300000 auf nunmehr 10,8 Millionen. Jeder zweite Privatanleger hält, laut einer Umfrage der US-Investmentbank JP Morgan, steigende Kurse für "wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich".

Der Entwicklung des Dax unterstützt diese Ansicht. Er stieg seit Anfang 2005 um 30 Prozent, seit März 2003 sogar um 150 Prozent. Einige Experten sprechen bereits wieder vom "Börsenboom" und sind sich einig: An der Börse geht es aufwärts. Die Fachzeitschrift FINANZtest rät Kleinanlegern heute dazu, in Großfonds wie Templeton Growth, Fidelity European Growth Fund oder DWS zu investieren. Allein das Vermögen des Fidelity European Growth Fund wuchs 2005 in Deutschland um 1,3 Milliarden Euro.

Der Vorteil der Großfonds liegt in der Vielzahl der Aktientitel in den Depots. Bei hohen Kursen werden vergleichsweise wenig Fondsanteile gekauft, bei niedrigen Kursen dafür mehr. Hier bewahrheitet sich die alte Börsenweisheit, dass niedrige Kurse Kaufkurse sind. Für Anleger, die zur Ergänzung Ihrer Altersvorsorge regelmäßig gleichbleibende Beträge sparen, bedeuten vorübergehende Rückgänge der Aktienkurse also keine Bedrohung, sondern eher die Chance zum kostengünstigen Aufbau eines Depots, so das Deutsche Aktieninstitut. Im Börsenjargon spricht man vom "Cost-Average-Effekt".

Seite 1 von 7
Anzeige
Sponsored SectionAnzeige