Das iPad: kein USB-Anschluss, keine Webcam, keine Flash-Unterstützung. Die Konkurrenz macht’s mittlerweile besser. Noch vor einem Jahr setzte Apple fest, was in ein Tablet gehört und wie es zu funktionieren hat. 2011 zeigen nun erstmals andere Unternehmen auf den großen Technik-Messen dieser Welt, wie die Zukunft der Tablet-PCs ausschaut: 3D-Effekt, Android 3.0, HD-Videoaufnahme und große Leistungssprünge – um nur einige zu nennen. Verliert Apple den Anschluss? Ein Trend-Überblick.
Das iPad 2
Die wichtigsten Verbesserungen der neuen iPad-Generation: ein Drittel dünner und 15 Prozent leichter als das erste iPad, verbesserte Rechen- und Spielleistung durch Zweikernprozessor-Technik bei gleichbleibender Akkuleistung (bis zu 10 Stunden bei Volllast), zwei Kameras für Videotelefonie (FaceTime) und HD-Videoaufnahme (720p) sowie ein optional erhältliches Display-Cover namens "Smart Cover", das magnetisch hält und auch als Standfuß verwendet werden kann. Technisch gesehen ähnelt das iPad 2 stark den angekündigten Konkurrenzprodukten. Doch vergessen wir nicht den noch immer größten Kaufgrund fürs iPad: 65000 Apps zur Auswahl. Kein anderer Tablet-PC kann da mithalten. Nur Google will das mit seinem neuen Betriebssystem "Honeycomb" bald ändern.
Android 3.0 (Honeycomb)
Mit „Honeycomb“ hat Google sein Android-Betriebssystem aufwändig auf die Anforderungen von Tablet-PCs zugeschnitten. Ein paar der Highlights: eine komplett neue Benutzeroberfläche, bessere Touch-Displays-Unterstützung und stark optimierte Grafikfähigkeiten. Die größte Stärke von Android 3.0 ist jedoch die grundlegende Überarbeitung des Marketplace, dem App-Store von Google. Bislang gab es nämlich kaum Software und Spiele für Tablets mit Android-Betriebssystem. Apple hat da weitaus mehr zu bieten. Motorolas „Xoom“ wird das erste verfügbare Tablet mit Android 3.0 sein. In den USA bereits erhältlich, dauert es hier voraussichtlich nur noch wenige Wochen.
3D-Technik
Auch der Tablet-Markt bleibt 2011 nicht vom 3D-Trend verschont. Mit dem „Optimus Pad“ will LG noch im April einen ersten Kandidaten auf den Markt bringen, der obendrein auch noch 3D-Videos aufzeichnen kann – in 720p-HD-Qualität. Doch ohne Spezialbrille wie bei TV-Geräten geht hier ebenfalls nichts. Dennoch: Bis Tablets auch ohne Brille räumliche Bilder darstellen können, ist es nur noch eine Frage der Zeit. Nintendos 3DS-Spielkonsole macht’s vor.
HD-Video und Videochat-Funktion
In fast allen neu angekündigten Geräten sind zwei Kameras verbaut. In der Regel eine 1- bis 2-Megapixel-Webcam vorne für Videotelefonie, und hinten eine HD-Kamera mit bis zu 8 Megapixel für Filmaufnahmen in Full-HD. Samsungs „Galaxy Tab 10.1“ bietet hier die beste Ausstattung. Erscheinungstermin: zweites Quartal 2011.
Rechenleistung und Spielegrafik
Im letzten Jahr war ein 1-GHz-Prozessor noch das höchste der Gefühle. Für 2011 wurden bereits Taktraten von 1,5 GHz mit Zweikern-Technik angekündigt, wie sie etwa im „Viewpad 10Pro“ von Viewsonic steckt, das im Mai erscheinen soll. Theoretisch ebnet das den Weg für grafisch aufwändigere Games. HTC geht mit dem „Flyer“ (voraussichtlich ab Mai) ein Stück weiter und lässt enorm rechenintensive Spiele, die jedes Tablet normalerweise in die Knie zwingen würden, über den Onlinedienst „OnLive“ auf hauseigenen Servern laufen und streamt dann nur die Bilder wie ein Video zum Nutzer.
Hier finden Sie die Tablet-Sensationen 2011 im Überblick!











































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