Jedes Jahr gibt es in aller Regel neue Leistungssprünge bei Rechen- und Grafikpower. 2011 wird noch weitaus mehr geboten, darunter auch echte Innovationen. Ein Überblick.
3D – auch ohne Brille
Nahezu jeder größere Hersteller wie Sony oder Samsung hat mittlerweile mindestens ein 3D-fähiges Notebook im Angebot. Die meisten Geräte bringen den coolen Effekt aber nur mithilfe einer Spezialbrille zustande. Lediglich Toshiba hat mit dem "Qosmio F750" jüngst einen Laptop vorgestellt, der 3D ganz ohne Brille und sogar in Kombination mit 2D darstellen kann. So surfen Sie etwa in 2D durchs Netz, während in einem zweiten Fenster ein 3D-Film läuft. Falls diese innovative Technologie auch in der Praxis überzeugen kann, könnte das womöglich endgültig den Weg für 3D-Notebooks ebnen.
Wirbt ein Laptop mit der Darstellung von Games in 3D, wird in aller Regel auf Nvidias "3D-Vision"-Technik zurückgegriffen. Die Kombination aus Software und Shutterbrille wandelt normale 2D-Games in 3D um. Dafür sinkt jedoch die Spieleleistung um knapp 50 Prozent. Nur die schnellsten Notebooks bleiben dann noch ruckelfrei. Ein PC ist hier klar im Vorteil und kostet bei gleicher Ausstattung auch weitaus weniger.
Solid-State-Drive (SSD)
SSD ist eine Flash-Speicher-Technologie, die gerade für mobile Geräte bestens als Festplatte geeignet ist. Wahnsinnig schnell im Vergleich zu herkömmlichen, mechanischen Festplatten – und besonders stoßfest. Fällt Ihnen Ihr Notebook einmal hin, werden die Daten höchstwahrscheinlich noch intakt sein. Nachteile: Die Kapazitäten sind mit derzeit maximal 512 Gigabyte noch relativ gering. Zudem ist die neue Technik enorm teuer. Pro Gigabyte zahlen Sie ein vielfaches mehr im Vergleich zum normalen Massenspeicher.
Google Chromebook
Mit dem Chromebook will Google das Netbook revolutionieren. Die Klapprechner mit "Chrome OS"-Betriebssystem verlagern fast alles, was Sie bislang auf dem Rechner gemacht haben ins Internet – in die so genannte Cloud (Datenwolke). Der Desktop wird durch den Webbrowser ersetzt, Ordner fallen weg, Dateien und Programme können im Netz gespeichert und dort auch ausgeführt werden. In der Cloud ist Platz für die persönliche Fotosammlung (Google Picasa), den E-Mail-Verkehr (Google Mail) oder die Musiksammlung (Google Music Beta). Passende Zusatzsoftware ist in Form von Apps über den "Chrome Web Store" verfügbar. Wer sich auf Googles neuen Web-Gedanken einlässt, muss dem Unternehmen und anderen Cloud-Anbietern in Bezug auf die Datensicherheit aber auch viel Vertrauen schenken.
Neue Rechenpower
Intels zweite, bereits erhältliche Prozessor-Generation (Core i3, i5 und i7) mit dem Codenamen "Sandy Bridge" liefert deutlich mehr Leistung pro Watt als frühere Modelle. Eine verbesserte Energieeffizienz und mehr Power will auch AMD bald mit seiner neuen "Bulldozer"-Prozessor-Architektur liefern. In den kommenden Monaten sollen erste Versionen erscheinen.
Wer mit seinem Laptop auch ernsthaft spielen möchte, kommt um eine separate Grafikkarte nicht herum. AMD stellte Anfang Januar seine Mobility Radeon HD 6000M-Serie vor, Nvidia präsentierte hingegen die neue Geforce GTS 500M-Serie. Zwar leisten die Notebook-Grafikkarten noch immer erheblich weniger als die Desktop-Varianten. Für die meisten Games reicht die Performance jedoch aus – nur eben nicht immer mit allen Details.
Übrigens: In welchen aktuellen Geräten die neuen Technologien bereits drinstecken, sehen Sie in unseren Notebook-Neuheiten 2011!











































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