Seit mehr als 25 Jahren stellt Logitech Peripheriegeräte in hoher Qualität her, darunter vor allem Tastaturen und Mäuse. Auch für Gamer hat sich das Schweizer Unternehmen etwas ausgedacht: das "G15 Keyboard" für knapp 70 Euro und die "G9 Laser Mouse" für etwa 55 Euro. Vom Design her passt beides nicht zusammen. Dennoch glänzt die Kombination mit vielen Funktionstasten und guter Verarbeitung.
Das Design der G15 ist eine Frage des Geschmacks
© LogitechG15 Keyboard
Verspielt sieht sie aus, die G15-Tastatur in schwarz und silber mit orange leuchtenden Tasten und einem großen LCD-Display am oberen Rand. Die vielen Sondertasten schrecken auf den ersten Blick ein wenig ab. Auf den zweiten Blick wird jedoch klar, dass hinter der Komplexität ein Keyboard mit vielen frei definierbaren Tasten steckt. Eben genau das, was ein Gamer braucht. Die sechs so genannten G-Tasten auf der linken Seite können mit komplexen Makros programmiert werden.
Wenn Sie das 10-Finger-System beherrschen, wird sich die Anordnung der G-Tasten am Anfang jedoch als ganz schön nervig herausstellen. Denn wer beim Ansetzen der linken Hand gerne mit dem kleinen Finger von links aus über die Tasten schleift, um im Geiste die richtige Position zu finden, setzt häufig falsch an. Grund: Die G-Tasten liegen viel zu dicht am klassischen Tasten-Layout. Beim Schreiben werden dann auch gerne mal Shift- und Strg-Taste mit den G-Tasten verwechselt. Ganz schön nervig, wenn Sie etwa mitten im Spiel auf den Desktop zurückgeworfen werden, weil Sie versehentlich ein weiteres Programm gestartet haben. Doch hält das Problem nicht lange an: Nach einigen Tagen werden sich die Finger an das neue Tasten-Layout gewöhnt haben.
Das LCD-Display der G15 passt so gar nicht ins typische Tastaturenbild. Praktisch ist es dennoch, denn mit ihm lässt sich durch wichtige Spieldaten blättern. Beim Online-Rollenspiel World of Warcraft werden beispielsweise die Statistiken des eigenen Charakters ausgegeben. Das kann hilfreich sein, doch müssen Sie sich auch hier erst zwanghaft daran gewöhnen, das Display künftig als Informationsquelle zu nutzen und nicht das Spiel selbst.
G9 Laser Mouse: schickes Design, edle Verarbeitung, gute Bedienbarkeit
© LogitechG9 Laser Mouse
Optisch sieht die G9 richtig schick aus. Je nachdem, ob mehr auf Komfort oder Präzision Wert gelegt wird, sind im Lieferumfang zwei unterschiedliche Griff-Schalen enthalten: eine breite mit weicher Gummi-Textur und eine schmalere mit rauer Oberfläche. Die Farbe der LEDs lässt sich über die mitgelieferte Software individuell anpassen – im Gegensatz zur G15 Tastatur. Auch die 3200-DPI-Laserabtastung kann in drei Stufen geregelt werden – direkt an der Maus. Damit kein anderer die eigene Konfiguration verändert, lassen sich bis zu fünf Einstellungsprofile auf der Maus speichern. Der integrierte Speicher ermöglicht es, die Maus auch an anderen PCs ohne Treiberinstallation mit den gewohnten Einstellungen zu verwenden.
Wer die G9 etwas schwerer haben möchte, packt ein paar Gewichte mit dazu
© LogitechGewichtstuning ist bei der G9 inklusive: Bis zu 28 Gramm Mehrlast können eingebaut werden, je nachdem, ob Sie eine leichte oder schwere Maus bevorzugen. Nettes Feature: Der Widerstand des Scrollrades lässt sich blitzschnell abstellen. In der Praxis macht die G9 einen guten Eindruck. Sie ist präzise, liegt gut in der Hand und fühlt sich hochwertig an. Durch ihre Füße aus Teflon huscht sie über fast jede Oberfläche – je härter, desto besser.
Fazit
Logitech hat zwei gute Produkte für Gamer im Angebot, nur wollen beide so gar nicht zusammenpassen. Das gilt nicht nur für die Optik, sondern auch für das Bediengefühl. Während die G9 Laser Mouse mit hochwertigen Materialien glänzt, kommt das G15 Keyboard mit einfachen Plastik-Tasten daher, die zwar auf fast jeder Tastatur zu finden sind, jedoch beim Tippen kein exklusives Gefühl vermitteln. Total nervig: Die Software von Maus und Tastatur belegt drei Icons auf der Taskleiste – das geht auch einfacher! Wer viel wert auf ein optisches Zusammenspiel zwischen Tastatur und Maus legt, kauft sich nur die G9-Maus und kombiniert sie mit einer anderen Gamer-Tastatur in schwarz – nur fehlt dieser dann das exklusive LCD-Display der G15.











































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