Testobjekt: Akku-Heckenschere
Produkt: AHS 54-20 LI
Hersteller: Bosch
www.bosch.de
Preis: um 300 Euro
Ein wahrhaft einschneidendes Erlebnis hatte ich beim letzten Heckenschnitt: Nach zwei Stunden Gartenpflege war ich abgekämpft, die Heckenschere lag wie Blei in den Armen, kleine Tannennadeln klebten am Körper, alles juckte und schmerzte. Nur noch schnell den letzten Baum einen Kopf kürzer machen. Schere ansetzen, fertig – Fehlanzeige! Trotz der signalroten Farbe hatte ich die Verlängerungsschnur übersehen und sauber in zwei Teile getrennt.
Entsprechend begeistert war ich, die neue kabellose Heckenschere AHS 54-20 LI von Bosch in die Finger zu bekommen. Die neuen Powertools von Bosch werben damit, dass die Geräte dank eines Lithium-Ionen-Akkus so stark sind wie ihre Kollegen mit Stromkabel und 30 Prozent weniger wiegen als Benzin-Modelle. Zudem soll die Akku-Heckenschere in der Lage sein, 50 Minuten im Dauerbetrieb zu laufen, dabei nicht zu blockieren und sogar Äste bis zu 2,5 Zentimetern Durchmesser durchtrennen zu können.
Dieses technische Wunderwerk soll sich im Duell gegen meine netzbetriebene Bosch-Heckenschere AHS 550-24 ST behaupten.
Highnoon mit Heckenschere: Akku-Heckenschere AHS 54-20 LI (links) vs. AHS 550-24 ST – beide von Bosch
Technische Daten Akku-Heckenschere versus Netzbetriebene
| Bosch | AHS 54-20 LI | AHS 550-24 ST |
| Antrieb durch | Akku; Ladezeit 45 min | Stromkabel |
| Gewicht | 3,5 kg | 4,0 kg |
| Motorleistung | k.A. | 600 Watt |
| Schalldruckpegel | 89(A) dB | 96 dB(A) |
| Preis | um 300 Euro | um 150 Euro |
Das Testareal war ein großes gut zugewuchertes Grundstück mit viel Grünzeug. Getestet wurde hauptsächlich an einer 25 Meter langen Hecke aus Spiere. Außerdem haben wir einige Buchsbaumkugeln, drei Meter hohe Wacholder, Zypressen und Kirschlorbeersträucher in Form gebracht.
Die Akku-Heckenschere ist leiser als die netzbetriebene
Die Test-Hecke bekam vor sechs Wochen ihren Frühjahrsschnitt, hatte aber schon wieder einen weichen und dichten Neubewuchs. Meine netzbetriebene Bosch-Heckenschere AHS 550-24 ST schnitt hier beim ersten Streich alles ab. Allerdings musste ich den Heckenschnitt vielfach unterbrechen und zurückgehen, um das Kabel um andere Büsche und Blumen herum zu ziehen. Dabei rasierte das Kabel schon mal ein paar Blütenköpfe in den Rabatten ab. Hinzu kam das nervige Kabelgewirr und das halbe Kilo Mehrgewicht.
Mit der Akku-Heckenschere war es einfacher: Akku eingesteckt und los ging's. Dafür musste ich mehrfach an einer Stelle ansetzen, um alles abzuschneiden. Dennoch war ich schneller, da ich die Hecke kontinuierlich entlang gehen konnte, ohne auf das Kabel Rücksicht nehmen zu müssen. Die Vibrationen des Akku-Gerätes waren schwächer, so dass mir die Handgelenke nicht wie sonst schmerzten. Die Akku-Heckenschere war zudem leiser und der Klang angenehmer als bei der netzbetriebenen.
Für Sträucher reichte die Motorleistung der AHS 54-20 LI leider nicht ganz aus. Wie vom Hersteller versprochen blockierte das Messer zwar nicht, aber "sie schrabbelte sich halt so durch". Die Kabelversion AHS 550-24 ST verfing sich hier und da, machte aber alles zügig kurz und klein.
Die Sägefunktion haben wir an einem großen Kirschlorbeer getestet. Ein Ast mit 25 Millimeter Durchmesser wurde in 48 Sekunden zertrennt. Hier wäre es kraftschonender und zeitsparender gewesen, eine Astschere zu holen und zunächst alle stärkeren Zweige von Hand zu durchtrennen, bevor man mit der Akku-Heckenschere ansetzt.
Die Buchsbaumkugel ließ sich prima mit der Akku-Heckenschere schneiden. Mit dem Stromkollegen lief man Gefahr, das Kabel auf's Schwert zu nehmen. Allerdings war die AHS 54-20 LI für diesen Einsatzzweck eher zu groß, die halbe Schwertlänge wäre passender gewesen.
Für eine Kugel muss der Schnittwinkel ständig gewechselt werden
Fazit: Für den klassischen Heckenschnitt einer Hecke ohne stärkere Zweige ist die Akku-Heckenschere AHS 45-20 LI das perfekte Gerät. Handlich und so leise, dass ich ohne schlechtes Gewissen über die Mittagsstunden schneiden konnte. Die Akkuleistung reichte bei einem weiteren Test in kleinerem Garten aus, der gesamten dankbaren Nachbarschaft die Grundstückseinfassung mit zu kürzen.
Leider kam die Schnittleistung nicht ganz an ein netzbetriebenes Gerät heran. In großen Gärten wäre es besser, mit Strom zu schneiden, da sich die Akku-Heckenschere mit stärkeren Zweigen schwer tat. Ein Mittester (Gartengröße fast 1000 Quadratmeter) brachte es auf den Punkt: "Für mich wäre die Kombination von beiden Heckenscheren ideal. Die strombetriebene AHS 550-24 ST für's Grobe und die kabellose AHS 45-20 LI für leichtere Arbeiten."
Von Antje Delion
Für den klassischen Heckenschnitt einer Hecke ohne stärkere Zweige ist die Akku-Heckenschere AHS 45-20 LI das perfekte Gerät. Handlich und so leise, dass ich ohne schlechtes Gewissen über die Mittagsstunden schneiden konnte. Die Akkuleistung reichte bei einem weiteren Test in kleinerem Garten aus, der gesamten dankbaren Nachbarschaft die Grundstückseinfassung mit zu kürzen. Leider kam die Schnittleistung nicht ganz an ein netzbetriebenes Gerät heran.











































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