Ein winziges Plättchen auf der Haut, in der Kleidung oder im Schuh könnte das Handy, den MP3-Player und andere mobile Geräte künftig beim Laufen mit Strom versorgen. Denn US-Forschern ist es gelungen, gummiartiges Silikon mit einem so genannten piezoelektrischen Material zu verbinden, um damit mechanische in elektrische Energie umzuwandeln.
Der Clou solcher Materialien: Sie haben die Eigenschaft, eine elektrische Spannung aufzubauen, sobald sie verformt werden (zum Beispiel durch den Belastungsdruck unter einem Fuß). Zwar sind solche Substanzen seit langem bekannt, aber bisher war es nicht möglich, die sonst sehr steifen Materialien flexibel zu machen. Durch die Verbindung mit beweglichen Materialien wie beispielsweise Silikon ist es nun aber möglich, die in einem Minikraftwerk eingebauten Materialien direkt in einen Laufschuh einzusetzen oder sogar unter die Haut zu transplantieren, so die Forscher.
Klein & fein: Kraftwerk im Schuh
Laut Studienleiter Michael McAlpine von der renommierten Universität Princeton (US-Bundesstaat New Jersey) reichen Laufen und Atmen bereits aus, um ein Handy oder einen MP3-Player mit Strom zu versorgen. Auch medizinische Anwendungen sind denkbar: Die reine Atembewegung des Brustkorbs könnte sogar Herzschrittmacher betreiben, so McAlpine. Nach Angaben der Entwickler kann das verwendete Piezo-Material, das sogenannte Blei-Zirkonat-Titanat (kurz PZT), bis zu 80 Prozent der mechanischen in elektrische Energie umwandeln.











































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