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Von Lux-Augen bis LED-SystemScheinwerfersysteme im Test

05.01.2013 , Autor:Jörn Thomas © MensHealth.de

Unsere Kollegen von "auto motor und sport" haben den aktuellen Stand der Lichttechnik getestet. Mit dabei: zwölf Modelle und das ganze Programm vom günstigen Halogenscheinwerfer bis zum tageslichtähnlichen Voll-LED-System
Dacia Sandero

Scheinwerfer im Check Schwaches Halogenlicht

Wer schon einmal von einem Auto mit gutem Xenon- oder LED-System auf eines mit einfachem Halogenlicht umgestiegen ist, kennt dieses Gefühl: Es ist, als würden da vorn statt zwei lichtstarker Scheinwerfer zwei Kerzen brennen. Sowohl Farbe als auch Helligkeit und Reichweite fallen gegenüber modernen Scheinwerfern ab.

Hyundai i40

Scheinwerfer im Check Richtung Voll-LED

Kein Wunder, dass Xenon-Systeme inzwischen bereits in Kleinwagen zu haben sind, während es in der Oberklasse bereits Richtung Voll-LED geht. Doch welche Technik lohnt sich wirklich? auto motor und sport hat zwölf Systeme im Hella-Lichtkanal und bei ausgiebigen Vergleichsfahrten intensiv untersucht.

Dacia Sandero

Kompaktklasse Dominierende Halogenschweinwerfer

In den preisgünstigen Fahrzeugklassen dominieren nach wie vor die Halogenscheinwerfer. Beim Dacia Sandero sind sie sogar ohne Alternative. Die Technik ist bewährt und preisgünstig, die Scheinwerfer schicken das Licht entweder wie beim Dacia über Reflektoren oder über Projektionslinsen auf die Straße.

Fiat 500

Kompaktklasse Leicht austauschbar

In der Regel sind die Glühlampen einfach austauschbar, auch gegen hellere Nachrüstlampen: auto motor und sport-Tests haben gezeigt, dass etwa solche mit einem Paarpreis von 30 Euro die Leistung des Scheinwerfers spürbar verbessern. Dies täte auch dem Dacia gut: Abblend- und Fernlicht leuchten gelblich, fleckig, streifig und mit geringer Reichweite - so düster, als ob einer von beiden defekt wäre.

Hyundai i40

Kompaktklasse Besseres Xenonlicht

Deutlich besser leuchten Modelle mit Xenonlicht die Fahrbahn aus. Es wird nicht wie beim Halogen von einer glühenden Wendel, sondern im Brenner von einem Lichtbogen zwischen zwei Elektroden erzeugt. Zur Zündung ist ein Hochspannungsimpuls von bis zu 25.000 Volt nötig, danach heizt sich das Gas im Kolben auf, bis Betriebstemperatur und -widerstand erreicht sind. Bis zur vollen Helligkeit vergehen mehrere Sekunden.

Hyundai i40

Hyundai i40 Kombination von Xenonbrenner und Halogen

Einfache Versionen wie die des Hyundai i40 kombinieren einen Xenon-Brenner für das Abblendlicht mit einem Halogenscheinwerfer für das Fernlicht. Das Problem dabei ist die unterschiedliche Lichtfarbe und Intensität, was das Aufsetzen des Fernlichts beim Hyundai unharmonisch erscheinen lässt. Sein reines Halogen-Pendant erscheint daher nur unwesentlich schlechter.

Fiat 500

Fiat 500 Verschiedene Betriebsmodi

Beim Bixenon, wie es der Fiat 500 besitzt, wird mittels einer Klappe im Modul zwischen den Betriebsmodi umgeschaltet. Zusätzlich bietet der Fiat noch einen Halogenscheinwerfer fürs Fernlicht. Dieses wirkt etwas vorfeldbetont, gibt also viel Licht im Bereich um 20 Meter vor dem Auto, erzielt aber eine ordentliche Reichweite.

VW Golf

Fiat 500 Automatische Leuchtweitenregulierung

Das Abblendlicht wirkt etwas gelblich und streifig, mit einer auf Kuppen und in Kurven manchmal störend harten Hell-Dunkel-Grenze. Grundsätzlich ist bei den 35 Watt starken Xenon-Systemen eine automatische Leuchtweiten-Regulierung und eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage vorgeschrieben, um eine Blendung anderer zu verhindern.

VW Beetle

VW Beetle Helles und homogenes Abendlicht

Anders bei der 25-Watt-Anlage des VW Beetle. Dessen Xenon-Brenner entwickelt 2.000 statt 3.000 Lumen Lichtleistung, benötigt daher weder Leuchtweiten-Regulierung noch Reinigungsanlage, was Kosten spart. Dennoch strahlt sein Abblendlicht hell und überraschend homogen, das Fernlicht mit ordentlicher Reichweite, wenn auch mit leicht reduzierter Helligkeit und Streubreite gegenüber guten 35-Watt-Systemen.

Opel Mokka

Opel Mokka Gleichmäßige Ausleuchtung

Zu diesen zählt das des Opel Mokka. Sein Bixenon-Adaptivlicht leuchtet die Fahrbahn gleichmäßig aus, bietet eine solide Reichweite und Lichtfunktionen, die es der Fahrsituation anpassen. Manche davon - etwa das Spielstraßenlicht - lassen sich allerdings nur erahnen. Vorteil des Mokka: seine für SUV typische größere Einbauhöhe der Scheinwerfer, was die Abstrahleffizienz verbessert.

Die Endergebnisse

Kompaktklasse Tribut an Design

Erkennbar am Volvo V40, dessen Scheinwerfer zwölf Zentimeter tiefer montiert sind. Zudem stört bei ihm eine Abschattung durch die weit vorgezogene Motorhaube - Tribut an Design und Fußgängerschutz.

LED-Matrix

Oberklasse LED bietet viel Licht auf wenig Platz

Ebenfalls designgetrieben: der Trend zu Voll-LED-Scheinwerfern (LED: Licht emittierende Diode). Größter Vorteil der LED ist ihr geringer Platzbedarf im Verhältnis zur Leuchtleistung. So werden mehrere Leuchtdioden eng zu Modulen, sogenannten LED-Arrays, zusammengefasst, die deutlich weniger Platz benötigen als Halogenlampen oder Xenonbrenner. Das macht die Scheinwerfer nicht nur schicker, sondern ermöglicht in Zukunft die Umsetzung komplexer Lichtfunktionen auf engstem Raum. Wo sich jetzt noch Blenden und Walzen bewegen, regelt zukünftig ausschließlich Elektronik.

Voll-LED-Licht

Oberklasse Optimale Farbtemperatur

Weiteres Pro-Argument ist die so genannte Farbtemperatur, die dem Tageslicht (6.500 Kelvin) am nächsten kommt. Strahlt Halogen mit zirka 3.200 und Xenonlicht mit 4.200 Kelvin, schaffen LED 5.500 Kelvin. Der propagierte geringere Energieverbrauch stimmt allerdings nur zum Teil. Denn das, was die LED durch ihre Effizienz sparen, geht für Elektronik und Kühlung mittels Ventilatoren wieder drauf.

Audi A7

Audi A7 Gutes Allwetterlicht

Auch der Audi A7 ventiliert seine Voll-LED-Einheiten, die ein helles, gleichmäßiges Licht mit angenehmer Farbe, jedoch eine im Vergleich zum Xenon nicht überragende Reichweite liefern. Der Funktionsumfang ist ebenfalls eingeschränkt: Berücksichtigt das adaptive Xenonlicht mit maskierbarem Fernlicht bei Audi sogar Daten des Navigationssystems zum situationsgerechten Einpegeln der Scheinwerfer (etwa an Kreuzungen), beherrscht LED nur Abbiege-, Autobahn- und ein - wenn auch sehr gutes - Allwetterlicht.

BMW 650i

BMW 650i Unruhiges Abendlicht

Das Nebellicht des BMW 650i blendet jedenfalls stärker, und auch das Abblendlicht missfällt durch seine unruhige Verteilung im Bereich bis 20 Meter. Wer genau hinsieht, kann sogar die einzelnen Leuchtchips erkennen. In die Ferne wird das Licht besser, wobei die Reichweite des Fernlichts mit seinem angenehmen Leuchttunnel ebenfalls größer sein könnte.

Lexus GS 450h

Lexus GS Imposante Lexus-LED

Beim Umstieg in den Lexus GS fällt sofort dessen Lichtfarbigkeit auf. Sie entsteht an den Säumen der einzelnen Linsen, wo das Licht in Regenbogenfarben schimmert - störend im Lichtkanal und in der Praxis. Auf der Straße strahlen die hellen Lexus-LED imposant, aber nicht so ausgewogen wie das aufwendige Mischsystem des Mercedes CLS mit Projektor, Reflektor und Schwenkmechanismus

Die Endergebnisse

Oberklasse

Er fährt nicht nur das Fernlicht sanft gleitend hoch, sondern bietet auch die effektivste Anpassung an Kurvenverläufe. So bringt der Mercedes sein verhältnismäßig harmonisches und kräftiges LED-Licht optimal auf die Straße - und es damit zum knappen Testsieg.

Dacia Sandero Hyundai i40 Dacia Sandero Fiat 500
Hyundai i40 Hyundai i40 Fiat 500 VW Golf
VW Beetle Opel Mokka Die Endergebnisse LED-Matrix
Voll-LED-Licht Audi A7 BMW 650i Lexus GS 450h
Die Endergebnisse
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