ong>Hayley Westenra
Schrecklich schöne Schwelgereien in Kitsch
Manchmal darf es eben eine Prise Zucker mehr sein. Hayley Westenra kam aus Neuseeland über die Welt, um sie mit der unglaublichen CD „Pure“ zu beglücken. Süße 17 ist das vokale Wunder aus Christchurch, das eine Stimme wie ein Mix aus Enya und Wonderwall hat, nicht sehr nuancenreich, aber dafür niedlich frisch. Das ehrwürdige Royal Philharmonic Orchestra steuert einen satten Sound bei. Es gibt auch diverse Fremdanleihen, darunter der gängige Gospel-Hit „Amazing Grace“ oder auch Kate Bushs Kultklassiker „Wuthering Hights“. Alles schmalzig-gehaltvoll und gänsehautverdächtig. (Decca/Universal)
Diana Krall
Whisky im Glas, Blues auf die Ohren, und die Dämmerung darf kommen
Wer schon mit 15 in einer Bar gespielt hat, muss einiges erlebt haben. Diana Krall ist heute 40, und ihre Stimme klingt kein bisschen jünger. Bittersüß und manchmal kratzig singt die gebürtige Westküsten-Kanadierin den Blues, dass es einem kalt den Rücken runterläuft. „The Girl in the Other Room“ heißt der musikalische Erotik-Flash mit eigenen Songs und Stücken von Joni Mitchell und Elvis Costello. Dass sie für Letzteren ein besonderes Faible hat, ist kein Wunder: Er ist ihr Ehemann. Was ihrer akustischen Laszivität aber keinen Abbruch tut. Die süffigen Nummern haben extremen Suchtfaktor und sollten bevorzugt mit einem guten alkoholischen Getränk nach Einbruch der Dunkelheit genossen werden – gern auch in attraktiver Gesellschaft. (Universal/Verve)











































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