Barfußlaufen

Barfußlaufen: Training für Ihre Fußmuskeln

Barfußlaufen – oder auch Natural Running genannt – liegt mittlerweile voll im Trend und entspricht dem natürlichen Laufverhalten. Wenn Sie barfuß laufen, trainieren Sie die Muskeln und Sehnen besser als mit Laufschuhen, ohne deren Stützfunktionen diese mehr arbeiten müssen. Die vielen kleinen und großen Fußmuskeln werden besser angesprochen, was Fehlstellungen entgegenwirken kann. Außerdem regt es die Durchblutung an – das wirkt sich positiv auf Ihr Wohlbefinden und Ihre Gesundheit aus. Aber Vorsicht! Viele Läufer sind es nicht gewöhnt ohne Schuhe zu laufen – Verletzungen drohen. Wir sagen Ihnen hier, was Sie beim Barfußlaufen beachten sollten.

Barfuß vs. Laufschuh: Fußmuskeln werden in Schuhen nicht trainiert

Nicht nur in Laufschuhen, sondern vor allem in Alltags-Schuhen werden die kleinen und großen Fußmuskeln kaum noch trainiert. (Lauf-) Schuhe mit dicken Sohlen und Systemen zur Stütze und Dämpfung der Füße nehmen den Muskeln alle Belastungen ab.  Die Folge: Fehlstellungen. Zusätzlich wird beim Laufen mit Laufschuhen der Laufstil zum Fersenlauf verändert. Denn während man in Laufschuhen eher hart mit der Ferse auf den Boden aufkommt, landet man beim Barfußlaufen auf dem Vorder- beziehungsweise auf dem Mittelfuß – somit federt der Fuß den ersten Aufprall ab und das Knie wird weniger belastet.

Beginnen Sie langsam und vorsichtig mit dem Barfußlaufen

Wenn Sie von heute auf morgen aufs Barfußlaufen umsteigen, kann das gerade auf längeren Strecken zu Verletzungen führen. Muskeln, Sehnen und Gelenke müssen sich erst erneut an die zusätzlichen Belastungen gewöhnen, die vorher durch die Laufschuhe ersetzt wurden. Auch eine schwache Fußmuskulatur und verkürzte Sehnen stehen dem Start im Wege. Starten Sie deshalb zuerst Ihre aktive Regeneration an Ruhetagen mit 10 bis 20 Minuten Barfußlaufen auf weichem Grund, etwa auf Rasen oder Sand.

Barfußschuhe & Co: Tipps, wie Sie das Barfußlaufen trainieren können

  1. In der Freizeit barfuß laufen: Gehen Sie Zuhause möglichst häufig barfuß. Auch lässt sich die Fußmuskulatur gut trainieren, indem Sie im Garten oder im Park auf der Wiese barfuß spazieren.
  2. Das Tempo und die Intensität langsam steigern: Nachdem Sie Ihre Füße wieder an die Barfüßigkeit gewöhnt haben, können Sie das Laufen ohne Schuhe in Ihr Training einbauen: Laufen Sie zwei bis drei Mal die Woche barfuß über eine Wiese – etwa 10 bis 20  Minuten lang. 
  3. Barfußschuhe zur leichten Unterstützung: Leichte Schuhe, die das natürliche Barfußlaufen imitieren, sind bei Läufern momentan besonders angesagt. Diese sogenannten Minimalschuhe besitzen kaum Dämpfung und Stützelemente, was die Sehnen, Gelenke und Muskeln stärker fordert, besser trainiert und Ihren Füßen mehr Bewegungsfreiheit lässt, aber dennoch Schutz bietet. Hier finden Sie Minimalschuhe, die Ihr Training ohne Schuhe zu Beginn erleichtern.