Fernbeziehung

Jeder Sechste in Deutschland führt Fernbeziehung

In einer Welt, die sich durch stetig steigende Mobilität auszeichnet, verändert sich auch die Liebe: Fernbeziehungen werden laut verschiedenen Umfragen und Studien immer häufiger. Demgegenüber bleibt die Zahl der Skeptiker wohl gleich: Fernbeziehungen werden häufig als kurzes Übergangsstadium zum Beginn einer Liebe gesehen oder deuten durch die plötzliche räumliche Trennung für viele auf das nahende Ende hin. 

Dabei ist eine Fernbeziehung alles andere als zum Scheitern verturteilt: Eine im Journal of Communication veröffentlichte Studie zeigte, dass die Kommunikation unter den Partnern in Fernbeziehungen mehr Tiefgang aufweist als zusammenlebende Pärchen – Gespräche auf Distanz würden idealisiert und ihnen so offensichtlich mehr Bedeutung beigemessen. Vor allem neue Möglichkeiten der Kommunikation wie Video-Chats sind eine Waffe gegen die Sehnsucht in Fernbeziehungen. 

Eine Unterform der Fernbeziehung ist die Wochenendbeziehung: Nacht überstandener Arbeitswoche  steht Freitagabend die Liebste vor der Tür (oder Sie vor ihrer), am Sonntagabend heißt es allwöchentlich Abschied nehmen. Dabei gibt es mindestens zwei große Probleme innerhalb von Wochenendbeziehungen:

  1. Ihre Erwartungen an die Wochenenden sind zu hoch, Enttäuschung lauert an jeder Ecke. Wer die ganze Woche über das Kopfkino anwirft und sich auf ein Wochenende im Liebesrausch mit der Liebsten freut, wird irgendwann enttäuscht. Planen Sie nicht jede Minute im Voraus, lassen Sie es auch mal wie 'normale' Pärchen angehen und schauen abends in Ruhe einen Film
  2. Viele versuchen in der begrenzten Zeit der Zweisamkeit krampfhaft in Harmonie zu leben und Streit um jeden Preis zu vermeiden. Und der Preis hoch: Sie trennen sich eher, wenn Sie Konflikte scheuen anstatt sie offen anzusprechen. Akzeptieren Sie also auch Streit in Ihrer Wochenendbeziehung – das müssten Sie auch, wenn Sie zusammenleben.