Amore, Amour und Love – Für die Liebe gibt's viele Worte

Aore, Amour und Love – Für die Liebe gibt's viele Worte

Liebe, Amore, Amour, любо́вь, 恋爱, Love: Jeder von uns kennt das wohl stärkste menschliche Gefühl in zahlreichen Sprachen. Die Liebe ist die intensivste Empfindung, die ein Mensch für einen anderen Menschen empfinden kann. Tragischerweise wird sie nicht immer erwidert, was die Sache extrem kompliziert. Liebe ist die Ursache für die größten Dramen der Menschheitsgeschichte: Der Kamp um Troja begann mit der Entführung der schönen Helena, die Tragik Romeo und Julias dürfte jedem geläufig sein und auch heute lebt ein ganzer Medienzweig davon, sich mit den Liebesproblemen echter und unechter Promis zu beschäftigen.

Und warum? Liebe ist die edelste aller Geisteskrankheiten, sagt man, und das macht sie interessant. Korrekt: In einer Studie haben englische Wissenschaftler verliebten Männern und Frauen Fotos ihrer Angebeteten gezeigt. Dabei schauten sie den Testpersonen gleichzeitig ins Gehirn. Das Ergebnis der Studie: Bei den Versuchspersonen regten sich dieselben Hirnregionen wie beim Schokolade-Essen. Außerdem beobachteten die Forscher Hirnaktivitäten, die eigentlich charakteristisch für Zwangspatienten sind.

Eine andere Studie besagt, dass Liebe medizinischer Sicht wirkt wie der Kick, den man auch bei Drogen bekommt – einschließlich der Sucht-Symptome. Der chemische Stoff, der für unsere Erregung verantwortlich ist, heißt Dopamin. John Marsden vom National Addiction Center in England sagt, dass Dopamin den gleichen Effekte auf den Körper hat wie Kokain oder Speed. "Anziehung und Lust funktioniert wirklich wie eine Droge. Man will immer mehr", beschreibt der Psychologe. Jeder kennt das: das Herz schlägt schneller und pumpt mehr Blut in Wangen und Weichteile, wenn man mit jemandem spricht, den man anziehend findet. Daraus entstehen die "Schmetterlinge im Bauch", sagt der Forscher.

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