Nordic Walking

Nordic Walking: Die Alternative zum Joggen

Nordic Walking – ist das nicht die Sportart, bei der Senioren im Park Ihre Laufstrecke blockieren? Und Warum sollte man überhaupt mit Skistöcken aus dem Haus gehen, wenn doch überhaupt kein Schnee liegt? Wir geben zu: Das Image von Nordic Walking ist nicht das beste. Aber das hat der Sport zu Unrecht! Denn mit Stöcken auf die Piste zu gehen, ist nicht nur eine gute Laufalternative, sondern auch ein ideales Ganzkörpertraining.      

Bevor Nordic Walking zu einer europäischen Trendsportart wurde, war es das Sommertraining von Skilangläufern. Zunächst in Finnland, dann in vielen anderen Ländern entwickelte es sich nach und nach zu einer eigenen Sportart. Wohl auch deshalb, weil Nordic Walking gegenüber Laufen und Walking ohne Stöcken einige Vorteile hat oder eine gute Trainingsalternative darstellt. 

    • Schonender als Laufen: Durch die Stöcke schützen Sie Sehnen, Bänder und Gelenke vor Verletzungen und Verschleiß. Die Stoßbelastung ist durch die Walking-Sticks gegenüber dem Joggen deutlich reduziert. Aber Nordic Walking ist nicht nur gesund und hält fit, es ist gleichzeitig ein gutes Training für den ganzen Körper. Mit der richtigen Technik werden beim Nordic Walking 90 Prozent der Muskeln Ihres Körpers aktiviert, beim Laufen sind es nur 60 Prozent.    
    • Besser als Walken: Nordic Walken ist im Vergleich zum Walken ohne Stöcke deutlich effektiver. Laut Studien US-amerikansicher Sportwissenschaftler verbrennen Sie unter anderem durch den zusätzlichen Armeinsatz 46 Prozent mehr Kalorien. Im Schnitt verbrennen Sie beim Nordic Walking rund 400 Kalorien pro Stunde. Es ist also ein idealer Sport für Abnehmwillige.

      Ein weiterer Punkt, der Nordic Walking vom Laufen oder Walken unterscheidet ist die Ausrüstung. Wenn Sie schon Laufschuhe besitzen, brauchen Sie als Nordic-Walking-Neuling nur Walking-Sticks. Für das richtige Training sollten Sie aber nicht Ihre alten Ski-Stöcke aus dem Keller holen, sondern zu speziellen Stöcken greifen. Zum einen sind Walking-Sticks aus Carbonfasern gefertigt und so flexibler als Skistöcke aus Aluminium. Außerdem verfügen die speziellen Walking-Sticks über Handgelenkschlaufen. Die Armkraft wird so während der kompletten Bewegung auf den Stock übertragen. Die richtige Größe des Stocks berechnen Sie wie folgt: Körpergröße*0,7 (+/- 5 Zentimeter).

      Bevor Sie jetzt drauf losstochern, lassen Sie sich noch einige Tipps für die richtige Technik mit auf den Weg geben.

      1. Tempo: Machen Sie große Schritte bei einem Trainingstempo von sieben bis acht Kilometern pro Stunde. Schneller sollten Sie beim Nordic Walking nicht werden. Sonst wird's nicht nur unangenehm, sondern führt auch zu einer unfunktionellen Bewegung. 
      2. Arme: Die Arme werden beim Nordic Walking wie beim Skilanglauf im Diagonalschritt geschwungen, alson entgegengestzt zur Beinbewegung bis auf Brusthöhe bringen. Sollten Sie als Anfänger damit Probleme haben, lassen Sie die Arme zunächst einfach pendeln und erlenern nach und nach die richtige  Technik.
      3. Stöcke: Beim Einstechen sollte die Spitze nach hinten zeigen. Zeigt sie nach vorne, bremsen Sie sich selbst unnötig aus.