Prostata

Prostata: Probleme des Männer-Organs

Dieses Organ haben nur Männer. Doch was wie eine Auszeichnung klingen mag, wird für so manchen Mann zum Problemherd: Die Prostata ist eine Geschlechtsdrüse, die gerade in zunehmendem Alter für Beschwerden sorgt. Die gute Nachricht: Sex beugt so manchen Prostataerkrankungen vor – doch dazu später mehr. 

Die Funktion der Prostata, die auch Vorsteherdrüse genannt wird, besteht vor allem in der Produktion der Samenflüssigkeit. Die Prostata produziert ein Sekret, das sich mit dem Sperma vermischt und den PH-Wert so ändert, dass die Überlebenschanchen des Spermas in der Vagina erhöht werden. Außerdem gilt die Prostata als Pendant zum weiblichen G-Punkt: Prostatastimulation verhilft manchen Männern zu intensiven Orgasmen. Diese sexuelle Erregbarkeit der Prostata wird im westlichen Kulturkreis erst in letzter Zeit verstärkt entdeckt – dem Tantrismus ist sie schon seit langem bekannt. 

Soviel zu den guten Seiten der Prostata. Denn viele Männer kennen auch die schlechten: Prostataerkrankungen, Prostataschmerzen und -beschwerden. So zeigen Studien, dass sogar ein Drittel aller Männer im Alter von 20 bis 50 Jahren unter Beschwerden wie Prostataschmerzen leiden. In höherem Alter sind es noch mehr. Diese Erkrankungen treten dabei häufiger auf:

  1. Prostatakrebs: Prostatakrebs bezeichnet einen bösartigen Tumor an der Prostata (Prostatakarzinom). Prostatakrebs ist nicht nur das am häufigsten auftretende Malignom sondern auch die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern in Deutschland. Zur Früherkennung ist es daher empfehlenswert regelmäßige präventive Untersuchungen vorzunehmen. Das kann der Garant für eine erfolgreiche Behandlung sein. Dabei gibt es mehrere Behandlungsmethoden bei Prostatakrebs: Neben einer Strahlen-, Chemo- und Hormontherapie auch die Möglichkeit eines operativen Eingriffs und der damit verbundenen Entfernung der Prostata als Behandlungsmöglichkeit. Aber was sind die Folgen einer Prostataentfernung? Bei wem nur die Prostataentfernung hilft, bei dem kann ein Verlust der Erektionsfähigkeit (Impotenz) oder Folgen wie die des ungewollten Wasserlassens (Harninkontinenz) eintreten.  
  2. Prostatavergrößerung: Neben der bösartigen, dem Prostatakarzinom, gibt's auch eine gutartige Vergrößerung der Prostata: die sogenannte benigne Prostatahyperplasie. Diese Prostataerkrankung tritt meist bei Männern mittleren und höheren Alters auf. Symptome können sich bei Problemen beim Pinkeln äußern. Die gutartige Prostatavergrößerung ist jedoch mittlerweile problemlos behandelbar.   
  3. Prostataentzündung: Auch als Prostatitis bekannt, kommt diese Prostataerkrankung mit einer Reihe von Beschwerden daher, die jedoch nicht gemeinsam auftreten müssen: Schmerzen beim Brennen und Wasserlassen, Probleme beim Wasserlassen, Schmerzen in der Leistengegend und während und nach der Ejakulation. Die Behandlung einer Entzündung ist jedoch meist unkompliziert.    

Prostatakrebs ist wohl die gefährlichste der Erkrankungen für die Männerdrüse. Ein häufiger Grund, den Männer nennen, warum Sie die für manche lebenswichtige Vorsorgeuntersuchung nicht wahrnehmen, ist Angst. Die Untersuchung der Prostata wird als schmerzhaft gefürchtet. Was passiert also, wenn Sie zur Prostataunersuchung gehen? Klar, um das in Medizinerkreisen scherzhaft große Hafenrundfahrt genannte Abtasten der Prostata werden Sie nicht herumkommen. Aber: Auch wenn diese Untersuchung nicht gerade angenehm für Sie sein mag – Schmerzen werden Sie im Normalfall dabei nicht haben. Zusätzlich zum Abtasten wird Ihnen auch Blut entnommen. Im Labor wird der Wert des PSA bestimmt. Das prostataspezifischen Antigen ist bei Männern, die von Prostatakrebs betroffen sind, erhöht.

Prostatakrebs beugen Sie aber nicht nur durch den Besuch beim Arzt vor. Auch genügend Sex schützt Ihre Prostata vor Krebs. Eine Studie des National Cancer Institute in den USA hat 30000 Männer untersucht, um den Zusammenhang zwischen Ejakulationshäufigkeit und Prostatakrebs-Risiko zu untersuchen. Das Ergebnis: Je öfter Sie kommen, desto geringer Ihr Risiko, dass Ihre Prostata an Krebs erkrankt. Wenn das keine männergerechte Form der Vorsorge ist!      

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