Vor- und Nachteile des Single-Dasein

Machen Sie Schluss mit dem Single-Dasein

Singles werden von der Gesellschaft gerne mal bemitleidet. Single-Männer können dem ein Ende setzen – aber nur, wenn sie Initiative zeigen. Neben Singlebörsen im Internet, Blind-Dates und sonstigen Veranstaltungen dieser Art, ist gerade ein Urlaub Gelegenheit etwas am Beziehungstand zu ändern.

Doch es gibt einen weiteren Aspekt, den wir nicht unberücksichtigt lssen wollen: Singles haben Spaß am Leben

Das Klischee stimmt: Die meisten Junggesellen, also Singles, genießen ihr Leben in vollen Zügen, viel mehr als Verheiratete mit Kindern. "Singles gelten als Hätschelkinder der Konsumgesellschaft, weil sie den Konsum anheizen und ein rund um die Uhr konsumfreudiges Leben führen können", sagt Professor Horst Opaschowski vom BAT-Freizeit-Foschungsinstitut in Hamburg. In einer Studie fand er heraus, dass immer mehr Alleinstehende das auch voll auskosten: Sie nehmen sich zum Beispiel durchschnittlich doppelt so viel Zeit für das Zusammensein mit Freunden oder für Kneipentouren, als die Eltern von Familien.

Opaschowski befragte für seine Erhebung 2000 Deutsche ab 14 Jahren. Dabei fand er heraus, dass sich die 25- bis 49-jährigen Singles auf einem Konsumtrip befinden, der in der Gesellschaft keinen Vergleich hat: jeder Fünfte geht regelmäßig in die Disco, fast so viele öfter ins Kino, und jeder dritte Junggeselle isst mindestens einmal die Woche auswärts. Gesellschaftlich wird das alleine leben heute akzeptiert, schon alleine deshalb, weil die Zahl der Single-Haushalte sich in den letzten 100 Jahren verfünffacht hat. Auch zu Hause geben sich die Singles entspannt: fast zwei Drittel der Befragten liebt es, auszuschlafen und die Hälfte faulenzt zu Hause. Das können sich die meisten Familien nicht leisten. Alleinstehende investieren auch doppelt so viel Zeit in persönliche Weiterbildung als Familien. Und sie entdecken das Versenden von E-Mails als Kommunikationsbörse: 12 Prozent benutzen die elektronische Post als Kontakt nach draußen, was nur in 6 Prozent der Familien vorkommt. "E-Mails sind für manche Singles wie eine Autobahn – wenn sie erst einmal da ist, kommt der Verkehr ganz von selbst," sagt Opaschowski zu dem Phänomen. Interessant ist, dass die Junggesellen Handy und Computer zwar zum Kommunizieren benutzen, aber weniger um damit E-Commerce zu betreiben – das heißt, online zu shoppen. Danach wären die E-Commerce-Anbieter auf dem falschen Dampfer. Aber wenn die Verantwortlichen öfter mit Singles um die Häuser ziehen, haben sie das sicherlich schon gemerkt.

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