Sperma

Ums Sperma ranken sich viele Mythen und Weisheiten: Nach 1000 Schuss sei Schluss, Sperma soll gegen Falten helfen und bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr gar weibliche Depressionen heilen. Während der erste Spruch natürlich ein Märchen ist, wollen Wissenschaftler der State University of New York letzteren Mythos bewiesen haben: Sperma macht Frauen glücklich, so ihre Studie. 

Da wir hoffen, dass es vor allem der Sex mit Ihnen ist, der Ihre Liebste glücklich macht und nicht Ihre Spermaflüssigkeit, wollen wir uns lieber mit den harten Fakten auseinandersetzen. Das sollten Sie über Ihr Sperma wissen:

  1. Die Spermamenge liegt im Schnitt zwischen 2 bis 6 Millilitern. Aber ob Sie eher zum Minimum oder zum Maximum tendieren, sagt übrigens nichts über Ihre Qualität als Liebhaber aus und ebenso wenig über Ihre Zeugungsfähigkeit. Sie wollen dennoch Ihr Spermavolumen erhöhen? Eine proteinreiche Nahrung und die Aminosäure L-Arginin gelten in der Pornoszene als Geheimtipp. Leichter geht's, wenn Sie Ihrem Penis eine Pause gönnen: Jeder Tag ohne Ejakulation erhöht auch die Menge Ihres Spermas. 
  2. Zu lange warten sollten Sie jedoch nicht mit der nächsten Ejakulation. Denn Ihre Spermien können schlecht  werden. Was dagegen hilft? Regelmäßiger Sex oder auch Selbstbefriedigung steigert die Spermienqualität. Ganz nebenbei ist Selbstbefriedigung sowieso gut für Ihre Gesundheit, etwa für Ihre Prostata.
  3. Die Menge ist also weniger entscheidend als die Frische. Zumindest wenn es um die Fruchtbarkeit geht, ist auch die Spermadichte ebenso wichtig. Ähnlich wie die Menge des Ejakulats nimmt auch die Spermadichte bei Enthaltsamkeit zu – zwischen 10 und 15 Millionen Spermien pro Milliliter pro Tag.  
  4. Die Spermienproduktion im Hoden bringt es pro Sekunde auf etwa 1200 Spermien. Allerdings haben Studien ergeben, dass die durchschnittliche Spermaproduktion in den letzten Jahrzehnten stetig abgenommen hat. So hat ein Ejakulat heutzutage nur noch etwa 66 Millionen Samen während es vor einigen Jahrzehnten noch weit über 100 Millionen waren.
  5. Untersützen können Sie die Spermaproduktion, indem Sie Ihre Hoden vor zu hoher Temperatur schützen. Laptops auf dem Schoß oder die Sitzheizung im Auto sind echte Sperma-Killer.
  6. Der Spermageschmack soll durch Ananasverzehr verbessert werden können. Stimmt, sagen Frauen in einer Men's-Health-Umfrage. 1,5 Liter Ananassaft, so das Ergebnis, verleihen Ihrem Sperma eine süßliche Geschmacksnote. Geschmackskiller: Bier, Knoblauch und Aspirin machen Ihr Sperma ungenießbar.  

Übrigens: Ihr Sperma gibt Ihnen noch einen Grund, mehr Sport zu machen! Fitness ist für Ihre Hoden eine wahre Hilfe bei der Spermienproduktion. Männer, die mehr mehr als 15 Stunden Sport pro Woche machen, haben laut einer Studie der Havard Public School of Health eine 73 Prozent höhere Spermadichte als Männer, die weniger als 5 Stunden pro Woche ihrer Fitness frönen. Das beste Sperma zeigte sich dabei bei Basketballern, das schlechteste unter den Sportlern Radfahrer.    

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