Sucht

Sucht nach Facebook & Co.

Wer an Sucht denkt, denkt wie die meisten wohl zunächst an Drogen. Das liegt zwar nahe, ist jedoch trügerisch: Denn nicht nur Drogen können eine Sucht auslösen, sondern so gut wie jedes Verhalten – ob nun Sex, Computerspiele oder auch Sport.

Unter Sucht wird im allgemeinen eine Abhängigkeitserkrankung verstanden, die sich in einem unbändigen Verlangen zeigt. Grob unterschieden werden können unterschiedliche Arten von Sucht darin, ob ihr Verlangen auf ein bestimmtes Suchtmittel (Drogen oder Medikamente) oder auch sogenannte nichtstoffgebundene Verhaltensweisen zielt – etwa Glücksspiel oder Sport. Die Auswirkungen von Sucht sind aber in allen Fällen ähnlich: Die Befriedigung des Verlangens wird meist allen anderen Bedürfnissen untergeordnet. So leidet neben der Gesundheit der Betroffenen auch das soziale Umfeld.    

Eine Sucht dient häufig dazu, Probleme zu verdrängen. So sind Menschen unter hoher emotionaler Belastung, die unter Angst, Wut oder Depression leiden, besonders anfällig. Aber auch, wer genetisch dazu veranlagt ist, entwickelt leichter eine Sucht. Wer seiner Sucht nicht nachgeben kann, leidet unter Entzugserscheinungen. Häufige Symptome sind Schwitzen, Zittern, Schmerzen, Schwindel und Übelkeit.

Übrigens: Auch das Bindungshormon Oxytocin macht süchtig, denn es aktiviert das Belohnungssystem. Wer sich trennt, erlebt daher einen Entzug.

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