Wut

Wut: Schädliches Gefühl

Manche Männer sind durch ihre Wut berühmt geworden. Ob auf dem Fußballplatz oder am Filmset: Kerle wie Eric Cantona oder Klaus Kinski bleiben vor allem wegen ihres aggressiven Gemüts in Erinnerung. Beide Fälle zeigen aber auch die schädliche Wirkung der Wut. Stand sie dem einen bei der Fußballkarriere im Weg, sind die Ausraster des anderen beliebte Youtube-Videos geworden – zur Belustigung.

Das Problem an der Wut ist, dass sie einen plötzlich befällt und dabei eine so heftige Emotion auslöst, dass die Kontrolle darüber oft schwierig ist. Wer häufig in diese Situation gerät und seine Wut meist aggressiv an anderen auslässt, der gilt als Choleriker und damit wie Kinski oder Cantona als sozial unverträglicher Mensch. Aber Wutanfälle haben nicht nur Folgen für ihr Sozialleben, auch Ihre Gesundheit leidet womöglich darunter. 

Wütendes und aggressives Verhalten kann auf verschiendeste Art und Weise gesundheitsschädlich wirken. Auf lange Sicht haben Choleriker unter anderem ein erhöhtes Risiko einen Herzinfarkt oder Herzkreislauferkrankungen zu erleiden. Kurzfristig begeben sich vor allem Männer aufgrund ihrer Wut in gefährliche Situation. So das Ergebnis einer US-Studie der University of Missouri, die Patienten in einer Notaufnahme nach den Unfallursachen befraten. Bei den Männern reichte schon der kleinste Anflug von Wut, um das Unfall- und Verletzungsrisiko stark steigen zu lassen.  

Tipp: Bei einem Wutanfall im Büro oder überall dort, wo sie nicht laut schreien oder in die nächste Wand boxen sollten, gilt ein Glas Wasser als Soforthilfe. Zügig getrunken, aktiviert es das beruhigende parasympathische Nervensystem.