5 Dinge, die mit Ihrem Penis passieren, wenn Sie älter werden

4 Dinge, die mit Ihrem Penis passieren, wenn Sie älter werden
Vergessen Sie, was Sie im Internet an Schauergeschichten über alternde Penisse gelesen haben. Wir haben einen Urologen interviewt und gefragt, was wirklich passiert

Kürzer, dünner, lilafarben? Was passiert wirklich mit Ihrem Penis, wenn Sie älter werden? Wir verraten, womit Sie ab 40 rechnen können und erklären, warum Sie nachts lieber Ihre Erektionen zählen sollten statt zu schlafen

Sie denken Bierbauch, ein Schweizer Käse als Gedächtnis und der legendäre Haaraustausch – weniger Haare auf dem Kopf gegen mehr auf Rücken, in Nase und Ohren – sind die einzigen Dinge, die Sie mit fortschreitendem Alter zu ertragen haben? Leider nein. Auch Ihr beste Stück verändert sich im Alter. Und das betrifft deutlich mehr, als nur seine Standfestigkeit. Stichwort "Schrumpfen". Ihnen vergeht jetzt schon die Lust am Weiterlesen? Abwarten, schließlich gibt es auch das sogenannte Glück im Unglück. Mehr oder weniger. Wir zeigen Ihnen, was genau mit Ihrem Penis passiert, wenn Sie und er gemeinsam altern.

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1. Erektile Dysfunktion (Impotenz)

Sie ahnten es bereits, oder? Normalerweise ist der Ablauf folgender: für eine Erektion strömt Blut (im Durchschnitt 250 ml) innerhalb weniger Sekunden durch 4 Arterien in den Penis. Seine Schwellkörper saugen sich wie ein Schwamm voll. Sie halten das Blut und damit Ihre Erektion am Leben.

Doch ab dem 45. Lebensjahr stellt sich bei quasi jedem Mann einen nachlassende Erektionsfähigkeit ein, sagt Dr. med. Wolfgang Bühmann, Schriftleiter des Berufsverbandes der Urologen. Das ist zwar nichts, was ein Mann gerne hört, geschweige denn zugibt, aber eine natürliche Tatsache. 


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Ursache: die Elastizität der Blutgefäße im Penis lässt im Alter schlicht nach. Wir sind biologisch eben nur für 40 Jahre gebaut, gibt Bühnemann zu bedenken. Die Schwellkörper verlieren an Spannung und können das Blut nicht mehr so gut halten. Die Folge: der Penis braucht länger, um steif zu werden. Und die Erektion hält auch nicht mehr so lange.

Männer haben heutzutage eine Lebenserwartung von 80 Jahren – da dürfte es nicht all zu verwunderlich sein, dass sie neben Falten im Gesicht auch Schwierigkeiten mit der Erektion bekommt. Trösten Sie sich: mit 40 Jahren ist etwa jeder hundertste Mann betroffen. Weltweit sollen laut Weltgesundheitsorganisation über 150 Millionen an Impotenz leiden. 

Immerhin passiert es nicht von heute auf morgen. Es ist ein langsamer Prozess. Jedoch gibt es Krankheiten, die Impotenz beschleunigen: Diabetes, Bluthochdruck und Herzerkrankungen führen dazu, dass die Durchblutung des Penis eingeschränkt wird.

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2. Der Penis wird im Alter kürzer und dünner

Der Penis wird kürzer und dünner, sagt Dr. med. Holger Uhthoff vom medizinischen Versorgungszentrum für Urologie und Uroonkologie in Speyer. Hier muss jedoch unterschieden werden: es gibt eine tatsächliche Verkürzung und eine "nur" augenfällige Verkürzung. Die tatsächliche Verkürzung ist das Resultat des natürlichen Alterungsprozess beim Mann: graue Haare, Muskelabbau und der Testosteronspiegel sinkt, ab dem 40. bis 45. Lebensjahr pro Jahr um etwa 1 Prozent.


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Durch das Abflauen des Testosteron-Levels, das für den Lust-Impuls im Gehirn verantwortlich ist, nimmt im Alter die Häufigkeit von Geschlechtsverkehr und Masturbation ab. Wer weniger horny ist, beschäftigt sich eben mit anderen Dingen. Dadurch wird auch der Schwellkörper nicht mehr so regelmäßig beansprucht, wie in den Sturm und Drang Zeiten der Jugend. Sinkt die Frequenz von Blut-Einfluss, An- und Abschwellen, kann es zu einem leichten Umbau des Bindegewebes im Penis kommen.

Der Schwellkörper verliert auf diesem Weg wichtige elastische Fasern, erklärt Uhthoff. Resultat: sowohl in Kaliber als auch in der Länge schrumpft der Penis. Man kann es sich vorstellen wie bei einem Muskel, der nicht mehr trainiert wird und sich langsam in träges Fett verwandelt – mit dem Unterschied, dass der Penis kein Muskel ist, auch wenn sich das einige wünschen würden. Die Zahlen? Hier gibt es nur grobe Schätzungen: In der Länge verliert der Penis rund 1 bis 2 Zentimeter, beim Umfang etwa 0,5 bis 1 Zentimeter.

Zählen Sie Ihre Erektionen statt Schafe

Allerdings gibt Uhthoff Entwarnung: wie viel der Penis im Alter wirklich schrumpft, ist immer auch eine individuelle Entwicklung. Jede Erektion ist ein Schwellkörper-Elastizitäts-Training, betont Uhthoff. Wer nachts ab und an noch mit einem kräftigen Ständer aufwacht oder ein reges Sexualleben führt, bei dem wird sich der Penis im Alter kaum verkürzen. Also, fangen Sie an zu zählen ... eine Erektion, zweite Erektion ...  Strengen Sie sich an!

Rein  optische Verkürzung: Männer werden im Alter tendenziell dicker. Der Fettanteil steigt, auch um das Schambein herum, zudem wird das Bindegewebe schwächer. Beides führt dazu, dass dadurch der Penis optisch kürzer erscheint. Der Penis versinkt sozusagen im Fett. Bei ganz dicken Männer kann es im schlimmsten Fall zum Phänom des "Buried Penis" kommen, bei dem der Penis unter einer Fettschürze begraben wird. Verzichten Sie gelegentlich auf die braune Zuckerplörre und den fettigen Burger. Gehen Sie ins Fitness-Studio und ernähren Sie sich gesünder.  

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3. Hänge-Hoden im Alter

Auch der Hodensack verändert sich. Das Bindegewebe erschlafft und der Hodensack wird meistens etwas länger. Das ist vergleichbar mit der Hängebrust bei der Frau im fortschreitenden Alter. Beim Mann lasse sich davon ausgehen, dass das Volumen des Hodensacks im Laufe der Zeit um etwa 1 bis 3 Kubikzentimetern abnimmt, so Uhthoff. Wer sich das als Flüssigkeitmenge besser vorstellen kann: 3 Kubikzentimeter entsprechen 3 Milliliter. Auf einen 1 Teelöffel passen in der Regel 5 ml.


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4. Weniger Behaarung

Praktiker des Ganzkörper-Waxens dürfen sich freuen: durch das Abfallen des Testosteronspiegels im Alter wird auch die Schambehaarung etwas lichter. Allerdings ist auch dies wieder sehr stark individuell abhängig, so Uhthoff – ähnlich wie bei der Kopfbehaarung.

5. Im Alter verändert sich die Penisfarbe

Pink, lila, blau, grün-gelb gemustert?! Vergessen Sie, was Sie im Internet an Märchen gelesen haben. Unsere Experten geben Entwarnung. Es gibt zwar durchaus Männer, bei denen sich die Eichel im Alter leicht ins violette-bläuliche verfärbt, sagt Uhthoff, aber das sei absolut nicht der Standard. Er habe 70-Jährige in seiner Praxis, bei denen der Penis farblich aussehe wie bei einem 20-jährigen. Der Alterungsprozess wirkt sich also nicht auf die Farbe Ihres besten Stücks aus.

Fazit: So sieht ein alternder Penis aus

Erektionsstörungen und beginnende Schrumpfungen ab dem 40. Lebensjahr sind die Norm und kein Makel. Es ist der natürliche Alterungsprozess. Muskeln, Gedächtnis, und auch der Penis – alles sollte und kann zu einem gewissen Grad in Schuss gehalten werden. Ernähren Sie sich gesund und treiben Sie Sport! 

Glück im Unglück: Die Sexualität und der Orgasmus einer Frau hängen nicht vom Penis ab, betont Dr. Bühmann. Für sie gibt es mehrere "beste Stücke" an einem Mann. Das sollten Männer als Vorteil sehen: mehr Werkzeuge, mehr Techniken, mehr Abwechslung – mehr Spaß im Bett.

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