Charmant: 6 Tipps, mit denen Sie sofort sympathischer wirken

So bekommen Sie mehr Charisma
Eine sympathische Ausstrahlung ist nicht angeboren – so bekommen Sie mehr Charisma

Sympathie ist extrem wichtig im Job und bei den Damen. Und: sie ist kein Zufall. Mit diesen 6 Tricks werden Sie sofort zum Sympathieträger

Es passiert plötzlich, Sie merken es nicht einmal. Es gibt Menschen, die andere sofort in ihren Bann ziehen. Manche sehen nicht einmal besonders gut aus. Wenn Sie eine Freundin fragen, warum sie von dem Typen in den höchsten Tönen schwärmt, sagt sie nur: "Ich weiß auch nicht. Der hat einfach was".

Die kryptische Charakterbeschreibung wird oftmals als "Ausstrahlung" kategorisiert. Und die meisten von Ihnen werden jetzt vermutlich denken: Ach ja, dieses "besondere Etwas", diese Ausstrahlung, die ein paar glückliche Menschen mitbekommen haben; sie ist vererbt, eine natürliche Anlage, die man hat oder eben nicht – Falsch! 

Der Grund, weshalb wir manche Menschen sofort mögen, ist: sie sind uns sympathisch. Aber das ist keine natürliche Eigenschaft dieser Menschen. Sympathisch auf andere zu wirken, lässt sich ganz einfach trainieren. Wir haben die besten Tipps und Übungen zusammengestellt, damit Sie bei Frauen, auf Instagram und im Vorstellungsgespräch Ihres Traumjobs sofort charmant und sympathisch wirken. Werden Sie zum Sympathieträger!

Manche Menschen wirken sofort sympathisch
Was entscheidet, ob wir jemanden sympathisch finden?

Was ist eigentlich Sympathie? 

"Sympathie ist ein Gefühl, das man spontan empfindet", sagt Michael Jagersbacher, Autor der Bücher "Sympathie-Code: Wie Sie andere für sich gewinnen" (Goldegg Verlag, ca. 20 Euro) und "ERFOLG: Was Sie von den Super-Erfolgreichen lernen können" (FinanzBuch Verlag, ca. 17 Euro). "Eine Art innere Verwandtschaft zu Menschen, die man zuvor nicht kannte". Für Person A, die Sympathie empfindet, basiert die Verbundenheit mit Person B weniger auf Wissen, sondern ist ein Gefühlsakt. Das ist auch der Grund, weshalb Sie einige Menschen sympathischer finden, als andere. Aber: Person B kann dieses Gefühl in Person A durchaus wissentlich versuchen auszulösen. Sie können Sympathie also bei Ihrem Gegenüber beeinflussen – und Sympathie erlernen. 

Welche Vorteile hat jemand, der sympathisch ist?

Die Vorteile von Sympathie liegen auf der Hand: Wer es schafft, Zugang in die Gefühlswelt und den Kopf seines Gegenübers zu erhalten, der stellt Intimität her. Diese Nähe schafft Vertrauen. Und die ist die Basis für jeden Flirt und jede zwischenmenschliche Beziehung. Wenn die Frau an der Bar Sie nicht als vertrauenswürdig einschätzt, wird das ein zäher Kampf. Ihre Integrität dürfen Sie ihr dann höchstens nochmal versuchen unter Beweise zu stellen, wenn die Rechnung für ihren 20-Euro-Cocktail bei Ihnen landet.  

Und im Job? Klar, mit Kompetenz und Grips fährt man immer gut. Aber laut Untersuchungen der Harvard Business School stellt sich der Recruiter unbewusst immer zunächst diese Frage: Kann ich der Person vertrauen? Fazit: Sympathie gewinnt immer. Das Gefühl ist der wichtigste Faktor, nach dem Sie im Job wie auch von der weiblichen Welt bewertet werden. Warum ist das so? Schuld ist die Evolution. Früher war die Antwort auf die Frage, ob wir dem Gegenüber unser Vertrauen schenken können überlebenswichtig.  

Im Job ist Sympathie sehr wichtig
Machen Sie es nicht allen recht: Wer authentisch bleibt, wirkt sympathischer

Was sollte ich vermeiden, wenn ich beliebter werden will?

Ein Bild auf Xing in Nahaufnahme! Glauben Sie nicht? Wir machen vielleicht Witze, aber nicht das California Institute of Technology: laut einer Studie wirken Menschen, deren Bilder zu nahe am Gesicht aufgenommen wurden, weniger vertrauenswürdig und kompetent, als wenn sie von einer Entfernung von 135 Zentimetern aufgenommen wurden. Zeit, das Selfie als Instagram-Profilbild auszutauschen. Suchen Sie Mal wieder einen Experten auf aka einen Fotografen.

Im direkten zwischenmenschlichen Miteinander sollten Sie dagegen auf diese 2 Dinge achten, rät Jagersbacher:  

  • Angeber verlieren: Wer gerne prahlt – gestern New York, morgen geht’s nach London ins Büro dieses Start-Ups, überhaupt bin ich per Du mit Promi XY– der schüchtert seinen Gegenüber ein. "Sie stellen statt Nähe und Sympathie eine künstliche Distanz her." Der soziale Status spiele zwar eine Rolle, sagt Jagersbacher, aber anders, als die meisten denken (dazu später mehr in Punkt "Humor"). Gieren Sie also nicht nach Aufmerksamkeit. Wenn Sie Ihre angeblichen Erfolge und Können unbedingt aufzählen müssen, dann nutzen Sie das im Bett als Einschlafhilfe.    

  • Fähnchen im Wind: Wer es allen immer recht machen will, der gewinnt vielleicht in den ersten Minuten eines Gesprächs an Aufmerksamkeit. Aber der Rückschlag ist dafür umso stärker – und meistens sogar permanent. "Ihr Gegenüber merkt, wenn Ihre Zustimmung künstlich ist", weiß Jagersbacher. Durch Ihre Unehrlichkeit entfernen Sie sich von Ihren Mitmenschen, von denen Sie eigentlich gemocht werden möchten. Die Folge: Sie begeben sich in eine Abhängigkeit, die von anderen sogar ausgenutzt werden kann, warnt Jagersbacher. "Im schlimmsten Fall werden Sie zum Mobbingopfer." Also: Seien Sie konsistent, bleiben Sie Ihrer Meinung treu!

>>> Selbstbewusstsein stärken: 5 Tipps, die Sie sofort selbstbewusster machen

So werden Sie sympathischer: 6 Tipps, die Sie sofort sympathischer machen

Das sind die besten Übungen in Körpersprache und Verhaltenstipps, um einen sympathischen Eindruck zu hinterlassen. 

1. Interesse zeigen: Seien Sie aufmerksam und zeigen Sie Interesse an der Lebensgeschichte Ihres Gegenübers. Wer Fragen stellt, der findet Gemeinsamkeiten und die verbinden. Menschen erzählen gerne von sich und mögen es, wenn man ihnen zuhört. Allerdings: löchern Sie Ihren Gesprächspartner nicht mit Dauerfragerei. Sonst entsteht beim Gegenüber das Gefühl, er werde ausgehorcht. Auch Sie müssen Informationen über sich preisgeben. Das führt übrigens dazu, dass die Dame auch Ihnen aufgeschlossener ist und vielleicht ein paar delikate Dinge erzählt. Und was verbindet mehr, als ein geteiltes Geheimnis?   

Wichtig: Streuen Sie Ihre Fragen großzügig im Gespräch und bauen Sie vereinzelt gern verwendete Phrasen oder Bezeichnungen Ihres Gegenübers in Ihre Kommunikation ein. Das vermittelt Empathie für das Besprochene und hat den Effekt der Gruppenzugehörigkeit. "Das stärkt das Zutrauen untereinander", so Experte Jagersbacher. Vorsicht: Übertreiben Sie diese Strategie nicht, sonst wirkt es nicht mehr authentisch und Sie vermitteln den Eindruck nur alles nachzuplappern (siehe Punkt "Fähnchen im Wind").   

Wie Sie auf Frauen sympathischer wirken
Wer Interesse zeigt, kommt gut an – Frauen lieben, wenn Männer zuhören

2. Positive Körpersprache
Jeder Experte weiß: Es geht nicht nur darum, was Sie sagen, sondern wie Sie es sagen. Darum ist Körpersprache so wichtig: Der erste Eindruck zählt! Menschen entscheiden innerhalb von 7 Sekunden, ob sie Sie mögen. Durch die zunächst nonverbale Körpersprache können Sie die Weichen stellen und Sympathie vermitteln. "Wenn Sie Ihre Gesten, Mimik und Ihre Stimmlage bewusst einsetzen (und sicherstellen, dass sie positiv sind), werden Sie Menschen anziehen wie ein Picknick die Ameisen", schreibt Dr. Travis Bradberry, Autor des Buches "Emotionale Intelligenz 2.0".   

Also: Schenken Sie Ihrem Gegenüber ein Lächeln und einen kurzen Augenkontakt. Keine verschränkten Arme, nehmen Sie eine aufrechte und offenen Körperhaltung ein und sprechen Sie mit einer ruhigen und klaren Stimme – dann klappt’s auch mit der Nachbarin.     

3. Kurze Berührung
Nicht nur die Körpersprache, sondern auch Körperkontakt kann einen positiven Effekt haben. “Wer jemanden kurz am Oberarm berührt, wird von diesem zu 60 % sympathischer eingeschätzt,” sagt Jagersbacher. Aber: nicht nur in Zeiten der #MeToo-Debatte sollte hier mit äußerster Vorsicht agiert werden. Es muss immer ganz individuell die Situation und der Mensch beurteilt werden, so der Experte. Die Regel: respektieren Sie die Sicherheits- oder Intimzone des Anderen, die bei ca. 0 bis 60 Zentimeter liegt. Fängt jemand an herum zu tatschen wird das "als Akt der Dominanz wahrgenommen". Leitlinie: erst wenn der Gegenüber Ihrer Sicherheitszone näher kommt, kann darüber nachgedacht werden, den Oberarm kurz zu berühren.      

4. Namen nutzen
Der Name ist Bestandteil der Identität und Persönlichkeit einer Person, sagt der Experte: "Ihr Gegenüber fühlt sich wertgeschätzt, wenn Sie ihn mit Namen ansprechen", zumal Sie sich die Mühe gemacht haben, sich ihn zu merken. Nennen Sie ihn nicht nur beim ersten Grüßen, sondern auch während des Gesprächs, und ein "Danke, Lucy!" kommt auch gut an. 

Werden Sie zum Sympathieträger unter Ihren Freunden!
Einen Kerl, der humorvoll und vorurteilsfrei ist, nennt man gern Kumpel

5. Nicht (Ver-)Urteilen
"Da hast Du dich aber falsch Entschieden, wahaha!" oder: "Der Film ist der letzte Kunstmist!" Sie können gerne an eine Konversation auf diese Weise herangehen, sollten sich aber nicht wundern, wenn niemand mehr mit Ihnen spricht oder Sie um Rat fragt. Wer bei Frauen Sympathie auslösen oder beim Vorstellungsgespräch einen guten Eindruck hinterlassen möchte, muss aufgeschlossen sein. Eine feste Meinung ist gut, aber sie sollte nicht abschließend sein. Halten Sie sich zurück, seien Sie offen für neue Ideen und Denkperspektiven. Sehen Sie die Welt für einen Moment durch die Augen Ihres Gegenübers. 

6. Humor gewinnt
Wer witzig ist, der wirkt generell sympathisch. Aber wer sich selbst nicht ganz so ernst nimmt, der vermittelt nicht nur Selbstbewusstsein – er kann dadurch auch Nähe schaffen, wo vorher keine ist. Wenn etwa der soziale Status ungleich ist, Sie wie George Clooney reich und erfolgreich sind, Ihre Dame gegenüber aber wie wir Otto Normalverbraucher ist, dann ist Selbstironie eine Wunderwaffe: Sie schließt die Lücken zwischen Ihnen und Ihrem Gegenüber. Nicht zu viele, aber ein paar Geschichten über epische Fehltritte und Fettnäpfchen schrumpft jeden Riesen auf Normalmaß und Augenhöhe. Verbinden Sie es mit Dankbarkeit und Bescheidenheit wirken Sie sofort sympathischer.

Sympathie: Kein Zufall 

Sympathie ist kein Glücksfall, sondern ein Gefühl der Nähe, das Sie unbewusst bei Ihrem Gegenüber auslösen. Sie können Einfluss auf diesen Prozess der Einschätzung nehmen: bauen Sie eine menschliche Beziehung auf, die auf Nähe und Vertrauen basiert, indem Sie die genannten Tipps befolgen. Dann wirken Sie auf Anhieb charmanter auf Ihre Mitmenschen. 

>>> Schüchternheit überwinden: 5 Tipps, um soziale Ängste endlich loszuwerden

Sponsored SectionAnzeige