Angsthasen ohne Hirn und Verstand

Viele Männer schätzen Gefahren in ihrer Umwelt falsch ein

Hamburg – Männer haben häufig vor den falschen Risiken die größte Angst. Dies zeigte eine Online-Umfrage des Männermagazins ”Men’s Health” zum Thema Gesundheit. So fürchtet sich jeder zweite deutsche Mann vor Aids-infizierten Blutkonserven und dem Ebola-Virus. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, mit einer lebensgefährdenden Thrombose Opfer des Economy Class Syndroms zu werden, um ein Vielfaches größer. Aber davor haben nur sechs Prozent der Männer Angst.

Noch drastischer erklärt Prof. Walter Krämer, Statistiker an der Uni Dortmund, die irrationalen Männerängste: ”Nach Wahrscheinlichkeitsberechnungen werde ich eher Papst, als dass ich an BSE erkranke.” Auf der Angstskala der Umfrage nimmt der Rinderwahnsinn mit 15 Prozent jedoch Platz vier ein. Platz drei belegen mit 18 Prozent Spulwürmer im Fisch, obwohl bei richtiger Zubereitung praktisch keine Gesundheitsgefahr besteht.

Wie wenig Männer sich selbst über den Weg trauen, erläutert der Wissenschaftler ebenfalls an einem Beispiel: ”Menschengemachte Risiken wie Pestizide erscheinen uns gefährlicher als natürliche, etwa Pflanzengifte.” Dies bestätigt auch die Angst-Hitliste von ”Men’s Health”, auf der Pestizide Platz fünf einnehmen. Laut Professor Krämer stammen jedoch 99 Prozent aller Giftstoffe in Obst und Gemüse ”von Mutter Natur”. Einer US-Studie zufolge sind beispielsweise Himbeeren von Natur aus derart giftig, dass sie künstlich gar nicht hergestellt werden dürften.

Den Ängsten und Gesundheitsrisiken widmet ”Men’s Health” in seiner am Mittwoch, 15. August, erscheinenden September-Ausgabe insgesamt fünf Seiten.

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