Grippe Ansteckung vermeiden: So schützen Sie sich jetzt vor Grippe und Erkältung

Wie vermeide ich eine Infektion?
Gesundheit! Wenn es Ihre Liebste erwischt hat, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Sie auch flach liegen

Zwischen Januar und April ist die Gefahr einer Infektion mit Grippeviren besonders hoch. Doch es gibt Mittel und Wege, wie Sie sich effektiv schützen können. Wir klären auf

Warum die Grippe jedes Jahr genau im Winter ausbricht, können sich Experten noch nicht ganz erklären. "Mehrere Studien haben bislang gezeigt, dass sich Influenzaviren bei niedrigen Temperaturen und in trockener Luft besonders wohl fühlen und vermehren", sagt Dr. Thomas-Michael Grasser, Facharzt für Allgemeinmedizin aus München. Im Gegenzug wird vermutet, dass unser Immunsystem unter diesen Bedingungen weniger schlagkräftig ist und die Schleimhaut der oberen Atemwege anfälliger für eine Infektion wird.

Pro Jahr erkranken nach Schätzungen des Robert Koch Instituts (RKI) etwa 5 bis 20 Prozent der Deutschen an Grippe – quer durch alle Altersschichten. In durchschnittlich 10000 Fällen davon führt die Influenza sogar zum Tod. Besonders hart war zuletzt die Grippe-Saison 2014/2015 mit geschätzten 21300 Todesfällen. Gefährdet sind vor allem Kinder, chronisch Kranke, Schwangere und ältere Menschen (ab 60 Jahren).

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So stecken Sie sich mit Grippe an

Grippeviren übertragen sich durch eine Tröpfcheninfektion von einem auf den anderen Körper, etwa durch Niesen, Sprechen, Husten oder Küssen. Allerdings können sich die Erreger auch eine gewisse Zeit lang auf Kontaktflächen wie etwa Türklinken halten und gelangen dann über die Hand auf die Schleimheute, zum Beispiel beim Griff an den Mund oder die Nase. "Haben Sie sich angesteckt, bricht die Grippe meist nach ein bis zwei Tagen aus und hält bis zu eine Woche lang an", erklärt Grasser. "Die typischen Symtpome sind hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Reizhusten und Schüttelfrost."

Übrigens: Bereits einen Tag vor den ersten Symptomen kann die Grippe ansteckend sein. Auch gilt die Faustregel: Je heftiger die Beschwerden, desto ansteckender sind Sie für andere Menschen.

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Wichtig, um sich vor Ansteckung zu schützen: regelmäßig Hände waschen

Diese 8 Alltagstipps bieten den besten Schutz vor einer Grippe-Ansteckung:

  1. Waschen Sie Ihre Hände nicht nur regelmäßig, sondern auch gründlich mit warmen Wasser und Seife – insbesondere vor dem Kochen, Essen oder nach dem Gang auf die Toilette.
  2. Halten Sie Ihre Hände aus dem Gesicht fern und fassen Sie niemals mit ungewaschenen Fingern an Mund, Augen oder Nase.
  3. Meiden Sie engen Kontakt mit Erkrankten und halten Sie mindestens 2 Meter Abstand. Ist zu Hause jemand an Grippe erkrankt, sollten Sie auf eine räumliche Trennung achten und gemeinsam genutzte Bereiche wie Küche oder Bad besonders sauber halten.
  4. Halten Sie die Schleimhäute möglichst feucht. Meiden Sie trockene, überheizte Räume, lüften Sie regelmäßig gut durch und trinken Sie viel.
  5. Schützen Sie Wunden mit einem Pflaster oder Verband, damit keine Viren an die Stelle gelangen.
  6. Versuchen Sie, in den Grippe-Monaten auf das Händeschütteln zu verzichten. Tipp: Auf die Schulter klopfen wird genauso als freundliche Begrüßung aufgenommen.
  7. Achten Sie auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse. Vitamin A, C und B6 schützen Sie besonders gut im Kampf gegen die Grippeviren.
  8. Wer sich eine Grippe einfängt, bleibt zu Hause, bis er wieder gesund ist. Ihr kränkelnder Kollege will das partout nicht einsehen? Damit ist er eine Gefahr für alle anderen im Büro. Machen Sie das notfalls Ihrem Chef klar. Wenn er ihn nicht nach Hause schickt, fallen nächste Woche womöglich noch mehr Mitarbeiter aus.
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Was bringt eine Grippeimpfung?

"Die rechtzeitige und jährliche Impfung gilt als beste Vorsorgemaßnahme gegen Influenzaviren", sagt Grasser. Allerdings schützt kein Impfstoff zu 100 Prozent, da jedes Jahr nie mit Gewissheit vorauszusehen ist, welche Virusstämme sich in der nächsten Grippe-Welle genau durchsetzen werden. Bei einer guten Übereinstimmung kann allerdings eine Schutzwirkung von bis zu 80 Prozent erreicht werden. Auch haben Wissenschaftler in diversen Studien beobachtet, dass eine Influenza-Erkrankung bei geimpften Menschen in der Regel milder und mit weniger Komplikationen verläuft als bei Ungeimpften.

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Wann ist eine Grippeimpfung sinnvoll – und für wen?

In den meisten Fällen ist eine Impfung ratsam. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass diese in Absprache mit einem Arzt geschieht. Nur er kann vorab klären, ob Sie gegen bestimmte Bestandteile des Impfstoffes vielleicht allergisch sind. Am besten impfen Sie sich im Oktober oder November, denn es dauert bis zu zwei Wochen, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Es ist allerdings auch noch sinnvoll, sich während einer Grippe-Welle impfen zu lassen. Schließlich schwappt sie bis zu 5 Monate lang umher.

Fazit: Im Alltag helfen Ihnen unsere 8 Verhaltenstipps, um den fiesen Grippeviren sicher aus dem Weg zu gehen. Wer das Risiko einer Ansteckung noch weiter minimieren will, kümmert sich um einen rechtzeitigen Impfschutz, der jährlich aufgefrischt werden sollte.

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