ASS von Kopfschmerz bis Krebs

Wissenschaftliche Studien: Ein Wirkstoff als Allzweckwaffe

Hamburg – In fast jedem Haushalt kennt man sie als probates Kopfschmerz-mittel, die Tablette mit dem Wirkstoff ASS (Acetylsalicylsäure). Sie kann aber weitaus mehr, wie eine Zusammenstellung wissenschaftlicher Studien durch das Männermagazin "Men's Health" zeigt. Eine Pille mit 100 bis 500 Milligramm ASS kann unter anderem den Blutdruck senken, Juckreiz bekämpfen, Sonnenbrand lindern, die Fruchtbarkeit steigern, vor Schlaganfall oder Herzinfarkt schützen, vor Krebs bewahren und das Alzheimer-Risiko um bis zu 80 Prozent verringern.

Vor dem Schlafen 100 Milligramm ASS eingenommen senkt nach einer spanischen Studie die beiden Blutdruckwerte um sieben bzw. sechs Punkte. Einige zu Pulver zerdrückte Tabletten mit etwas Hautlotion vermischt hemmen Juckreiz, rät die Dermatology Group in San Francisco. Forscher am Dartmouth College (USA) haben festgestellt, dass Männer, die jeden Tag 81 Milligramm ASS einnahmen, ein halb so hohes Darmkrebsrisiko hatten wie die einer Vergleichsgruppe. Der Grund: ASS behindere das Wachstum von Darmpolypen, den Vorläufern des Darmkrebses. An der amerikanischen Mayo-Klinik wurde entdeckt, dass entzündungshemmende Mittel wie ASS das Prostatakrebsrisiko um 50 Prozent verringern.

Nach Überzeugung der US Task Force für Gesundheitsprävention können 75 Milligramm ASS täglich das Risiko von Herzerkrankungen um 30 Prozent reduzieren. Eine ASS-Pille bei ersten Anzeichen eines drohenden Herzinfarkts eingenommen, begrenzt im Ernstfall die Folgeschäden. Der britische Mediziner Dr. John Baron hält ASS für eines der besten Medikamente zur Verhinderung eines Schlaganfalls und zur Verringerung der Folgen.

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