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Kein Gipfel ist vor ihnen sicher: Das Mammut Pro Team Alpine

Das Mammut pro Team Alpine
Ein starkes Trio für Mammut

Geballte Power am Berg: Expeditionsveteran Steph Siegrist, Tradkletter-Queen Caro North und Speedbergsteiger Dani Arnold im Interview

Dani Arnold, Speed-Bergsteiger

Der Speed-Spezialist: Dani Arnold

Dani Arnold, Jahrgang 1984, gehört zu den bekanntesten Spitzen-Alpinisten Europas. Er ist im Urner Bergdorf Biel im Schächental aufgewachsen.

Bekanntheit erlangte er mit seinem Speedrekord an der Eiger-Nordwand 2011, als er die Heckmair-Route solo binnen 2 Stunden und 28 Minuten durchstieg.

In der Kletterszene hatte sich Dani Arnold bereits davor einen Namen gemacht. So gelang ihm unter anderem ein Speedrekord von 1 Stunde und 35 Minuten am Westgrat des Salbitschijen. 2010 gelang ihm gemeinsam mit Stephan Siegrist und Thomas Senf die erste Winterbesteigung des Torre Egger in Patagonien.

Danis Rekord an der Eiger Nordwand




In Schottland gelangen ihm mit The Hurting (XI, 11) und Anubis (XII, 12) Wiederholungen der vermutlich schwersten Mixedrouten der Britischen Inseln. 2013 kletterte er mit David Lama die Erstbegehung der zentralen Headwall an der 1500 Meter hohen Ostwand des Moose’s Tooth in Alaska. Die beiden benötigten für die Bird of Prey genannte Route (6a, M7+, 90°, A2) rund 48 Stunden. 2015 gelang ihm die schnellste Solobegehung der Matterhorn Nordwand in 1h 46min.

Dani Arnold ist Bergführer, verheiratet und lebt in Bürglen im Schweizer Kanton Uri.

Dani, wie wurdest du vom Kletter-Virus infiziert?
Ich bin in den Bergen aufgewachsen (1.700m). Dort habe ich immer die anderen Kletterer gesehen und das wollte ich auch machen. Dann hatte ich das Glück, dass mich die richtigen Leute mitgenommen und mir die ganze Technik gezeigt haben.

Was fasziniert dich am meisten beim Klettern?
Die Kreativität. Klettern ist so vielfältig und immer wieder anders. Die Kombination von Kraft, Ausdauer, Koordination, Technik und Psyche finde ich einzigartig beim Klettern. Ich kenne keinen anderen Sport, bei dem man mehr im Hier und Jetzt sein muss.

Wie trainierst du?
Je nach Projekt. Meist klettere ich im Sommer weniger. Herbst bis Frühling mehr. Dementsprechend trainiere ich dann auch. Ich versuche meist am Projekt selbst zu trainieren. Ich gehe eigentlich nie in die Halle oder in den Kraftraum.

Was machst du, wenn du nicht gerade kletterst oder fürs Bergsteigen trainierst?
Die Vorträge nehmen immer mehr Platz ein. Das musste ich erstmal lernen. Ich erzähle normalerweise nicht sehr viel über meine Leistungen, die Leute wollen aber genau das hören. Ich hatte immer das Gefühl, überheblich zu sein, wenn man über seine Leistungen spricht, mittlerweile geht es aber sehr gut, und vor allem macht es mir viel Spass. Das Publikum schätzt genau diese Bescheidenheit kombiniert mit meinen großen Highlights.




Was ist deine größte Stärke?
Mein Kopf. Das sieht man auch am meinen größten Leistungen. Viele sind aus mentaler Sicht sehr schwierig.

Was ist deine größte Schwäche?
Fingerkraft. Ich bin einfach zu viel mit Eisgeräten unterwegs (lacht).

Was hat dich stark beeinflusst im Leben? 
Meist waren es große Fehl-Entscheidungen am Berg. Heute bin ich viel vorsichtiger. Mir sind einige Fehler passiert, die eigentlich nicht passieren dürfen... ich habe Eisabbrüche und Lawinen überlebt. Am Anfang hatte ich keine Ahnung vom Bergsteigen, jetzt habe ich viel Ahnung, mache aber immer noch Fehler. Das zeigt, dass ich immer und überall vorsichtig sein muss!

Dein Tipp an Kletter-Einsteiger?
Vorsichtig sein. In unserem Sport hat man sehr schnell das Gefühl, gut zu sein. Das ist sehr gefährlich.

Caro North, liebt wilde Wände

Mammut-Athletin Caro North

Caro North, geboren 1991, lebt in Genolier im Kanton Waadt in der Schweiz. Sie hat bereits Erstbesteigungen im Himalaya unter dem Gürtel und wurde im ersten Damen-Expeditionskader ausgebildet. Die Alpinistin lebt für lange, abenteuerliche Wände und versucht, möglichst clean und ohne Spuren an den wilden Wänden der Welt zu klettern.

Caro, was hat dich zum Bergsteigen gebracht?
Mit meinen Eltern war ich immer viel auf Hüttentouren unterwegs. Dann habe ich mit 10 Jahren in einer Jugendgruppe des Deutschen Alpenvereins das Klettern angefangen. Später haben wir dann alpine Touren mit der Gruppe unternommen und so bin ich zum Bergsteigen gekommen.

Was ist dein Traum?
Mein Leben voll auf das Klettern und die damit verbundenen Reisen und Begegnungen rund um die Welt ausrichten. Ich träume vor allem von noch einigen Expeditionen an große Wände in Fels und Eis, am besten um Linien erstzubegehn. Ideen gibt es noch viele, die darauf warten umgesetzt zu werden...

Caro North klettert 'Fine Jade' in Moab




Caros größte Erfolge:

Erstbegehung im Kishtwar, Himalaya 2016
Erste freie Frauenseilschaftsbegehung des Cerro Torre 2015
Onsight Begehung von Astroman, Yosemite 2015
Bigwall-Erstbegehung in Albanien 2010
Mitglied im ersten DAV Damen-Expeditionskader

Expeditionsbergsteiger und Weltrekordhalter: Stephan Siegrist.

Mammut-Athlet Stephan "Steph" Siegrist

Stephan Siegrist, geboren 1972, gehört zu den bekanntesten Expeditionsbergsteigern der Welt. Wie ein guter Wein wird er immer besser: So gelangen ihm 2017 in der Kashmir Region mehrere Erstbesteigungen, außerdem konnte er die berühmte Lowe-Route Metanoia am Eiger wiederholen.

Steph, wie bist du zum Bergsteigen gekommen?
Ein Schulkamerad und seine Eltern nahmen mich als 14-jährigen auf eine Skitour mit. Mit 18 Jahren habe ich schließlich mit dem Bergsteigen begonnen.

Was sind deine Träume und Ziele?
Grosse, interessante Expeditionen mit Freunden durchzuführen. Das Ziel zu erreichen und gesund wieder zu der Familie zurückkehren.

Hobbies neben dem Klettern:
Basejumping, Highlinen, Biken.

König der Lüfte: Stephan auf der höchsten Highline der Welt




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