Der Christbaum – ein strahlender Giftbaum

Von der Weihnachtsfreude zur Sondermülldeponie: was bei Weihnachtsbäumen alles schief laufen kann.

Hamburg – So friedlich wie Weihnachtsbäume scheinen sind sie nicht immer. Falsch geschmückt und falsch behandelt werden sie schnell zu einer vielfältigen Gefahrenquelle, warnt das in Hamburg erscheinende Männermagazin ”Men’s Health”.

So hängt man sich mit Staniol-Lametta schnell etliche giftige Schwermetalle – vor allem Blei – ins Wohnzimmer und mit dem lieblichen Engelshaar feinste Glasfasern, die Augen, Haut und Atemwege reizen. Weihnachtliche Dekorationssprays verbreiten mit ihren Treibgasen zum Teil gefährliche Chemikalien, die nicht nur die Gesundheit sondern auch Möbel und Kleidung angreifen können. Statt Kunstschnee aus der Dose mit schwer entsorgbaren Lösungsmitteln tut’s Watte auch. Gesundheitsschädliche Stickoxide werfen Wunderkerzen oder Sternwerfer mit ihrem im Brennstoff enthaltenen Bariumnitrat in die weihnachtliche Runde.

Unerlässlich ist der Christbaumständer mit Wasserbehälter. Die Nadeln bleiben länger frisch, die Brandgefahr sinkt – aber auch nur dann, wenn man nicht vergisst, dass ein großer Baum täglich bis zu vier Liter Wasser schluckt. Und wenig Freude macht der als Ballenware im Topf gekaufte Christbaum später im Garten, wenn er länger als vier Tage im geheizten Wohnzimmer Weihnachtsbaum spielen musste. Er geht unweigerlich ein, auch dann, wenn er sich vor dem Aussetzen nicht rechtzeitig einige Tage im Keller an frostige Temperaturen gewöhnen durfte.

Men’s Health
17.12.2000

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