Game-Highlights: Das sind die besten Spiele 2018

1 / 8 | "Detroit: Become Human" von Sony Computer Entertainment

Was hat das Jahr bislang an guten Games hervorgebracht? Wir haben für Sie fleißig gedaddelt. Hier sind unsere Spiele-Highlights 2018 für PC, PS4, Xbox One und Nintendo Switch

Die besten Spiele 2018: Detroit: Become Human

Exklusiv für PS4. Preis: um 60 Euro

Entwickler Quantic Dream, die Macher von „Fahrenheit“, „Heavy Rain“ und „Beyond: Two Souls“, haben mittlerweile ein gutes Händchen für storygetragene, cineastische und intensive Geschichten bewiesen. Mit dem PS4-Exklusivtitel „Detroit: Become Human“ von Sony Interactive Entertainment soll die Messlatte nun noch ein Stück weiter angehoben werden.

Das Spiel sieht sich als interaktiver Noir-Thriller, der die Frage aufwirft, was es bedeutet, Mensch zu sein. Sind wir Menschen, weil wir so geboren wurden? Weil wir ein Selbstbewusstsein haben? Oder weil wir Gefühle haben? Ähnlich wie in „Terminator“ oder „I, Robot“ entwickeln in „Detroit: Become Human“ Androiden in naher Zukunft plötzlich ein lebendiges Verhalten – mit all den Merkmalen, die uns Menschen eigentlich ausmachen.

Wir schlüpfen abwechselnd in die Rolle von drei humanoiden Androiden, die eben genau diese Veränderung erfahren: Spezialermittler Connor, Hausmädchen Kara und Altenpfleger Markus. Der Clou: Wie sich ihre Geschichte bis zum Finale zusammenspinnt, steuern allein wir über unsere Entscheidungen und unser Verhalten. Welche geheimen Story-Wege es dabei zu entdecken gibt, zeigt uns ein jederzeit abrufbares Diagramm in den insgesamt 32 Kapiteln, die sich durch die Bank weg sehr packend inszenieren. Das funktioniert vor allem über den Dreh, dass wir im Grunde selbst durch unser Handeln den Maschinen Menschlichkeit einhauchen – und ständig vor die Frage gestellt werden, wie sich die Situation entwickeln soll.

Das geschieht allerdings nicht immer so, wie wir es wollen. Besonders Action-Sequenzen entscheiden wir häufig über Quick-Time-Events. Wer etwa einen Kampf gewinnen will, das Drücken der geforderten Tasten allerdings überwiegend verpatzt, muss fortan mit der Konsequenz leben. Eine Speicherfunktion gibt’s nämlich nicht – und das ist auch richtig so!

Durch die komplexe Story, die vielen Handlungswege und mehrere mögliche Enden ist der Wiederspielwert ziemlich hoch. Wer alles ausreizt und auf jedes Detail achtet, kann beim ersten Durchspielen gerne mal 40 Stunden lang bestens unterhalten werden.

Fazit: „Detroit: Become Human“ spielt sich wie ein guter Hollywood-Streifen. Die große Entscheidungsfreiheit, die uns dabei an die Hand gegeben wird, bringt das Erlebnis allerdings auf eine persönliche Ebene. Lange ist’s her, seitdem wir allein durch die Handlung so intensiv und emotional gefesselt wurden.

2 / 8 | "Forza Horizon 4" von Microsoft Game Studios

Die besten Spiele 2018: Forza Horizon 4

Für Xbox One und PC. Preis: ab 60 Euro

Mit jedem neuen Forza denkt man sich: Eigentlich kann’s ja gar nicht besser werden. Und jedes Mal dann doch die Erkenntnis: Okay, offenbar doch! Beim Open-World-Rennspieltraum „Forza Horizon 4“ von Microsoft Game Studios ist es wieder so – auch wenn das Gameplay nahezu komplett aus dem Vorgänger übernommen wurde. Das muss aber nichts Schlimmes heißen – im Gegenteil: Was zuvor bestens funktioniert hat, kann gerne beibehalten werden! Das war die richtige Entscheidung.

Warum sich das neue Forza dann trotzdem erfrischend anders spielt, liegt in erster Linie an der neuen Spielwelt: Nach Colorado, Südeuropa und Australien fahren wir im vierten Teil in Großbritannien mit Vollgas durch die atemberaubend schöne Landschaft, die mit ihren vielen Hügeln, Wäldern, Küsten- und urbanen Arealen einen ganz eigenen Charme auf die Strecken bringt. Dazu kommen wechselnde Jahreszeiten, die sich auch auf die Streckenbedingungen auswirken und so ihre ganz eigenen Herausforderungen mit sich bringen. Zusammengefasst: Forza Horizon 4 fühlt sich irgendwie heimisch und doch neu an.

Insgesamt warten über 450 Autos darauf, gefahren und gemeistert zu werden. Dabei muss betont werden, dass jedes Modell auch seine eigenen Fahreigenschaften hat. Bis wir uns hinter jedes Lenkrad gesetzt haben, kann also einiges an Zeit vergehen. Dazu kommen überall auf der Karte verteilte Events und Herausforderungen, die wir meist zwar schon aus den Vorgängern kennen, aber keinesfalls langweilig werden. Der große Vorteil der offenen Spielwelt ist schließlich, dass wir selbst bestimmen können, was wir als nächstes tun wollen. So erwischen wir uns auch immer wieder dabei, wie wir einfach nur durch die bildhübsche Landschaft cruisen und die grandiose Fahrphysik genießen.

Fazit: Forza Horizon 4 ist für uns das bislang beste und ausgewogenste Rennspiel des Jahres. Mit seinem nahezu perfekten Verhältnis von Fahrspaß und Anspruch, das in den Optionen aber auch individuell angepasst werden kann, bietet es für Casual-Gamer wie auch für Rennspiel-Profis Fahrfreude pur. Tipp: Hier lohnt sich ein Lenkrad mit Force Feedback besonders!

3 / 8 | "World of Warcraft: Battle of Azeroth" von Blizzard Entertainment

Die besten Spiele 2018: World of Warcraft: Battle of Azeroth

Für PC. Preis: um 45 Euro

Knapp 14 lange Jahre gibt es World of Warcraft von Blizzard Entertainment jetzt schon – und das MMO zählt noch immer klar zu den Königen des Genres. Mit der siebten Erweiterung „Battle of Azeroth“ wird die Rivalität zwischen Horde und Allianz endlich wieder neu entflammt. Auslöser ist eine plötzlich auftauchende und mächtige Ressource namens Azerit, die sich beide Fraktionen unter den Nagel reißen wollen. Im Kern geht es für beide Seiten darum, neue Verbündete zu finden, um den Krieg für sich entscheiden zu können. Sechs neue Rassen können freigeschaltet werden. Zwei weitere sollen später noch folgen. Eine neue Klasse gibt’s allerdings nicht.

Die Maximalstufe wurde von 110 auf 120 erhöht. Die Artefaktwaffen aus der Erweiterung „Legion“ werden durch das „Herz von Azeroth“ ersetzt. Je mehr wir die magische Halskette durch das Sammeln von Azerit pimpen, desto stärker werden auch die neuen Azerit-Rüstungsteile, über die sich neue Talente freischalten lassen.

Ein weiteres Highlight sind die Kriegsfronten: Die PvE-Strategieschlachten für 20 Spieler sind quasi eine Hommage an „Warcraft 3“. Wir sammeln Ressourcen, ziehen neue Gebäude hoch, schalten Technologien frei und bilden frische Truppen aus, die sich in Wellen in die Schlacht werfen. Schaffen wir es bis in die gegnerische Basis, muss nur noch der finale Boss besiegt werden, dann hagelt es für alle fette Beute.

Insgesamt sind die neuen Zonen gut gelungen. Im direkten Vergleich gefallen uns die drei Allianz-Gebiete allerdings weitaus besser als die der Horde. Nicht nur optisch, sondern auch vom Storrytelling her. Denn jedes Gebiet erzählt seine eigene, kleine Geschichte. So geht’s etwa in den düsteren Wäldern von Drustvar um finstere Hexenkulte, die ihre Flüche über fast jedes Dorf gelegt und die Ortschaften mit einem schaurigen Schleier der Angst verhüllt haben. Hier zeigt Blizzard, was in Sachen atmosphärisches Gameplay alles drin sein kann.

Fazit: Alles in allem ist Battle of Azeroth großartig geworden – vor allem grafisch und in Sachen Quest-Design hat sich so einiges getan. Wer insbesondere die Levelphase genießt und sich auf die erzählten Geschichten einlässt, wird den größten Spaß mit der Erweiterung haben. Was den Endcontent angeht, hat sich Blizzard auch so einige neue Elemente ausgedacht. Hier muss sich allerdings erst noch zeigen, ob diese auch auf Dauer motivieren können.

Tipp für WoW-Nostalgiker: Wer schon immer mal wissen wollte (oder mal wieder), wie WoW in seiner Anfangszeit war, der sollte den Sommer 2019 im Auge behalten. Denn dann plant Blizzard die Veröffentlichung von "World of Warcraft: Classic". Das ambitionierte Retro-Projekt wirft uns zurück in eine der Ursprungs-Versionen des MMORPGs, in der wir (fast) originalgetreu wie damals noch einmal die Stufen von 1 bis 60 erklimmen können. Auf der BlizzCon 2018 war bereits eine erste Demo spielbar – und wir können sagen: Das Oldschool-Feeling hat voll eingeschlagen!

4 / 8 | "Mario Tennis Aces" von Nintendo

Die besten Spiele 2018: Mario Tennis Aces

Exklusiv für Nintendo Switch. Preis: um 50 Euro

Wer erinnert sich noch an den großartigen und süchtig machenden „Tennis“-Klassiker für den Ur-GameBoy? Damals war Mario zwar nur als Schiedsrichter auf dem Platz, doch auf dem Nintendo 64 nahm er dann endlich auch selbst den Schläger in die Hand. Seit jeher gibt sich Nintendo mit seinen Tennis-Spielen stets große Mühe. Allerdings konnte Marios letzter Auftritt in „Mario Tennis: Ultra Smash“ für die Wii U dann doch nicht überzeugen und ging ziemlich in die Hose.

Das Wichtigste vorweg: Mit „Mario Tennis Aces“ hat Nintendo endlich wieder zu alter Qualität zurückgefunden. Neben einer tollen Inszenierung und der griffigen Steuerung heben vor allem die vielen Spezialschläge (und deren passende Konter) Mario Tennis in Sachen Komplexität auf ein neues Level. Allerdings ohne dabei frustrierend kompliziert zu werden. Alles geht easy von der Hand. Das liegt auch an der gelungenen Einführung durch eine Art Story-Modus, der uns spielerisch und unterhaltsam alle Schlagvarianten und das richtige Timing beibringt, während nebenbei eine Geschichte erzählt wird, in der Mario (natürlich) wieder die Welt retten muss.

Darüber hinaus bietet Mario Tennis Aces auch einige Mehrspieler-Modi. Im lokalen Multiplayer können beispielsweise vorm TV bis zu vier Spieler mit ihren Lieblings-Nintendo-Helden gegeneinander antreten. Das hat im Test so großen Spaß gemacht, dass wir den Titel – neben Mario Kart und Mario Party – als Stimmungsgarant für jede noch so fade Party nur wärmstens empfehlen können.

Fazit: Ein Must-have für jeden Switch-Besitzer!

5 / 8 | "Shadow of the Tomb Raider" von Square Enix

Die besten Spiele 2018: Shadow of the Tomb Raider

Für PC, PS4 und Xbox One. Preis: ab 45 Euro

Mit „Shadow oft he Tomb Raider“ von Square Enix findet der dreiteilige Reboot der Tomb-Raider-Kultreihe nun seinen finalen Abschluss. Aus der einst ängstlichen und verletzlichen Lara ist über die Teile hinweg eine starke, gewissenhafte und erfahrene Archäologin geworden. Doch ganz so profihaft ist Lara in ihrem neuesten Abenteuer dann doch nicht unterwegs, als sie in einem Tempel in Mexiko einen alten Maya-Dolch entwendet – und damit nicht weniger als eine Apokalypse auslöst.

An den erzürnten Göttern ist allein Lara schuld. Und so düster die Geschichte in Fahrt kommt, so dunkel und gleichzeitig packend zieht sich der rote Faden auch durch das Spiel. Von Schuldgefühlen und Zweifel gepeinigt, versucht Lara, die Welt irgendwie doch noch vor ihrem drohenden Untergang zu retten. Hoffnung gibt ein zweites Artefakt, das sie im peruanischen Dschungel vermutet.

Im Kern verhüllt das dramatische Setting und die gelungene, dichte Atmosphäre die altbekannten Spielmechaniken aus Rätseln, Klettereinlagen und actionreichen Auseinandersetzungen, für die Lara ein breites Waffenarsenal zur Verfügung steht. Allerdings steht es uns meist frei, ob wir Gegner leise ausknipsen oder einfach brachial alles niederballern. Darüber hinaus lernt Lara mit der Zeit immer mehr Tricks, um ihre Widersacher (geräuschlos) auszuschalten.

Eine Besonderheit von Shadow oft he Tomb Raider: Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel und Kämpfe kann jederzeit angepasst werden. Auf dem höchsten Niveau gibt Lara beispielsweise keine Tipps mehr, wie wir weiterkommen. Ein echter Champ, wer es auf diese Weise bis zum Ende schafft.

Fazit: Schadow of the Tomb Raider bietet das große Finale, das sich Fans erhofft haben. Der wunderbar abwechslungsreiche Mix aus fesselnder Story, emotionalen Momenten, brachialer Action und fordernden Grübeleinlagen setzt der Origins-Trilogie die verdiente Krone auf. Chapeau!

6 / 8 | "Assassins Creed: Odyssey" von Ubisoft

Die besten Spiele 2018: Assassins Creed: Odyssey

Für PC, PS4 und Xbox One. Preis: um 50 Euro

Das Open-World-Actionspiel „Assassins Creed: Odyssey“ von Ubisoft ist der mittlerweile elfte Teil der Hauptserie. Uff, könnte man an dieser Stelle sagen: Ob der altbekannte Mix aus Schleichen, Kämpfen und Erkunden noch immer so gut fesselt wie früher? Ja, tut er! Denn Entwicker Ubisoft Montreal setzt alles daran, das erfolgreiche Spielkonzept mit neuen Mechaniken, abwechslungsreichen Aufgaben und mehr Freiheiten spannend zu halten. Im neuesten Assassinen-Kapitel funktioniert dieser Kniff bestens.

Unsere Abenteuer finden wir diesmal im alten Griechenland zur Zeit des Peloponnesischen Krieges, in dem sich Athen und Sparta nur noch an die Gurgel wollen. Da die Geschichte knapp 400 Jahre vor dem Ursprung der Assassinen-Bruderschaft spielt, den wir im Vorgänger „Assassins Creed: Origins“ erleben, schlüpfen wir allerdings nicht in die übliche Rolle eines Meuchlers, sondern gehen das griechische Epos als Söldner an. Zur Wahl stehen gleich zwei Spielfiguren: Alexios und Kassandra, wobei es hier im Prinzip nur um die Frage des Geschlechts geht. Beide erleben die gleiche Geschichte, die sich im Kern um ein ziemlich düsteres Drama in der eigenen Familie dreht.

Abseits davon zeigt sich die grafisch in Bombast getränkte Welt von Odyssey extrem abwechslungsreich. Die Kämpfe sind noch komplexer und fordernder geworden. Kein einfaches Totklicken der Gegner mehr. Auch bemühen sich die unzähligen Quests spürbar um mehr Abwechslung – entweder spielerisch oder durch ihre Story. Das liegt auch daran, dass wir deren Verlauf oft beeinflussen können. Je nachdem, ob beispielsweise der diplomatische oder eher martialische Weg gewählt wird, warten andere Enden und Konsequenzen auf uns. Im Gegensatz zum Vorgänger Origins ist allerdings nicht die Hauptgeschichte der große Star des Spiels. Vielmehr sind es die unzähligen, detailverliebten Schauplätze, die es zu entdecken gibt – und die allesamt ihre eigenen, kleinen Story-Perlen offenbaren.

Fazit: Assassins Creed: Odyssey hebt das Erlebnis einer offenen Spielwelt, in der wir uns nach Herzenslust austoben können, auf ein ganz neues Niveau. Überall gibt’s etwas zu erleben oder zu entdecken. Wer sich bei der Fülle an Möglichkeiten nur zu gerne verliert, kann das Finale auch erst nach knapp 100 Spielstunden erleben.

7 / 8 | "FIFA 19" von Electronic Arts

Die besten Spiele 2018: FIFA 19

Für PC, PS4, Xbox One und Switch. Preis: ab 45 Euro

Alle Jahre wieder die Diskussion, wer diesmal die Nase vorn hat: FIFA von Electronic Arts oder Pro Evolution Soccer (PES) von Konami. Auch wenn sich beide Titel in punkto Qualität auf einem sehr hohen Niveau bewegen, gibt es durchaus feine Unterschiede: Pro Evolution Soccer legt traditionsgemäß großen Wert auf Realismus. FIFA bietet indes oft die bessere Atmosphäre und das umfangreichere Lizenzpaket. Im direkten Vergleich zum jeweiligen Vorgänger, finden wir, dass FIFA 19 auch in diesem Jahr den größeren Evolutions-Sprung gemacht hat.

Der wohl bedeutendste Grund dafür ist die Champions League Lizenz: Genau, die Rechte an der Königsklasse lagen 10 Jahre lang bei Konami. In diesem Jahr wird allerdings nur mit EAs Fußball-Simulation um den Original-Pott gespielt. Das macht das ohnehin schon umfangreiche Lizenzpaket der FIFA-Serie noch praller. Für mehr Abwechslung und Spaß soll indes der verbesserte Anstoß-Modus sorgen. Darin findet sich der No-Rules-Modus, in dem es Abseits, Fouls und Karten schlichtweg nicht gibt. Da ist Chaos vorprogrammiert! Besonders gut gefiel uns dabei der Survival-Modus, der an „Last Man Standing“ aus FIFA Street erinnert: Erzielt eine Mannschaft ein Tor, muss einer ihrer Spieler vom Platz. Das bietet wiederum dem Gegner bessere Chancen für ein Gegentor.

Fans des gelungenen Story-Modus „The Journey“ können sich übrigens freuen, dass sie die Geschichten von gleich drei Helden nachspielen können: Neben dem altbekannten Alex Hunter, der Protagonist aus FIFA 17 und 18, können Sie nun auch seiner Schwester Kim Hunter und seinem Kumpel Danny Williams über die Schulter schauen.

Ein paar Gameplay-Änderungen gibt’s im neuesten FIFA zwar auch, zum Beispiel realistischere und härtere Zweikämpfe. Auf dem Platz macht sich davon allerdings eher wenig bemerkbar. FIFA 19 spielt sich sehr ähnlich wie der Vorgänger. Eine Ausnahme sind vielleicht die neuen „Superschüsse“, die vorm Tor im richtigen Moment ausgelöst werden müssen. Das wird nicht jedermanns Sache sein. Doch das Feature kann in den Optionen auch einfach abgeschaltet werden.

Fazit: Die großen Neuerungen sind zwar überschaubar. Fans der Reihe dürfte das aber wohl kaum vom Kauf abhalten. Denn FIFA bietet auch in diesem Jahr wieder das beste Rundumpaket in Sachen Fußballsimulation – in gewohnt erstklassiger Güte.

8 / 8 | "State of Decay 2" von Microsoft Game Studios

Die besten Spiele 2018: State of Decay 2

Für Xbox One und PC. Preis: 30 Euro

Man könnte meinen, an Zombie-Games haben wir uns mittlerweile sattgeschnetzelt. Doch State of Decay war schon immer irgendwie eignen. Der Open-World-Survival-Titel in Anlehnung an die erfolgreiche „The Walking Dead“-Serie brachte beim Zersplattern der Zombies und beim Kampf ums Überleben immer einen gewissen Charme mit sich – trotz matschiger Grafik. Das lag insbesondere daran, dass der Tod eines Überlebenden dauerhaft war. Segnete der persönliche Liebling aus der Truppe plötzlich das zeitliche, war der Ärger umso intensiver. So blieb das Gameplay dauerhaft atmosphärisch und spannend, da jeder Schritt gut überlegt sein musste.

Was sich viele Fans damals schon wünschten: einen ordentlicher Koop-Modus, um gemeinsam mit Freunden in der Zombie-Apokalypse ums Überleben zu kämpfen. In „State of Decay 2“ ist er endlich da – allerdings nicht so, wie ihn sich viele gewünscht haben. Zwar können Freunde dem eigenen Spiel jederzeit beitreten, allerdings nur zum Aushelfen. Sie selbst kommen mit der eigenen Story nicht voran. Zugegeben: Die enttäuschten Erwartungen in Sachen Koop-Modus verpassen der Fortsetzung einen ziemlichen Dämpfer.

ABER – und das ist auch gleich unser Fazit: Wer den ersten Teil gesuchtet hat und mehr vom Altbekannten haben möchte, wird mit State of Decay 2 auch wieder sehr glücklich werden!

Übrigens: Mittlerweile ist auch der erste kostenpflichtige DLC „Daybreak“ zum Preis von knapp 10 Euro erschienen. Er spendiert dem Spiel einen Horde-Modus, in dem wir zusammen mit bis zu drei Mitspielern und bis an die Zähne bewaffnet eine Basis vor anstürmenden Zombie-Wellen schützen müssen.