Flugreisen/Gesundheit

Nach der Landung droht die Infektion. Langstreckenflüge sind purer Stress für das Immunsystem

Hamburg – Zwölf- bis 24 Stunden nach einem Langstreckenflug ist die Gefahr, an einer Infektion zu erkranken, besonders hoch. Darauf macht das Männermagazin "Men’s Health" in seiner am Mittwoch, 21. Juni, erscheinenden Juli-Ausgabe aufmerksam. Der Grund, so Dr. Dirk-Matthias Rose, Umweltmediziner an der Uni Mainz, gegenüber dem Magazin: Die besonderen klimatischen Umstände an Bord lassen das Immunsystem verrückt spielen. Es produziert vermehrt Abwehrzellen, die jedoch aufgrund der fast keimfreien Luft nicht benötigt werden. Direkt nach der Landung werden sie wieder abgebaut. Rose: "Wenn man in dieser Phase mit Keimen konfrontiert wird, kann das Immunsystem nicht schnell genug reagieren."

Der Mediziner rät deshalb Fernreisenden, in den ersten 24 Stunden Menschenansammlungen zu meiden, nichts "Riskantes" zu essen und zu trinken sowie sich viel Ruhe zu gönnen. Da die Ansteckung nach der Landung meist über Tröpfcheninfektionen erfolgt, lasse sich das Infektionsrisiko am Urlaubsort auf diese Weise zumindest verringern. Eine sinnvolle Vorbeugung bereits im Flugzeug sei bislang nicht bekannt.

Men’s Health, 16.6.2000

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