Gesundheits-Drinks meist überflüssig

"Men's Health"-Test: Normale Nahrungsmittel meist wirkungsvoller

Hamburg – Die von der Werbung gepriesenen Gesundheits- und Schlankheits-Drinks sind in vielen Fällen überflüssig, wenig wirksam und zum Teil fast ungenießbar. Das Männermagazin "Men's Health" testete zehn der im Handel erhältlichen Drinks und kam zu dem Ergebnis: In acht Fällen lassen sich die versprochenen Wirkungen zumeist mit anderen Lebensmitteln besser erzielen. Nur die beiden Trinkjogurte Yakult und Actimel halten weitestgehend, was sie versprechen, und schmecken als einzige Gesundheitsdrinks auch noch gut. Bei den anderen reichte die Geschmacksskala bis hin zu "Kuhstallpfütze" und "Salzsäure".

Nach der "Men‘s Health"-Analyse ist es beispielsweise wirkungsvoller, echtes Sauerkraut zu essen, als Sauerkrautsaft zu trinken. Die Trinkmolke wird in der Wirkung von Magermilch und daraus hergestellten Produkten weit in den Schatten gestellt. Der Soja-Drink enthält lediglich ein Zehntel des Calciums der Milch, und das ist auch noch schlechter verwertbar. Wissenschaftlich gänzlich unbewiesen ist, dass Weizengras aus der Flasche irgendetwas bewirkt. Die Alternative Obst und Gemüse ist zudem weitaus schmackhafter. Statt Kräuterblut zur Verbesserung der Blutbildung tut es auch ein kleines Steak. Apfelessig fördert zwar die Verdauung, hilft aber nicht wie versprochen beim Abnehmen. Ein Glas Wasser vor den Mahl-zeiten ist billiger und hilft der Figur. Bei Kombucha und Brottrunk fehlt weitest-gehend der wissenschaftliche Beweis für die versprochenen Wirkungen.

Einzelheiten hat "Men‘s Health" in seiner am Mittwoch, 14. August, erschienenen Ausgabe veröffentlicht.

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