Gutes Sperma – langes Leben

Männer/Fortpflanzung/Medizin - Die Macho-Tour bekommt Spermien schlecht

Hamburg – Männer mit Spitzen-Sperma leben länger, zumindest um etwa vier Jahre. Das berichtet das Männer-Lifestylemagazin "Men's Health" unter Berufung auf Untersuchungen der Universität Marburg. Danach sind gesunde Hoden, die das Zeug zum Zeugen haben, auch ein Zeichen guter Gesundheit des Mannes. Häufig aber sind es Alltagsgewohnheiten, die den Spermien die Lebenskraft rauben, bestätigen zahlreiche andere wissenschaftliche Forschungen.

So bezeichnet Prof. Wolfgang Schulze, Androloge am Uni-Klinikum Hamburg, das Rauchen als Spermien-Killer Nummer eins. Dagegen: „Das Rauchen aufzugeben erhöht die Chance, ein Kind zu zeugen, um 30 Prozent.“ Jens Jacobeit, Internist am Endokrinologikum Hamburg, warnt vor allzu engen Jeans, die die Hoden an den Körper pressen. Der Grund: Sie werden zu heiß. Denn Spermazellen vertragen nur 33 bis 35 Grad. Auch übermäßiger Genuss von Sojaprodukten kann die Spermien schädigen, berichtet „Men‘s Health“ in seiner soeben erschienenen Ausgabe. Sie mögen die in Soja enthaltenen pflanzlichen Östrogene nicht, erläutert Dr. Sheena Lewis vom Royal Victoria Hospital in Belfast. Das Fatale daran: Soja findet sich zunehmend als billiger Fleischersatz in Pizzen und anderen Fertiggerichten.

Psychische Belastungen und permanenter Stress bremsen die Produktion des männlichen Samens ebenfalls aus. Betroffen sind davon vor allem Männer, die sich als Machos an traditionellen männlichen Eigenschaften wie Dominanz, Stärke und Konkurrenzbereitschaft orientieren. Entwarnung geben die Forscher hingegen für das Handy in der Hosentasche. Der Hamburger Androloge Schulze bezweifelt, dass das Mobiltelefon den Hoden so nahe kommt, dass es der gesunden Spermienproduktion dazwischenfunken könnte.

Men's Health
15.11.2005

Men's Health
Leverkusenstr. 54, 22761 Hamburg
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