Läufer sind bessere Chefs

Kienbaum-Boss: Fitness-Training gehört zum Geschäft

Management/Gesundheit/Sport

Hamburg – Chefs, die sich körperlich fit halten, sind die besseren Vorgesetzten und erfolgreicheren Manager. Davon ist Dr. Walter Jochmann, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Kienbaum Management Consultants, überzeugt. "Wer nichts für seine Fitness tut, kann bei dem heute üblichen Ergebnisdruck wahr-scheinlich keine 30 Jahre im Management erfolgreich arbeiten", meint der 44jährige in einem Interview mit dem Männermagazin "BEST LIFE" – selbst regelmäßiger Läufer und Kraftsportler trotz 60- bis 80-Stunden-Arbeitswoche.

Fitness unterstützt seiner Ansicht nach zahlreiche Schlüsselqualifikationen von Führungskräften. Dazu zählen Überzeugungskraft, Dynamik, Belastbarkeit und gedankliche Schnelligkeit. Nicht zu unterschätzen sei das durch Fitness geprägte äußere Erscheinungsbild, da "die meisten Menschen 60 bis 70 Prozent der Informationen visuell verarbeiten”. Passt das Bild, hat es "selbstverständlich auch ökonomische Effekte”.

"Außerdem spart diese Art der Gesundheitsvorsorge Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte." Denn, so Jochmann zu "BEST LIFE": "In einem stark beruflich geprägten Leben sind Ausfallzeiten nicht zu unterschätzende Gefahrenquellen für die Karriere." Das Mittel- und Top-Management erkenne die Vorteile seit etwa fünf Jahren. Das Gleichgewicht von Arbeit und Leben gelte als ein Erfolgsfaktor, "für den einzelnen und auch für das Unternehmen".

Wie wichtig ein "klares Körperbewusstsein” für Führungskräfte ist, zeigen laut Jochmann Studien. Danach sind "zehn bis 20 Prozent aller Manager ab 35 Burn-out-gefährdet. Und viele berufliche Wechsel zwischen 38 und 48 sind eigentlich Folgen von Burn-out-Symptomen”.

Men's Health BEST LIFE
3.5.2002

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