Motivation zur Arbeit: Mit diesen 6 Tipps haben Sie mehr Spaß im Job

Mit diesen 6 Tipps haben Sie mehr Spaß im Job
Wir zeigen Ihnen, wie Sie wieder Spaß im Job bekommen

Ihr Job ist Mittel zum Zweck und Freude an Ihrer Arbeit haben Sie nur, wenn der Chef krank ist? Wir zeigen Ihnen, wie Sie (wieder) Spaß im Job bekommen

Montagmorgen, der Wecker klingelt: Eine lähmende Schwere überkommt Sie. Als wäre da ein Magnet, der Sie ans Bett fesselt. Außerdem sind Sie unfähig, einen positiven Gedanken zu fassen. Denn Sie denken an die Arbeit und fühlen sich, genau, schlecht. Sie würden sich eher von einem Drill-Sergeant zu 100 Burpees schreien lassen, als zur Arbeit zu fahren. Im Kopf ringen Sie mit den gleichen Fragen wie vergangene Woche: "Warum? Wofür? – Soll ich mich krankmelden?"

Montags ist das Frusthoch besonders ausgeprägt. Und die restlichen 4 Tage machen das Leben auch nicht lebenswerter. Aber: Sie können den Kampf gegen die Null-Bock-Stimmung gewinnen. Wie? Der Motivationsexperte und Life-Coach Steffen Kirchner (”Totmotiviert?: Das Ende der Motivationslügen und was Menschen wirklich antreibt (Dein Erfolg)”, Verlag: GABAL, etwa 30 Euro) kennt die Antwort. Er weiß, wie Sie die Lust für Ihren Job steigern. Allerdings: Sie sollten zunächst die wirklichen Gründe für Ihre Arbeitsunzufriedenheit herausfinden.

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Überlastung, Bore-Out, Mobbing, mangelnde Anerkennung – es gibt viele Gründe, warum man es morgens nicht mehr schafft motiviert aufzustehen
Überlastung, Bore-Out, Mobbing, mangelnde Anerkennung – es gibt viele Gründe, warum man es morgens nicht mehr schafft motiviert aufzustehen

Was sind Gründe für Frust am Job?  

Überlastung, Bore-Out, Mobbing, mangelnde Anerkennung – es gibt ein dutzend Gründe, warum es viele Menschen morgens nicht mehr schaffen motiviert aufzustehen. Sie selbst kennen aus eigener Erfahrung zweifellos noch weitere. Aber anstatt eine endlose Liste des Frustes zu starten, wollen wir, dass Sie endlich etwas daran ändern. Dafür müssen Sie an den Ursprung des Problems. "Es gibt 3 Faktoren,", erklärt der Experte. Diese Faktoren spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Erhaltung eines seelisch und körperlich gesunden Menschen oder Mitarbeiters. Ist die Balance zwischen den 3 Eigenschaften gestört, können gesundheitliche Probleme die Folge sein. Wie etwa krankhafte Demotivation oder Burn-Out. 

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Die 3 Faktoren die eine Rolle dabei spielen, ob man mit Motivation zur Arbeit geht, oder wie gelähmt im Bett liegen bleibt, sind: 

  1. Verstehbarkeit: In jedem Job gibt es Anforderungen. "Ein großer Frustfaktor ist, dass viele Menschen nicht verstehen, was sie da gerade machen", sagt Kirchner. Etwa im Bereich Digitalisierung. Viele sind einfach überfordert, weil sie nicht ausreichend vorbereitet wurden. Die Anforderungen sind für sie unstrukturiert und nicht vorhersagbar. Das führt zu Frust und Arbeitsunzufriedenheit. 
  2. Gestaltbarkeit: "Mitarbeiter wollen das Gefühl haben, selbst gestalten zu können. Sie wollen Verantwortung tragen," sagt Kirchner. Wer das Gefühl vermittelt bekommt, lediglich Befehlsempfänger zu sein, der wird keinen Spaß am Job haben. Er wird erst teilnahmslos und früher oder später dann unmotiviert zur Arbeit gehen. Eine Lose-Lose-Situation für Arbeitgeber und -nehmer. 
  3. Sinnhaftigkeit: "Es reicht nicht, nur zu verstehen, was und wie ich etwas zu tun habe", sagt Kirchner. Man sei dann nur ein Rädchen im Getriebe und das steigere auf Dauer die Unlust auf die Arbeit. Sie sollten wissen, warum und wofür Sie etwas tun. "Es ist wichtig, einen Kontakt zum eigentlichen Nutzen des Produktes zu haben." Erst dann bekommt die Anforderung ihre Bedeutung. Aber das Firmenziel ist nur die halbe Miete. "Fehlt der Sinn und die Perspektive in Bezug auf die eigene Entwicklung – außer, dass ich jeden Monat meine Kohle bekomme –, entsteht auch massiver Frust", warnt Kirchner. "Weil Sie sich dann anfangen, sich die Grundsatzfrage zu stellen: Warum tue ich mir das hier alles eigentlich an?"

    Geld macht übrigens nicht glücklich: Forschungsergebnisse zeigen, dass die meisten Bonus- oder Prämienzahlungen einen eher kurzfristigen Motivationseffekt haben. Haltbarkeitsdatum: 48 Stunden. Danach gärt der Frust über die Arbeit wieder an die Oberfläche.

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Werden Sie in Ihrem gegenwärtigen Job überhaupt richtig gefordert?
Werden Sie in Ihrem gegenwärtigen Job überhaupt richtig gefordert?

6 Tipps für mehr Motivation beim Job

Wir zeigen Ihnen hier 2 grundsätzliche Tipps, wie Sie wieder Spaß an der Arbeit bekommen und 4 Sofort-Maßnahmen, um sich im Job aus einem akuten Motivationsloch zu graben.  

Was kann ich für mehr Motivation bei der Arbeit tun?  

  1. "Beginnen Sie mit einem Beitrags-Leitbild", rät Kirchner: Fragen Sie nicht, was Sie haben. Fragen Sie sich: Was will ich bewirken durch meine Arbeit und meine Talente? Und was bin ich bereit zu geben? “Wenn Sie auf diese Fragen bisher keine Antworten hatten, dann ist die Chance sehr groß, dass Sie in der falschen Branche oder im falschen Job enden."
     
  2. Erstellen Sie eine Skala Ihrer Potenziale: Kreuzen Sie auf einer Skala von 1 (gar nicht) bis 10 (maximal) an, wie stark jedes Ihrer Talente in Ihrem gegenwärtigen Job überhaupt gefragt sind. Dadurch finden Sie heraus, ob Sie im richtigen Maße gefordert sind oder nicht vielleicht deutlich mehr in Ihnen steckt. "Viele Leute, die glauben, dass sie an einem Burn-Out leiden, haben in Wirklichkeit einen Bore-Out", sagt Kirchner. Sie sind nicht über-, sondern chronisch unterfordert. Sie haben zu wenig neue Reize, zu wenig Wachstumsimpulse.  

    Die Potenzial-Skala liefert Ihnen nicht nur wichtige Erkenntnisse über das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem gegenwärtigen Job. Sie bietet Ihnen auch die Möglichkeit, die eigene persönliche Entwicklung und Ihr Fortkommen mitzubestimmen. "Geld macht uns auf Dauer nicht glücklich, sondern nur das persönliche Wachstum hält uns motiviert", so Kirchner. Also schauen Sie zusammen mit Ihrem Vorgesetzten, dass Sie in Positionen der Verantwortung kommen. Dort können Sie Ihre Potenziale ausleben, werden richtig gefordert und entwickeln sich weiter.    

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Sie sind stark und schaffen alles: Also wetten Sie auf sich
Sprechen Sie positiv über Ihre gegenwärtige Arbeit

Wie schaffe ich es, morgens motiviert aufzustehen? 4 Sofortmaßnahmen 

  1. Ändern Sie den Fokus: Fragen Sie sich "Was ist das Gute daran, dass . . . ?" Dadurch betrachten Sie das Problem von einer anderen Seite. Sie fokussieren sich auf die Chancen und die guten Aspekte. 

  2. Benutzen Sie eine andere Sprache: Passen Sie darauf auf, was und wie sie Dinge zu sich selber sagen. Welche Geschichte erzählen Sie sich gerade? Die über einen Verlierer oder einen Gewinner? Darüber, dass alles nur schlecht und demotivierend ist? Nutzen Sie die Kraft der Sprache und der Selbstprogrammierung. Aufbauend auf dem ersten Punkt: Sprechen Sie positiv über die gegenwärtige Situation. Etwa: "Das ist eine neue Herausforderung für mich, an der werde ich wachsen!"

  3. Versuchen Sie körperliche Aktivitäten: Es geht nicht nur um Sport, sondern ums klassische Schauspielern. "Wenn Sie morgens aufstehen und denken: 'Oh nein, heute geht irgendwie nichts', ziehen Sie nur für ein paar Minuten ein Schauspiel auf. Als wäre heute einer jener glorreichen Tage, an denen alles funktioniert." Dazu gehört auch eine aufrechte Körperhaltung und ein Lächeln. "Dadurch verändern sich die Emotionen, denn die folgen der körperlichen Bewegung", rät Kirchner.  

  4. Machen Sie einen 5-Minuten-Deal: Diese effektive Kurzzeit-Technik hilft bei Prokrastination. Kirchner: "Wer eine Aufgabe vor sich herschiebt, weil sie zu schwer oder zu langweilig ist, sollte folgende Abmachung mit sich selbst ausmachen." Sagen Sie: "Ich verpflichte mich jetzt, nicht die Aufgabe ganz zu erledigen, sondern mich nur 5 Minuten an diese Aufgabe zu setzen. Danach schaue ich, ob ich weiterhin so angewidert von der Aufgabe bin wie vor Beginn. Ist das der Fall, höre ich wieder auf." In über 90 Prozent der Fälle machen die meisten mit der Aufgabe weiter, weiß Kirchner. Denn die Überwindung des Beginnens ist eine Selbstwirksamkeits-Erfahrung. Sie haben den sogenannten inneren Schweinehund erfolgreich überwunden.

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Entwickeln Sie ein positives Selbstbild. Dann steigt auch Ihr Selbstbewusstsein.
Sehen Sie das Privatleben nicht als Ausgleich, sondern als Ergänzung zum Berufsleben

Wie bekomme ich eine Work-Life-balance hin?

Statt der Suche nach einer Work-Life-Balance rät Kirchner zu einer Work-Life-Romance. Denn Arbeitszeit ist eben auch Lebenszeit: Von 52 Wochen im Jahr arbeiten wir 47. "Wenn ich Urlaub, die 2 Tage Freizeit am Wochenende oder ein Hobby benötige, um mich zu erholen von meiner Arbeit, dann ist das ein Hinweis darauf, dass es nicht viel an meiner Tätigkeit gibt, was mich glücklich macht und mir Energie zurückgibt."

Eine Work-Life-Romance dagegen sieht das Privatleben nicht als Ausgleich, sondern als Ergänzung zum Berufsleben. Wer einen Beruf gefunden hat, der zu den eigenen Talenten und Lebensvorstellungen passt, wird die Tätigkeit eher als Bereicherung und nicht als Belastung wahrnehmen.

"Jeder hat jeden Tag die Möglichkeit, eine Entscheidung über sein Leben zu treffen", so Kirchner. "Das ist die Eigenverantwortung, die Sie für das eigene Leben haben." Fragen Sie sich: Was ist meine Lebensvision? Es geht nicht darum, den Job zu kündigen und alles hinzuschmeißen. Entscheidend ist nicht, das erdachte Ziel zu erreichen. Entscheidend ist, dass Sie sich in Bewegung setzen für Ihre persönliche Weiterentwicklung. Anders gesagt: Der Weg ist Ihr Ziel.

Fazit: Suchen Sie nach den Ursachen

Es ist normal, hin und wieder unmotiviert von der Arbeit zu sein oder schwer morgens aus dem Bett zu kommen. Dagegen helfen unsere 4 Sofortmaßnahmen. Ist dieses Gefühl jedoch chronisch, sollten Sie handeln. Vorsicht: Begehen Sie nicht den Fehler, nur die Symptome zu bekämpfen, wie Trägheit oder depressive Verstimmungen. Forschen Sie nach den Ursachen für Ihre Arbeitsunzufriedenheit und nutzen Sie unsere Tipps für mehr Motivation beim Job. So gehen Sie ganzheitlich an das Problem heran. Nur so wird Ihnen die Arbeit wieder mehr Spaß machen. 

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