Özdemir gewinnt beim Mode-TÜV

Kanzler die Nr. 2 – Ströbele wie aus der Altkleidersammlung

Hamburg – Des Kanzlers Kleider sind doch nicht die chicsten. Der am besten gekleidete deutsche Politiker ist der Grüne Cem Özdemir. Davon sind drei namhafte Journalistinnen als Kennerinnen der Politszene überzeugt. Sie schickten im Auftrag des Männermagazins ”Men’s Health” Deutschlands Politiker-Prominenz auf den Laufsteg. Am allerschlechtesten schnitt dabei ebenfalls ein Grüner ab, Hans-Christian Ströbele. Das vernichtende Urteil in der Mode-Sonderausgabe ”Best Fashion”: ”Wahllose Kleidung, ein bisschen wie aus der Altkleidersammlung.”

Am roten Kanzler Gerhard Schröder, noch vor einem Jahr unangefochtene Nummer eins, bewunderten die drei Damen nur mehr ”seinen Mut zu modernen Krawatten, die auch schon mal rosa sind.” Viel mehr angetan waren sie von den ”seidenschimmernden Anzügen” des Grünen Özdemir, in denen er sich ”telegen bewegt”. Gleich nach dem Kanzler gefiel der FDP-Noch-Generalsekretär Guido Westerwelle, der ”im Gegensatz zu vielen grauen Mäusen in der Politik auch mal Erdtöne trägt”. Und noch ein Grüner macht Dressman-Karriere, Bundesaußenminister Joschka Fischer, der ”klassisch elegant” auf Platz vier daherkommt. Bewunderung für den fünften im Bunde der Stilvollen, den PDS-ler Gregor Gysi, der es ”als relativ kleiner Mann schafft, mit seinen Anzügen größer zu wirken, als er ist”.

Nach Ströbele, der den Reformstau im Kleiderschrank anführt, kommt Hessens CDU-Ministerpräsident Roland Koch mit ”faden Farben, sperrenden Jacketts und unsäglicher Frisur” kaum besser weg. ”Beamtenschick” und nicht modische Brille muss sich Bundesfinanzminister Hans Eichel gefallen lassen. Noch-FDP-Parteivorsitzender Wolfgang Gerhardt sollte endlich mal merken, dass er seine Krawatten zu kurz bindet, und Baden-Württembergs CDU-Ministerpräsident Erwin Teufel gefällt sich offenbar ”farblos und bieder in sehr altem Schick”.

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