Positiv denken lernen: Mit diesen 7 Tipps werden Sie zum Optimisten

Mann liegt entspannt in der Hängematte
Positiv denken macht nicht nur glücklich, sondern auch gesund und erfolgreich

Optimisten haben es leichter im Leben, also: Denken Sie in Zukunft positiver. Mit unseren Tipps sind Sie sogar Montags gut drauf

Na, wenn der Tag schon so beginnt: Der Wecker klingelt nicht, und Sie verschlafen. Später dann auf dem Weg zur Arbeit fährt Ihnen jemand ins Auto. F**k, heute geht wirklich ALLES schief! Kennen Sie solche Gedanken auch? Dann sind Sie ein lupenreiner Pessimist. Also einer von diesen Menschen, die sich mit positiven Gedanken schwertun; die Zweifel haben an fast jeder Theorie und der Machbarkeit jedes Projekts, ganz gleich, ob es "den heutigen Tag retten" heißt oder ob es eines ist, bei dem Sie dem Boss heute Lösungen aufzeigen müssen.

Warum ist positiv denken so wichtig?

Wer sich stattdessen auf die positiven Ereignisse und Dinge fokussieren kann, kurz: ein echter Optimist ist, ist nicht nur besser drauf, sondern tut sogar seiner Gesundheit etwas Gutes: Wenn Sie krank sind oder sich gerade von den Folgen eines Unfalls erholen, führt eine ordentliche Portion Optimismus dazu, dass Sie schneller genesen. Die optimistische Denke pusht laut Experte Weidner die Heilungsprozesse und kann sogar dafür sorgen, dass Sie länger leben – Studien zufolge um bis zu 19 Prozent!

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Positiv denken macht erfolgreicher

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Menschen mit einer positiven Lebenseinstellung in der Regel erfolgreicher sind. "Sie halten sich nicht so lange mit Fehlern auf. Unterläuft ihnen ein solcher, sagen sie sich: Der Grund liegt bei anderen, nicht bei mir – ich bin nur für die Erfolge verantwortlich. Das ist zwar eine Lebenslüge – und das wissen sie auch –, aber sie tut gut. Mit dem Gedanken, selbst nichts falsch gemacht zu haben, schläft man gut und geht fröhlich durch den Tag", so Buchautor Weidner ("Optimismus – warum manche weiter kommen als andere", Campus, um 20 Euro).

Wieso fällt positives Denken vielen so schwer?

Wenn Optimismus doch so viele Vorteile hat, wieso fällt er dann vielen so schwer? Erstmal haben Optimisten in Deutschland keinen besonders guten Ruf. "Hier machen Sie 100 Sachen korrekt und 3 Fehler – dann werden Ihnen garantiert nur die Fehler vorgehalten. Über Ihre Erfolge spricht niemand", erklärt Weidner. Optimisten werden hier eher für naiv und lebensfremd gehalten, Pessimismus hat dagegen Stil. Und wer nie vom Guten ausgeht, der wird auch nicht enttäuscht, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach bestätigt. Doch das ist ein Trugschluss durch die selbsterfüllende Prophezeiung. Denken Sie dran: Egal ob Sie vorher denken, dass Sie etwas schaffen oder nicht schaffen, Sie behalten Recht. 

Schaffen Sie eine Balance

Natürlich sollten Sie nicht verblendet durchs Leben gehen, als wäre es ein Ponyhof voller zuckerschleckender Einhörner. Die Kunst ist es, aus jeder Situation das Beste zu machen, sich Erfolgserlebnisse zu gönnen und sich Rückschlägen nicht einfach hinzugeben. Weidner zufolge geht es nicht darum, sich zwischen den beiden Polen entscheiden zu müssen. Wie so oft im Leben geht es um Gleichgewicht. Betrachtet man etwa die Struktur eines Unternehmens, braucht es ein ausgewogenes Team. Darunter jene, die eine Idee um jeden Preis voranbringen wollen und können. Und die anderen, die darauf aufpassen, dass nicht jeder Preis dafür bezahlt wird – sonst stürzt das Unternehmen in die roten Zahlen. Weidner: "Es ist gut, wenn die Top-Führungskraft eher ein Optimist ist, der an Projekte glaubt und das Team nach vorne bringen kann. Nötig sind aber auch Pessimisten, die meist in der Controlling- oder Compliance-Abteilung sitzen. Sie raten oft, ein Projekt kleiner zu gestalten, so dass die Firma überleben kann." Damit Ihr Team oder Freundeskreis eine gute Mischung abgibt, empfiehlt Weidner jedem Optimisten, einen Pessimisten im direkten Vertrauensumfeld zu haben. Wir sind optimistisch und glauben daran, dass Sie das hinbekommen! 

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7 Tipps, um sofort positiver zu denken

Sie sind ein unverbesserlicher Pessimist? Geben Sie die Hoffnung nicht auf! Wenn Sie kritische Situationen in Ihrem Leben mit einem Lächeln überwinden und Weckerausfälle, Autounfälle und Kritik einfach übergehen möchten, dann sei Ihnen gesagt: Es ist möglich – und viel leichter, als Sie denken. Mit diesen 8 Übungen schaffen Sie es, Ihr alltägliches Denken auf Positiv umzupolen:

1. Erkennen Sie negative Gedankenmuster

Nehmen Sie sich pro Tag zweimal die Zeit, negative Gedanken aufzuschreiben. Aber notieren Sie alles nur, fangen Sie nicht an zu analysieren. Auf diese Weise schaffen Sie ein Bewusstsein für Ihre negativen Denkmuster, können diese künftig schneller und besser erkennen und angemessen gegensteuern.

2. Nutzen Sie den "Above-Average-Effekt"

„Versuchen Sie, sich selbst immer als über dem Durchschnitt liegend zu empfinden, ob begründet oder unbegründet. Denken Sie sich zum Beispiel, dass Sie im Job besser sind als mindestens die Hälfte Ihrer Kollegen.“

3. Notieren Sie sich Lob und Komplimente

Legen Sie eine Liste an, die alle Komplimente enthält, die Sie bekommen. Dabei kann es um Ihr Outfit, Ihre nette Mail oder Ihre Trainingsfortschritte gehen. Sie nehmen in die Liste einfach alles auf, was Sie kriegen können.

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Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einer Konferenz und werden in drei Punkten kritisiert. Als Pessimist würden Sie demotiviert aus dem Meeting gehen und die nächsten Tage schlecht gelaunt sein. Ein Optimist hingegen sieht 3 Kritikpunkte, die etlichen Komplimenten auf seiner Liste gegenüberstehen. So geht er mit einem guten Gefühl aus der Konferenz.

Mann im Sessel
Ohne Zeitdruck sind Sie entspannter und besser drauf.

4. Nehmen Sie Druck raus

Stress ist ein echter Stimmungskiller. Nein, nicht der "gute" Stress, der Sie eine Aufgabe schneller erledigen lässt. Gemeint ist Zeitdruck. Versuchen Sie, für jede einzelne Aufgabe mehr Zeit einzuplanen, so lässt sich der Druck verringern.

5. Meiden Sie Miesmacher

Es gibt Menschen, die jeden Tag schlechte Laune haben, Sie mit destruktiver Kritik überladen und Ihre Ideen regelrecht zerfleischen. Solche „toxic people“, also giftige Menschen, haben in Ihrem Umfeld nichts verloren und auch Kollegen dieser Art sollten Sie so gut es geht meiden.

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6. Bleiben Sie offen für Möglichkeiten

Sie glauben fest, dass Sie vom Pech verfolgt werden? Gerade nach negativen Erlebnissen sollten Sie lieber alle denkbaren positiven Aspekte und Optionen in Ihre Betrachtung einbeziehen. So kann etwa eine Kündigung auch die Chance für einen Neuanfang sein. Versuchen Sie, nicht nur schwarz zu sehen.

7. Machen Sie Ihr Essen bunter 

Einer Harvard-Studie zufolge lassen sich in Optimistenblut höhere Carotinoid-Werte nachweisen als im Lebenssaft von Pessimisten. Diese Antioxidantien stammen zum Beispiel aus Lebensmitteln wie Karotten und Paprika, Tomaten und Orangen. Greifen Sie bei Ihren Mahlzeiten vermehrt zu buntem Gemüse!

Diese 5 Tools helfen Ihnen dabei, positiver zu denken

Optimismus-Tool 1: die App Positivity Tracker

Mit dieser App können Sie Ihre mentale Einstellung festhalten. Sie notieren, wie positiv oder negativ Sie gerade denken, bekommen kleine Optimismus-Übungen und sehen Ihre Fortschritte dabei.

Optimismus-Tool 2: ein Gummiband

Konditionieren Sie sich, positiv zu denken: Binden Sie sich das Gummiband um das Handgelenk. Sollten sich dunkle Gedanken in Ihrem Hirn einnisten, ziehen Sie an dem Teil und lassen es zurückschnellen. Diese kleine Dosis Schmerz hilft Ihnen, sich negative Denkweisen bewusst zu machen, so dass Sie daran arbeiten und sie verändern können.

Optimismus-Tool 3: die App Positive Thinking

Lassen Sie sich täglich positive Nachrichten schicken. Die regelmäßigen, kleinen Aufmunterungen machen Optimismus alltäglich, und Sie erhalten auch in anderen Kategorien Motivationssprüche, wie zum Beispiel "Fitness" oder "Zen&Anti-Stress". Einziges Manko: Die App gibt es nur auf Englisch

Optimismus-Tool 4: die App Stop Negative Thinking

Negative Gedanken stoppen mit Hypnose, das ist das Konzept dieser App. Jeden Tag hören Sie etwa 25 Minuten das Entspannungstraining, das eine Kombination aus klassischer Hypnose und mentalem Coaching ist. Die App kostet etwa 2€. 

Optimismus-Tool 5: ein Dankbarkeitstagebuch

Wer bei Tagebüchern nur an ein kitschiges Buch mit billigem Schloss im Nachtschrank eines Teenager-Mädchens denkt, liegt falsch. Spätestens seit dem Trend von "Bullet Journals" sind die Notizhefte wieder salonfähig. Notieren Sie sich jeden Tag, was Ihnen Positives passiert ist, zum Beispiel Ihre persönlichen 3 Highlights. Auch wenn Sie sich am Anfang damit schwertun, nach kurzer Zeit fallen Ihnen sicherlich ganz schnell mehr als nur 3 ein.

>>> So überwinden Sie Ihre Unzufriedenheit

Optimismus lohnt sich! Und ist gar nicht so schwer, wenn Sie unsere Tipps befolgen (doch, das klappt, ganz sicher!). Wir sind optimistisch und glauben daran, dass Sie das hinbekommen!

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