Promille-Tester schwindeln

Men‘s Health-Test: Auch Polizeigerät arbeitet nicht genau

Hamburg – Auf Promille-Tests aus dem Elektronikshop oder der Apotheke ist kein Verlass. Weder Atemalkoholgeräte noch Speichel- und Urinteststreifen liefern zuverlässige Angaben, berichtet die Männer-Lifestylezeitschrift "Men's Health" in ihrer aktuellen Ausgabe.

Im Vergleich zu medizinischen Blutproben reichten die Fehlerquoten bei einem Test des Magazins von erheblich zu niedrigen bis zu wesentlich überhöhten Promillewerten. Selbst das von der Polizei eingesetzte Alcoquant C-Gerät arbeitet nicht korrekt – es misst gegenüber der letztlich rechtsrelevanten Blutprobe stets geringfügig weniger.

Wer den „Fahnen-Eid“ guten Gewissens leisten will, sollte sich deshalb besser an Erfahrungen aus den Blutproben halten. Danach wurden bei den männlichen Testtrinkern (70 kg schwer, 1,75 Meter groß) nach dem ersten Bier (0,33 Liter) 0,21 Promille, nach dem zweiten Bier (eine halbe Stunde später) 0,35 und nach der dritten Pulle 0,45 Promille ermittelt. Zur Erinnerung: Schon 0,3 Promille können bei einem Unfall den Führerschein kosten, bei 0,5 ist er sicher weg.

Bestenfalls zur Abschreckung geeignet sind Speichel- und Urinteststreifen. Sie signalisierten im Test bereits nach dem ersten Bier einen Alkoholspiegel von 0,4 Promille. Auch nach dem dritten Glas änderte sich dieser Wert nicht.

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