Resteessen: Die besten Rezepte, um nie wieder Lebensmittel wegzuwerfen

Lecker, heute gibt's Reste!
Reste von Lebensmittel gehören nicht in die Tonne, sondern clever verarbeitet in kreative, unkomplizierte und vor allem leckere Gerichte

82 kg Lebensmittel wirft jeder von uns pro Jahr in den Müll. Dabei lassen sich Eier, Nudeln, Reis oder Kartoffeln vom Vortag wunderbar verwertet. Wir zeigen dir die genialsten Rezepte für eine schnelle, leckere Resteverwertung

Achtung, die nachfolgenden Zahlen sind erschreckend: 18 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jährlich im Müll. Du glaubst, daran sind vor allem all die Restaurants und Supermärkte schuld? Leider nein: Laut einer Studie der Universität Stuttgart wirft jeder pro Jahr durchschnittlich 82 Kilo Obst, Gemüse & Co. weg. Sprachlos? Das ist nicht nur schade für den eigenen Geldbeutel, sondern auch aus ökologischer Sicht ehrlicherweise ein Desaster. Den Großteil davon könnte man nämlich durchaus vermeiden – dafür müssen aber alle mithelfen. Also fang bei dir an: Durch die clevere Zweitverwertung von Resten machst du aktiv etwas gegen die wachsende Lebensmittelverschwendung.

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Wir verraten dir, wie du ganz einfach eine gesunde Mahlzeit aus den Essensresten in deinem Kühlschrank zubereiten kannst.

3 gute Gründe, warum du Reste von Lebensmitteln künftig verwerten solltest

1. Kein schlechtes Gewissen mehr

Jedes weggeschmissene Lebensmittel ist eines zu viel. Sei es, weil es abgelaufen ist oder einfach nicht aufgegessen wurde. Das tut jedem halbwegs bewusst lebendem Mann weh. Befreiend hingegen ist es, das Essen bis zum letzten Krümel zu verwerten. 

2. Kalorien sparen mit aufgewärmten Nudeln

Wer Nudeln oder Kartoffeln aufwärmt, spart dadurch Kalorien. Der Grund: resistente Stärke. Die entsteht nach dem Erkalten von erhitzten, stärkehaltigen Lebensmitteln. Ein Teil der Stärke (rund 10 Prozent) ändert dabei seine Struktur, kann so im Dünndarm nicht abgebaut werden und landet unverdaut im Dickdarm. Dort wirkt sie sich positiv auf die Darmgesundheit aus. Der Körper kann aus der resistenten Stärke aber keine Energie ziehen, da sie keinen kalorischen Wert hat. 

Aufgewärmte Pasta vom Vortrag hat tatsächlich weniger Kalorien als die frisch gekochte Variante
Wusstest du, dass aufgewärmte Pasta kalorienärmer ist als frisch gekochte

3. Geld und Zeit sparen dank Resten vom Vortag

Durch cleveres Verwerten von Resten sparst du eine Menge Geld beim Einkauf. Überlege dir am besten vor jedem Gang in den Supermarkt, was du in der Woche kochen willst und plane deine Mahlzeiten, anstatt jeden Abend genervt an der Kasse zu stehen. Gutes Stichwort: Meal Prep. Vorkochen liegt voll im Trend. Mit einer schicken Lunchbox kannst deine Mahlzeiten dann ganz easy mit zur Arbeit nehmen. 

Wie lange halten sich Reste?

Fast alle Gemüsesorten (außer Pilze) und viele stärkehaltige Lebensmittel, wie Pasta oder Reis, eignen sich hervorragend für eine Zweitverwertung am nächsten Tag. Du kannst sie nach dem Erhitzen im Kühlschrank problemlos lagern. Nudeln und Kartoffeln halten sich dort 3 bis 4 Tage, Reis rund 2 Tage. Zubereitete Eier-Gerichte solltest du nicht aufheben und aufwärmen, sondern direkt verspeisen. 

Außerdem wichtig, wenn es um die generelle Haltbarkeit von Lebensmitteln geht: Wenn ein Jogurt laut Mindesthaltbarkeitsdatum nur bis vorgestern haltbar war, heißt das nicht, dass er ab sofort tödlich giftig ist und ungeöffnet in der Tonne landen muss. Warum sollte eine Zahl auf einem Deckel zuverlässiger sein als dein eigenes Urteilsvermögen? Infos hierzu liefert auch die Homepage zugutfuerdietonne.de des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Hier heißt es beispielsweise zum Mindeshaltbarkeitsdatum: "Diese Angabe ist kein Wegwerfdatum, sondern eine Empfehlung des Herstellers, das Produkt in dieser Frist aufzubrauchen. Denn bis dahin garantiert er die spezifischen Eigenschaften des Produkts wie Geschmack und Geruch, Farbe, Konsistenz und Nährwert. Mit Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ist ein Lebensmittel also nicht automatisch schlecht."

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Grundsätzlich gilt: Sehen die Reste nach ein paar Tagen nicht mehr appetitlich aus oder riechen komisch, entsorge sie im Zweifelsfall lieber.

Diese Basics solltest du immer zu Hause haben

Wer einen gut gefüllten Vorratsschrank hat, muss nicht hungern, wenn die Zeit mal nicht zum Einkaufen reicht. Denn mit der einen oder anderen gesunden Konserve im Haus kannst du aus den Resten viele verschiedene Mahlzeiten zubereiten. Immer gut, zu Hause zu haben:

  • Dosen-Thunfisch
  • Konserven, wie Mais, Kidneybohnen & Co. 
  • Tiefkühl-Gemüse, wie Brokkoli
  • fertige Tomatensauce / passierte Tomaten 
  • Zwiebeln und Knoblauch
  • Allround-Öl, z.B. Rapsöl 
  • Senf und Tomatenmark
  • Gemüsebrühe

4 Rezept-Ideen für ein kreatives und leckeres Resteessen

Es gibt zahlreiche Apps (zum Beispiel "Zu gut für die Tonne") und Websites (wie Restegourmet.de), die dir dabei helfen, passende Rezepte für deine Reste zu finden. Du gibst einfach die Lebensmittel ein, die du zu Hause noch rumliegen hast und es werden dir Vorschläge gemacht.

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Wir haben hier vier Ideen für dich parat, was du mit übriggebliebenen Nudeln, Reis, Kartoffeln und rohen Eiern machen kannst. Wenn du zusätzlich zu den Zutaten noch andere Lebensmittel griffbereit hast, wie Speckwürfel oder Parmesan,  kannst du unsere Rezepte natürlich auch damit verfeinern. 

1. Rohe Eier: Schnelles Shakshuka

Shakshuka kommt ursprünglich aus Tunesien, wird aber auch in Israel gerne schon zum Frühstück oder eben als Lunch gegessen. 

Aus rohen Eiern wird ruckzuck Shakshuka
Rohe Eier lassen sich super zu einem leckeren Shaksuhka verarbeiten, das sich sogar perfekt als warmes Frühstück eignet

Zutaten für 1 Portion:

  • 1/2 Zwiebel
  • 1 EL Rapsöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 2 Eier 
  • Salz und Pfeffer
  • TK-Petersilie

Zubereitung: Zwiebel fein würfeln und in einem kleinen Pfanne in Öl anbraten. Tomatenmark dazugeben, kurz anbraten und mit Dosen-Tomaten ablöschen. Salzen und pfeffern. Eier aufschlagen und vorsichtig in zwei Mulden in der Tomatensauce gleiten lassen. Eier 4 bis 5 Minuten in der Sauce stocken lassen, am besten dabei einen Deckel auf die Pfanne geben. Zum Schluss mit Petersilie garnieren.

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2. Gekochte Kartoffeln: Schneller Kartoffelsalat

Wer Kartoffel-Reste zu Hause hat, macht daraus häufig Bratkartoffeln. Die sind zwar lecker, aber auch ziemlich fettig. Die bessere und kalorienärmere Wahl: ein schneller Kartoffelsalat – ohne Mayonnaise und ohne viel Aufwand.

Kartoffelsalt geht auch ohne Mayonnaise
Wem Bratkartoffeln zu fettig sind, der kann Kartoffeln vom Vortag auch wunderbar für einen leichten Kartoffelsalat verwenden

Zutaten für 1 Portion: 

  • 250 g gegarte Kartoffeln vom Vortag 
  • 1 kleine Zwiebel
  • 70 ml Gemüse- oder Rinderbrühe
  • 1/2 TL Senf
  • 1 EL Weißweinessig
  • 1 EL Öl
  • 1 Prise Zucker
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung: Kartoffeln in Scheiben schneiden, Zwiebel würfeln. Salat mit Senf, Essig, Öl, Zucker, Salz und Pfeffer verrühren. Brühe mit heißem Wasser aufgießen und dazu geben. Salat bei Bedarf mit Kräutern verfeinern.

3. Gekochte Nudeln: Frittata

Schon wieder zu viele Nudeln gekocht? Überhaupt nicht schlimm, denn aus den Resten vom Vortag – egal ob Spaghetti, Farfalle oder Fusilli – kannst du eine hervorragende Frittata machen: 

Super lecker und schnell zubereitet: Frittata mit Nudeln vom Vortag
Super lecker und schnell zubereitet: Frittata mit Nudeln vom Vortag

Zutaten für 1 Portion: 

  • 250 Gramm gekochte Nudelreste
  • 2 Eier
  • TK-Kräuter 
  • 2 EL Rapsöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung: Ofen auf 190 Grad vorheizen. Eier mit Kräutern, Salz und Pfeffer verquirlen. Olivenöl in einer ofenfesten Pfanne erhitzen und die Nudeln dazugeben. Wenn noch Nudelsauce vom Vortag übrig ist oder sich Pesto im Vorratsschrank finden lässt, zu den Nudeln geben. Die Eiermischung über die Nudeln gießen und zirka 3 Minuten auf dem Herd stehen lassen. Dann die Pfanne auf mittlerer Schiene für zirka 10 Minuten im Ofen backen.

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4. Gekochter Reis: schneller Thunfischsalat

Wenn sich in der Vorratskammer noch eine Dose Tunfisch und Mais findet oder im Gefrierschrank noch Erbsen vorhanden sind, lässt sich ein sättigender und eiweißreicher Reissalat zubereiten.

Reis vom Vortag macht sich gut in einem schnellen Thunfischsalat
Reis vom Vortag macht sich gut in einem schnellen Thunfischsalat

Zutaten für 1 Portion: 

  • 150 g gekochter Reis 
  • 1/2 Dose Thunfisch 
  • 1 kleine Dose Mais oder Kidneybohnen
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Balsamico
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung: Ein schnelles Dressing aus Öl, Balsamico-Essig, Salz und Pfeffer zusammenrühren und mit den Reis-Resten vermengen. Dann den Inhalt aus den Konserven unter den Reissalat heben, fertig. 

>>> Unsere besten Thunfisch-Rezepte

Restlos zufrieden 

Bevor deine Essensreste beim nächsten Mal in der Tonne landen – stopp! Mit ein bisschen Kreativität und den richtigen Rezepten, kannst du sie künftig ganz einfach wiederverwerten. Das muss weder langweilig, ungesund, teuer noch aufwendig sein. Mit ein paar Basics kannst du Reste vom Vortag zu einer neuen, vollwertigen Mahlzeit aufpeppen.

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