Resteverwertung: 4 schnelle Ideen für leckeres Resteessen

4 clevere Ideen für übriggebliebene Reste
Schnelle Küche: So lecker kann Resteverwertung sein

Gestern mal wieder zu viele Nudeln gekocht? Bloß nicht wegschmeißen! Wir zeigen Ihnen, wie Sie Reste vom Vortag ganz einfach zu einer neuen, vollwertigen Mahlzeit zubereiten können

Es ist Sonntag, Sie haben einen riesen Kohldampf, aber vergessen einzukaufen? Im Kühlschrank befinden sich lediglich Spaghetti-Reste oder gekochte Kartoffeln vom Vortag, aber ansonsten herrscht gähnende Leere? Dann aufgepasst:

>>> Hunger, aber keine Kohle? Günstige Rezept-Ideen

Wir verraten Ihnen, wie Sie ganz einfach eine gesunde Mahlzeit aus den Essensresten in Ihrem Kühlschrank zubereiten können.

3 Gründe, Reste clever zu verwerten

1. Resteessen gegen Lebensmittelverschwendung

18 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jährlich im Müll. Jeder wirft pro Jahr durchschnittlich 80 Kilo Obst, Gemüse & Co. weg. Den Großteil davon könnte man durchaus vermeiden – dafür müssen aber alle mithelfen. Also fangen Sie bei sich an: Durch die clevere Zweitverwertung von Resten machen Sie aktiv etwas gegen die wachsende Lebensmittelverschwendung.

>>> Leckere Pasta-Rezepte

2. Kalorien sparen mit aufgewärmten Nudeln

Wer Nudeln oder Kartoffeln aufwärmt, spart dadurch Kalorien. Der Grund: resistente Stärke. Die entsteht nach dem Erkalten von erhitzten, stärkehaltigen Lebensmitteln. Ein Teil der Stärke (rund 10 %) ändert dabei seine Struktur, kann so im Dünndarm nicht abgebaut werden und landet unverdaut im Dickdarm. Dort wirkt sie sich positiv auf die Darmgesundheit aus. Der Körper kann aus der resistenten Stärke aber keine Energie ziehen, da sie keinen kalorischen Wert hat. 

15 gesunde Gerichte für den kleinen Geldbeutel
Aufgewärmte Pasta ist kalorienärmer als frisch gekochte

3. Geld und Zeit sparen dank Resten vom Vortag

Durch cleveres Verwerten von Resten sparen Sie mächtig Geld beim Einkauf. Und: Sie müssen seltener einkaufen gehen. Überlegen Sie am besten vor jedem Gang in den Supermarkt, was Sie in der Woche kochen wollen und planen Sie Ihre Mahlzeiten, anstatt jeden Abend genervt an der Kasse zu stehen. Gutes Stichwort: Meal Prep. Vorkochen liegt voll im Trend.

Wie lange halten sich Reste?

Fast alle Gemüsesorten (außer Pilze) und viele stärkehaltige Lebensmittel, wie Pasta oder Reis, eignen sich hervorragend für eine Zweitverwertung am nächsten Tag. Sie können nach dem Erhitzen im Kühlschrank problemlos gelagert zu werden. Nudeln und Kartoffeln halten sich dort 3 bis 4 Tage, Reis rund 2 Tage. Zubereitete Eier-Gerichte sollten Sie nicht aufheben und aufwärmen, sondern direkt verspeisen. 

>>> Diese 8 Lebensmittel sollten Sie immer bunkern

Grundsätzlich gilt: Sehen die Reste nach ein paar Tagen nicht mehr appetitlich aus oder riechen komisch, entsorgen Sie sie im Zweifelsfall lieber.

Diese Basics sollten Sie immer zu Hause haben

Wer einen gut gefüllten Vorratsschrank hat, muss nicht hungern, wenn die Zeit mal nicht zum Einkaufen reicht. Denn mit der ein oder anderen gesunden Konserve im Haus können Sie aus Ihren Resten viele verschiedene Mahlzeiten zubereiten. Immer gut, zu Hause zu haben:

  • Dosen-Thunfisch
  • Konserven, wie Mais, Kidneybohnen & Co. 
  • Tiefkühl-Gemüse, wie Brokkoli
  • fertige Tomatensauce / passierte Tomaten 
  • Zwiebeln und Knoblauch
  • Allround-Öl, z.B. Rapsöl 
  • Senf und Tomatenmark
  • Gemüsebrühe

4 Rezept-Ideen für Ihr Resteessen

Es gibt zahlreiche Apps (zum Beispiel "Zu gut für die Tonne") und Websites (wie Restegourmet.de), die Ihnen dabei helfen, passende Rezepte für Ihre Reste zu finden. Sie geben einfach die Lebensmittel ein, die Sie zu Hause noch rumliegen haben und es werden Ihnen Vorschläge gemacht.

>>> DAS sollten Sportler immer im Kühlschrank haben

Wir haben auch vier Ideen für Sie parat, was Sie mit übriggebliebenen Nudeln, Reis, Kartoffeln und rohen Eiern machen können. Wenn Sie zusätzlich zu den Zutaten noch andere Lebensmittel griffbereit haben, wie Speckwürfel oder Parmesan, dann Sie unsere Rezepte ruhig damit verfeinern. 

1. Rohe Eier: Schnelles Shakshuka

Singles kennen das Problem: Da kauft man eine 10-er Packung Eier und weiß eigentlich gar nicht, wie man die alle so schnell aufbrauchen soll. Schon wieder Rührei? Wir zeigen Ihnen ein ganz einfaches und gesundes Rezept, wie Sie Ihre übrig gebliebenen Eier verwerten. 

Schnelles Shakshuka
Sie haben noch frische Tomaten oder Paprika im Haus? Dann rein damit ins Shakshuka

Zutaten für 1 Portion:

  • 1/2 Zwiebel
  • 1 EL Rapsöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 2 Eier 
  • Salz und Pfeffer
  • TK-Petersilie

So geht's: Zwiebel fein würfeln und in einem kleinen Pfanne in Öl anbraten. Tomatenmark dazugeben, kurz anbraten und mit Dosen-Tomaten ablöschen. Salzen und pfeffern. Eier aufschlagen und vorsichtig in zwei Mulden in der Tomatensauce gleiten lassen. Eier 4 bis 5 Minuten in der Sauce stocken lassen, am besten dabei einen Deckel auf die Pfanne geben. Mit Petersilie am Ende toppen. 

>>> 50 proteinreiche Eier-Rezepte

2. Gekochte Kartoffeln: Schneller Kartoffelsalat

Wer Kartoffel-Reste zu Hause hat, macht daraus häufig Bratkartoffeln. Die sind zwar lecker, aber auch ziemlich fettig. Die bessere und kalorienärmere Wahl: ein schneller Kartoffelsalat, und zwar ohne Mayonnaise und ohne viel Aufwand.

Schneller Kartoffelsalat
Noch ein Glas Würstchen im Haus? Dazu wäre der Kartoffelsalat die perfekte Beilage

Zutaten für 1 Portion: 

  • 250 g gegarte Kartoffeln vom Vortag 
  • 1 kleine Zwiebel
  • 70 ml Gemüse- oder Rinderbrühe
  • 1/2 TL Senf
  • 1 EL Weißweinessig
  • 1 EL Öl
  • 1 Prise Zucker
  • Salz und Pfeffer

So geht's: Kartoffeln in Scheiben schneiden, Zwiebel würfeln. Salat mit Senf, Essig, Öl, Zucker, Salz und Pfeffer verrühren. Brühe mit heißem Wasser aufgießen und dazu geben. Salat bei Bedarf mit TK-Kräutern verfeinern.

3. Gekochte Nudeln: Frittata

Kochen Sie auch immer zu viele Nudeln? Gar nicht schlimm, denn aus den Resten vom Vortag – egal ob Spaghetti, Farfalle oder Fusilli – können Sie eine hervorragende Frittata machen: 

Frittata
Sie können Ihre Frittata auch mit Speck verfeinern

Zutaten für 1 Portion: 

  • 250 Gramm gekochte Nudelreste
  • 2 Eier
  • TK-Kräuter 
  • 2 EL Rapsöl
  • Salz und Pfeffer

So geht's: Ofen auf 190 Grad vorheizen. Eier mit Kräutern, Salz und Pfeffer verquirlen. Olivenöl in einer ofenfesten Pfanne erhitzen und die Nudeln dazugeben. Wenn noch Nudelsauce vom Vortag übrig ist oder sich Pesto im Vorratsschrank finden lässt, zu den Nudeln geben. Die Eiermischung über die Nudeln gießen und zirka 3 Minuten auf dem Herd stehen lassen. Dann die Pfanne auf mittlerer Schiene für zirka 10 Minuten im Ofen backen.

4. Gekochter Reis: schneller Thunfischsalat

Wenn sich in der Vorratskammer noch eine Dose Tunfisch und Mais finden lässt oder im Gefrierschrank noch etwas Erbsen zu finden sind, lässt sich ein sättigender und eiweißreicher Reissalat zubereiten.

Schneller Thunfischsalat
Fix gemacht aus Konserven und Reis-Resten

Zutaten für 1 Portion: 

  • 150 g gekochter Reis 
  • 1/2 Dose Thunfisch 
  • 1 kleine Dose Mais oder Kidneybohnen
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Balsamico
  • Salz und Pfeffer

So geht's: Ein schnelles Dressing aus Öl, Balsamico-Essig, Salz und Pfeffer zusammenrühren und mit den Reis-Resten vermengen. Dann den Inhalt aus den Konserven unter den Reissalat heben, fertig. 

Fazit: Restlos zufrieden 

Essensreste können ganz einfach wiederverwertet werden und sind dabei weder langweilig, ungesund, teuer noch aufwendig. Mit ein paar Basics, wie Konserven, können Sie Reste vom Vortag zu einer neuen, vollwertigen Mahlzeit aufpeppen.