Jeden Monat richtig viel Geld sparen – so klappt's

Jeden Monat richtig viel Geld sparen – so klappt's
Sparen hat nicht zwangsläufig etwas mit Verzichten zu tun. Die meisten von uns wissen bloß nicht, mit welchen einfachen Tricks sie so viel mehr Geld am Monatsende übrig haben könnten

Am Ende des Monats sieht’s auf Ihrem Konto ziemlich mau aus? Dabei gibt es so viele einfache Wege, um richtig viel Geld zu sparen. Kennen Sie schon diese hier?

Gehören Sie auch zu denjenigen, die ein ungutes Gefühl am Geldautomaten beschleicht, wenn der aktuelle Kontostand angezeigt wird? Wegsehen und schnell verdrängen hilft hier tatsächlich am wenigsten. Stattdessen sollten Sie dringend eine Bestandsaufnahme Ihrer Ausgaben machen und mögliche Sparpotentiale aufspüren. Die gibt es nämlich bei jedem von uns – egal, wie es auf dem Konto aussieht.

Nachfolgend 8 Tipps für den Alltag, wie Sie effektiv Geld sparen, ohne verzichten zu müssen.

1. Geld sparen durch radikales Ausmisten

Mist, Sie hatten ja noch eine komplett neue Packung Klingen für den Rasierer, den Sie letzte Woche weggeschmissen haben. Und als Sie kürzlich im Keller etwas gesucht haben, ist Ihnen das Überbrückungskabel in die Hände gefallen, das Sie neulich verzweifelt gesucht und letztlich neu gekauft haben. Jetzt haben Sie zwei identische. Erkennen Sie sich wieder?

Wer zu den Menschen gehört, die ständig Dinge neu kaufen, weil sie so viel Kram besitzen, dass sie nichts wiederfinden – bitte dringend einmal innehalten! Das ist echt ärgerlich und ein ziemlich häufiger Grund, warum Sie unnötig viel Kohle aus dem Fenster schmeißen. Leider führt heilloses Chaos dazu, dass sich immer mehr Krimskrams ansammelt. Das ist nicht nur Geldverschwendung, sondern auch unter ökologischen Gesichtspunkten ziemlich bedenklich.

Klingt paradox, ist aber wahr: Je weniger Dinge Sie besitzen, desto unbedeutender wird der Wunsch permanent neue Dinge zu kaufen. Wer das nicht glaubt, sollte einmal radikal ausmisten und lernen, sich aufs Wesentliche zu beschränken. Das bringt nicht nur Ordnung im Kopf, sondern spart auch tatsächlich extrem viel Geld. Tipp: Ein ziemlich geniales Konzept in puncto Aufräumen und Ordnung halten liefert der Bestseller der Japanerin Marie Kondo (Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert, rororo (2013), ca. 10 Euro). 

2. Nicht jedem Trend hinterherlaufen

Zugegeben, die Auslage in den Klamottengeschäften macht es einem nicht immer leicht standhaft zu bleiben. Oder das wievielte Paar Sneakers haben Sie sich dieses Jahr schon gegönnt? Die Wahrheit ist: Wer viel im Kleiderschrank hängen hat, ist nicht unbedingt gut angezogen. Gerade bei der Garderobe gilt: Wenige, wirklich gute, qualitativ hochwertige Stücke sind um Längen besser als ein Haufen Kleider, die Sie gekauft haben, weil sie a) so günstig waren oder b) mal irgendwann im Trend lagen. Trennen Sie sich rigoros von Klamotten, in denen Sie sich noch nie wirklich wohl gefühlt haben, Ihnen einfach nicht stehen oder die Sie bislang nur noch nicht aussortiert haben, weil sie mal so schweineteuer waren. Das Geld ist ohnehin futsch und das Teil nimmt bloß Platz weg und erinnert Sie permanent daran, dass Sie Geld zum Fenster raus geworfen haben.

Haben Sie noch den Überblick über Ihre Finanzen?
Wissen Sie so genau, wer jeden Monat wieviel von Ihrem Konto abbucht?

Statten Sie sich lieber mit gut kombinierbaren Basics aus, die von Qualität zeugen und in die Kategorie „zeitlose Klassiker“ gehören. Ein einfaches weißes T-Shirt oder gut verarbeitete Chelsea Boots in braun oder schwarz zählen beispielsweise dazu. Sie werden erstaunt sein, wie gut sich die Stücke in Ihrem Kleiderschrank plötzlich miteinander kombinieren lassen, wenn sie wirklich zu Ihrem Style passen und von guter Qualität sind.

3. Den Überblick behalten hilft beim Sparen

Fänden Sie es nicht auch ziemlich ärgerlich, wenn das Fitnessstudio, bei dem Sie vor 3 Monaten gekündigt haben, immer noch Monat für Monat munter von Ihrem Konto abbucht und Sie merken nichts davon? Gibt’s nicht, denken Sie? Das passiert mehr Menschen, als Sie glauben. Eine Mischung aus Gutgläubigkeit und Faulheit führt nicht selten dazu, dass wir Ausgaben haben, die einfach nicht sein müssten, nur weil wir unser Konto nicht regelmäßig checken.

So antiquiert Ihnen diese Methode vielleicht im ersten Moment erscheinen mag – sie ist unerlässlich, wenn Sie Ordnung in Ihre Finanzen bekommen wollen: Führen Sie ein Haushaltsbuch! Oder können Sie sofort sagen, wie hoch eigentlich Ihre monatliche Mobilfunkabrechnung ausfällt, wie teuer Ihnen die Kfz-Versicherung zu stehen kommt und wann der Beitrag für die Hausratversicherung abgebucht wird? Wahrscheinlich nicht. Dank all der Daueraufträge, die wir hier und da eingerichtet haben, verlieren wir schnell den Überblick über unsere tatsächlichen Ausgaben.

Daher: Machen Sie eine Aufstellung Ihrer Fixkosten und notieren Sie zusätzlich alle Ausgaben, die Sie tätigen. Dazu zählt jeder Kaffee, jede iTunes-Rechnung und jedes Brötchen beim Bäcker. Nur so bekommen Sie auf Dauer ein Gefühl dafür, was Sie wirklich ausgeben und an welchen Stellen Sie sparen könnten. Es gibt übrigens auch kostenlose Apps wie "Money Control" oder "Mein Haushaltsbuch" fürs Smartphone, mit denen sich das ganz praktisch erledigen lässt.

4. Lassen Sie sich nicht von Ihrer Bank einlullen

Die freundliche Dame am Telefon möchte mit Ihnen über eine neue Form der Geldanlage sprechen und lädt Sie zum persönlichen Gespräch in Ihre Hausbank ein? Egal, ob Sie das Angebot annehmen oder nicht – halten Sie sich vor allem eines vor Augen: Anlageberater verkaufen Anlagen, weil sie Provisionen dafür bekommen. Der Glaube, die Bank hätte bei der Beratung Ihre Bedürfnisse statt der eigenen im Blick, ist schlichtweg naiv. Wie es besser geht, verraten gemeinnützige Online-Portale wie finanztip.de. Hier gibt es kostenlose Analysen und eine Beratung, die wirklich unabhängig ist.

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5. Clever die Welt bereisen

Wenn Sie durch die Timeline von Instagram scrollen, kommt es Ihnen so vor, als würde sich alle Welt ständig am Strand von Thailand oder Hawaii räkeln, nur Sie sitzen im Büro und fragen sich, wie all die Leute das eigentlich finanziell wuppen? Mit reichen Eltern oder millionenschweren Freundinnen an ihrer Seite? Nicht zwangsläufig; einige haben nur den Dreh raus, wie man extrem günstig die Welt bereist. Zum Beispiel so:

Auf couchsurfing.com bieten inzwischen rund 14 Millionen Menschen in mehr als 200.000 Orten überall auf der Welt eine Schlafcouch für Reisende an – und zwar kostenlos. Netzwerke, die ähnlich funktionieren: hospitalityclub.org, globalfreeloaders.com. 

>>>Das sind die schönsten Traumstrände weltweit

Unterkunft gegen Arbeit lautet der Deal bei wwoof.de. Klassiker: Wer ein paar Stunden auf dem Bauernhof mithilft, darf hier kostenlos wohnen und essen. 

Beim Wort Jugendherberge kommen schlimme Kindheitserinnerungen in Ihnen hoch? Zu Unrecht! Hostels und Jugendherbergen sind im Preis unschlagbar und in Sachen Qualität und Service gibt’s keinen Unterschied zu Hotels oder Ferienanlagen. Wer extra viel sparen will und wen schnarchende Mitmenschen nicht stören, kann ein Bett in einem Schlafsaal buchen. Vorteil daran: Sie können sich mit anderen Reisenden über Sehenswertes in der Umgebung austauschen und Anschluss finden. Individualreisende sollten sich vor Ihrem Urlaub auf lonelyplanet.com umschauen. Eine weltweite Hostelübersicht gibt's auf hostels.com.

Sie sind mal so richtig spontan? Dann probieren Sie Ihr Glück beim Blind Booking am Flughafen (Zum Beispiel über eurowings.com) Funktioniert, indem man (natürlich zu Sonderkonditionen) vorab ein Hotel in der gewünschten Klasse bucht. Der Clou dabei: Erst am Flughafen erfahren Sie, wohin der Trip geht, abhängig von der Auslastung bei den jeweiligen Anbietern.

6. Planen Sie Ihre Mahlzeiten

Wer seine Finanzen einmal aufdröselt und niederschreibt, wird schnell feststellen, dass ein Großteil des Geldes fürs Essen draufgeht. Daran ist auch nichts auszusetzen, sofern es sich um gute, frische und gesunde Lebensmittel handelt. Leider landet ein beträchtlicher Teil davon in der Tonne. Gestern frischen Spinat gekauft für den grünen Smoothie und heute doch mehr Lust auf Steak? Dann landen die Blätter sicherlich schon morgen im Müll.

Laut einer Studie der Universität Stuttgart wirft jeder von uns pro Jahr durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel weg. Das ist nicht nur Geldverschwendung, sondern auch aus moralischen Aspekten ziemlich mies. Planen Sie Ihre Mahlzeiten lieber wochenweise vor. Und werfen Sie mal einen Blick in Ihren Vorratsschrank. Wetten, dass Sie gar nicht wissen, was hier noch alles an Konserven & Co. bunkert und langsam verdirbt? Versprochen: Das spart massig Geld beim Lebensmittelkauf.

>>>Meal-Prep: So kochen Sie clever vor

Anderes Beispiel: Das Mindesthaltbarkeitsdatum. Warum sollte eine Zahl auf einem Deckel zuverlässiger sein als Ihr eigenes Urteilsvermögen? Bevor Sie Lebensmittel ungeöffnet wegschmeißen, nur weil das MHD überschritten wurde – stop! Öffnen, schauen, schnuppern! Sie dürfen sich hier tatsächlich auch auf Ihre Sinne und Ihren gesunden Menschenverstand verlassen. Hilfreiche Infos hierzu liefert die Homepage zugutfuerdietonne.de des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. 

7. Bezahlen Sie immer zuerst sich selbst

Legen Sie einen realistischen Betrag fest, den Sie jeden Monat auf ein Spar- oder Tagesgeldkonto einzahlen. Am besten immer am Monatsanfang, denn diese Investition sollte ab sofort oberste Priorität haben. Das ist strategisch gesehen besser, als lediglich den Betrag zurückzulegen, der am Monatsende übrig bleibt. Die Regel lautet demnach: Einnahmen minus Sparbetrag = Ausgaben.

8. Verscherbeln Sie Dinge, die Sie nicht mehr brauchen

Wo wir auch schon gleich wieder beim Thema „Ausmisten“ wären … Wenn Sie ohnehin gerade damit beschäftigt sind, unseren 1. Und 2. Punkt in die Tat umzusetzen – stop! Nicht alles einfach in die Tonne werfen. Gerade aus Markenklamotten, alten Handys, Videospielen, einigen Büchern und DVDs lassen sich wunderbar noch ein paar Euro herausholen. Ein Tipp, der zwar naheliegend erscheint, von einigen aber trotzdem nicht beherzigt wird: Verkaufen Sie saisonal! Ihre alte Skiausrüstung werden Sie im November sicherlich besser los als im Mai. Nachfolgend 3 geniale Apps zum Verscherbeln:

Shpock („SHop in your POCKet“) ist eine Flohmarkt-App ähnlich wie ebay Kleinanzeigen. Von Vintage-Fahrrädern über nicht länger genutzte Tablets und Handys bis hin zu ausgefallenen Secondhand-Möbeln.

momox ist eine ziemlich geniale Möglichkeit, um gebrauchte Bücher, CDs, DVDs oder PC-Spiele loszuwerden. Am einfachsten funktioniert es, wenn Sie sich die kostenlose App herunterladen und mit dem Smartphone Barcode-Nummer oder ISBN des Artikels auf der Rückseite einscannen. Sofort wird Ihnen angezeigt, wieviel Sie für den jeweiligen Artikel bekommen. Anschließend Lieferschein ausdrucken, alle Artikel in ein Paket stecken und kostenlos versenden. Wenig später landet das Geld auf dem eigenen Konto.

Hinter Swapper verbirgt sich eine Online-Tauschbörse für Gebrauchtes im TinderStyle. Hier wird getauscht, statt verkauft. Die App arbeitet mit einem Algorithmus, der passende Tauschpartner miteinander verknüpft, die dann untereinander Klamotten, Fahrzeuge, Werkzeug oder was auch immer munter tauschen können. Das spart Kohle und verbindet Menschen auf ziemlich geniale Weise miteinander.

Ergo: Sparen heißt nicht zwangsläufig, dass Sie ab sofort auf unglaublich viel verzichten müssen. Meist sind es die kleinen, clevere Tipps, die in Summe viel bewirken und letztlich dazu führen, dass Sie am Ende des Monats mit gutem Gefühl Ihren Kontostand checken können. Packen Sie’s an!

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