Schluss mit dem Ehe-Verhör

Studien: Rücksicht auf Geheimnisse stärkt die Beziehung

Hamburg – Kleine Geheimnisse erhalten die Partnerschaft. Wer in Verhör-Manier mehr wissen will, gefährdet sie, berichtet das Männermagazin "BEST LIFE" unter Berufung auf internationale Studien. Der "Beziehungsalarm" klingelt aber auch dann, wenn nur mehr über die Organisation alltäglicher Abläufe, wie Einkaufen und Wochenendaktivitäten, gesprochen wird, warnt der Paarpsychologe Dr. Hans Jellouschek. Die langjährige Beziehung allein sei noch kein Garant für das Wissen um den anderen.

Nach einer Studie der Pennsylvania State University entsteht innere Verbundenheit vor allem dann, wenn man die Gefühle des anderen nicht nur kennt, sondern sie auch nachvollziehen kann und respektiert. Und dazu zählt nach Jellouschek auch der Verzicht auf bohrende Nachfragen. Am besten lernen sich Paare gegenseitig kennen, wenn ihr Verhalten im Gespräch ähnlich ist, so die US-Psychologen – also beispielsweise der Schweiger und die Ruhige.

Wer allerdings irgendwann glaubt, den Partner vollkommen zu kennen, braucht sich nicht zu wundern, wenn urplötzlich die Türen knallen. Der Grund: Der Wissensstand ist veraltet. Prof. John Gottmann, Leiter des Seattle Marital und Familiy Institute, rät zu regelmäßigen Gesprächen über die Seelenlage. Diesen wiederholten Info-Abgleich bezeichnet er sogar als eines der Geheimrezepte für eine glückliche Ehe.

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