Selbstdisziplin lernen: 7 ultimative Tipps, um den inneren Schweinehund zu überwinden

Selbstdisziplin lässt sich erlernen und trainieren
Erfolg erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin. Unsere 7 Tipps helfen Ihnen dabei, den inneren Schweinehund loszuwerden

Egal ob beim Training, Abnehmen oder im Job. Ohne Selbstdisziplin gibt’s keinen Erfolg. Mit diesen Tipps hat der innere Schweinhund keine Chance

Diese Woche wieder nicht im Gym gewesen? Den Ernährungsplan links liegen gelassen und lieber einen fettigen Burger gegessen? Disziplin kann hart sein, wenn der innere Schweinehund so überzeugend ist. Die eigene Unzufriedenheit, seine Ziele nicht erreicht zu haben, ist aber noch härter. Damit ist jetzt Schluss! So trainieren Sie Tag für Tag Ihre Selbstdisziplin.

Was bedeutet eigentlich Selbstdisziplin?

Selbstdiszipliniert zu sein bedeutet, sich zu Herausforderungen und anstrengenden Aufgaben antreiben zu können und diese zu bewältigen – auch wenn man sie manchmal gar nicht tun will. Regelmäßiges Training, gesunde Ernährung und auch der Abwasch gehören zu den Sachen, die wir nur zu gerne immer aufschieben. "Selbstdisziplin ist sozusagen ein mentaler Muskel, mit dem man in der Lage ist, Ziele durchzusetzen", sagt Motivationscoach Dr. Steffen Kirchner aus Vilsbiburg.  Wie auch bei körperlichen Muskeln lässt sich dieser trainieren.

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Warum ist Selbstdisziplin so wichtig?

Einfach gesagt: Ohne Disziplin kein Erfolg. "Selbstdisziplin ist der Schlüssel zur Umsetzung der eigenen Begeisterung und Motivation", so Kirchner. Wenn Sie sich endlich das geliebte Sixpack antrainieren wollen, müssen Sie dem Sixpack Bier Adieu sagen. Wollen Sie Erfolg im Beruf, sollten Sie den Faulpelz in Ihnen den Kampf ansagen. Was viele wohl am meisten vernachlässigen, ist ausreichender Schlaf – dabei ist der so wichtig für Ihre Leistungsfähigkeit. Wer aber pünktlich ins Bett geht, trainiert nicht nur seine Selbstdisziplin, sondern gibt auch den Startschuss zur Verwirklichung seiner Ziele.

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Faulenzen ist verlockend, verspricht aber keinen Erfolg
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Darum lassen wir den inneren Schweinehund so oft gewinnen

Wie bequem es doch ist, lieber auf der Couch zu sitzen, Pizza zu bestellen, statt sich einen Salat zuzubereiten. Fest steht: Der innere Schweinehund ist sehr hartnäckig und weist uns stets nur den faulen, einfachen Weg auf. Bestimmt kommt Ihnen der Satz "Morgen fange ich richtig an" bekannt vor – ein klassisches Statement der Aufschieber. Doch diese Einstellung ist nicht in Stein gemeißelt: "Kein Mensch ist von Natur aus undiszipliniert, häufig fehlt einfach ein Antrieb", erklärt Kirchner. Heißt: Wenn Ihre Motivation und Willenskraft für eine Sache nicht stark genug ist, fehlt Ihnen auch die nötige Selbstdisziplin als Werkzeug zum Erreichen Ihrer Ziele.

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7 Tipps für mehr Selbstdisziplin

Wünschen Sie sich auch, endlich "nein" zum Faulenzen und "ja" zum Erfolg sagen zu können? Ohne ein hohes Maß an Selbstdisziplin ist das kaum möglich. Glücklicherweise ist jeder Mensch in der Lage, Disziplin zu erlernen.

1. Finden Sie Ihr "Warum"

"Selbstdisziplin ist kein Selbstzweck – es braucht einen Antrieb, der stark genug ist, damit Sie Ihre Ziele erreichen können", erklärt Coach Kirchner. Stellen Sie sich also die Frage: Wofür brenne ich? Was will ich erreichen, was vermeiden? Was soll am Ende dabei herausspringen? "Das Grundmotiv – das, was Menschen den Antrieb gibt – entsteht meist aus Begeisterung oder Schmerz. Erst wenn wir leiden oder für etwas brennen, wollen wir uns verändern", so der Motivationscoach.

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2. Machen Sie sich einen Plan

Wenn Sie Ihre Begeisterung für etwas geweckt haben, dann ist zwar der Startschuss gegeben, aber noch kein Plan zur Umsetzung gemacht. "Es ist wichtig, zeitlich orientierte und zielführende Pläne zu entwickeln", sagt Kirchner. "Bei Ihren Plänen ist es hilfreich, zusätzlich zu Ihrer 'To-Do-Liste' eine 'Not-To-Do-Liste' zu ergänzen" so Kirchner. Besonders Dinge, die Ihre Ziele gefährden, sollten Sie in diese Spalte schreiben und künftig vermeiden.

3. Fangen Sie klein an

Bleiben Sie jedoch realistisch: Gerade am Anfang sind häufig Baby-Schritte nötig, um schnell ein Erfolgserlebnis zu haben. Zu große Ziele in einem zu kurzen Zeitrahmen lassen Sie hingegen nur verzweifeln.

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4. Belohnen Sie sich für jeden kleinen Schritt

Um ein großes Ziel zu erreichen, brauchen Sie viel Zeit. Damit Sie auf dem langen Weg dorthin nicht die Motivation verlieren oder gar verzweifeln, sollten Sie sich auch für kleine Erfolge belohnen. Am besten nehmen Sie diese Belohnungen direkt in Ihren Plan mit auf: Die Aussicht auf einen Saunagang oder einem Männerabend am Wochenende stärkt auch Ihre Motivation am Ball zu bleiben. Jedoch sollte die Belohnung nicht Ihrem Ziel in die Quere kommen!

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5. Trainieren Sie täglich Ihre Willenskraft

Ähnlich wie Selbstdisziplin ist auch die Willenskraft ein mentaler Muskel, der trainiert werden muss. Kirchners Tipp: "Tun Sie jeden Tag eine Sache, die Ihnen schwer fällt." Das kann auch täglich eine andere Herausforderung aus anderen Lebensbereichen sein. Sie quälen sich beim Joggen ab? Springen Sie dennoch in Ihre Laufschuhe und laufen Sie los! Haushalt machen ist so langweilig? Staubsauger in die Hand und aufräumen! Solche Aufgaben zu bewältigen, verspricht nicht nur ein Erfolgserlebnis, sondern legt auch den Grundstein für eine starke Willenskraft. Selbstdisziplin bedeutet eben auch, Opfer zu bringen.

6. Gewinnen Sie Unterstützer

Die Hauptmotivation muss zwar von Ihnen kommen, jedoch ist auch die Unterstützung Ihrer Familie und Freunde maßgebend für die Umsetzung Ihrer Pläne. Informieren Sie sie über Ihre Ziele, damit Sie auf keine verwunderten Blicke treffen, wenn Sie plötzlich täglich laufen gehen oder Ihre Ernährung umstellen. Wenn Sie ihnen Ihre Begeisterung für Ihre Ziele deutlich machen, werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch mehr Verständnis für Ihr Vorhaben aufbringen. Denn was Sie brauchen sind Menschen, die Ihre Selbstdisziplin befürworten und verstehen.

7Ein Ziel nach dem anderen

Vorsicht: "Wenn Sie zu viel Energie in zu viele Aufgaben gleichzeitig investieren, geht Ihnen irgendwann die Kraft aus. Wichtig ist es, ein Projekt fokussiert für einen abgegrenzten Zeitraum anzugehen und erst dann sich der nächsten Herausforderung zu stellen", rät Kirchner. Wer beim Job und im Gym täglich glänzen möchte, gleichzeitig aber auch Hobbys, Freunde und Familie auf dem Zettel hat, wird früher oder später scheitern. "Selbst als Coach muss ich den Motivationslevel meiner Kunden manchmal dosieren. Wenn Sie übermotiviert an eine Sache rangehen, kann das auch zu Misserfolg führen", so Kirchner.  Setzen Sie Prioritäten! Finden Sie heraus, was Sie als erstes erreichen wollen und fokussieren Sie sich darauf. Vernachlässigen Sie dabei aber niemals die wichtigen Dinge im Leben, wie Ihre Gesundheit und Zeit mit der Familie.

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Fazit: Selbstdisziplin lässt sich trainieren

Auch wenn Sie sich bisher bei der Verwirklichung Ihrer Ziele schwer getan haben, heißt das nicht, dass Sie es nicht schaffen können. Wenn Sie Ihre Begeisterung für etwas erst einmal gefunden und einen Plan vor Augen haben, kann es losgehen: Trainieren Sie tagtäglich Ihren mentalen Selbstdisziplin-Muskel und legen Sie den Grundstein zum Erfolg. 

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