Ketogene Diät: Wie Eier und Bacon Ihr Bauchfett schmelzen lassen

Dank No Carb Fett verlieren? So effektiv ist die Kette-Diät
Wir sagen Ihnen, wie gesund und praktikabel die Keto-Diät wirklich ist

Low Carb war gestern: Die Keto-Diät setzt auf No Carb und streicht Kohlenhydrate (fast) komplett vom Teller. Wie Sie so noch schneller abspecken und wie viele Carbs am Tag erlaubt sind, verraten wir hier

Die schlechte Nachricht zuerst: Wer "Keto" machen will, muss sich von seinen geliebten Kohlenhydraten verabschieden. "Ach, wie bei Low Carb?" Nee, noch viel krasser, denn die Keto-Diät wird auch als No Carb-Ernährung bezeichnet. Es kommen also kaum noch Carbs auf den Teller, so kann man noch effektiver abnehmen und gezielter Fett verbrennen. Ohne strenge Disziplin und ein gutes Durchhaltevermögen geht das Konzept jedoch nicht auf. Ob sich das lohnt?

Das haben wir Maria Lommel, Ernährungswissenschaftlerin und Gründerin der Coaching-Plattform Foodpunk mit Schwerpunkt ketogener Ernährung gefragt und klären die wichtigsten Fakten.

In diesem Artikel:

Was genau ist die ketogene Diät?

Die Keto-Diät wird gerade mega gehypt, dabei ist die Idee dahinter gar nicht neu: Kohlenhydrate reduzieren und so schneller abnehmen. Statt Fett für das (Körper-)Fett verantwortlich zu machen, gelten Kohlenhydrate seit den 70er Jahren als die bösen Dickmacher. Damit brachte Robert Atkins, der die erste Low-Carb-Diät entwickelte, einen riesigen Stein ins Rollen. Prompt wurde das Prinzip Kohlenhydrate vom Teller zu verbannen zu einem echten Verkaufsschlager. So gab es schnell die unterschiedlichsten Low Carb-Varianten, wie LOGI, Dukan und jetzt eben Keto. Statt die Zufuhr an Kohlenhydrate nur herunterzufahren, werden sie bei der No Carb-Diät jedoch komplett gestrichen.

Was ist der Unterschied zu Low Carb?

Bei den Low Carb-Diäten geht es darum, die Kohlenhydratzufuhr auf 50 bis 120 Gramm pro Tag herunterzuschrauben. Das ketogene Ernährungsprinzip ist da etwas radikaler und quasi eine extreme Form von Low Carb. Kein Wunder also, dass die Keto-Diät auch als No Carb-Diät bezeichnet wird.

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Kohlenhydrate sind demnach (fast) komplett tabu. Erlaubt sind in der Regel zwischen 20 und 50 Gramm Carbs. So stellen Sie sicher, dass der Körper in die sogenannte Ketose schaltet. Ihr Organismus ist an diesen Zustand allerdings nicht gewöhnt, deshalb dauert es einige Zeit bis er vom normalen (Glukose-) Stoffwechsel in den Fettstoffwechsel umschaltet. Damit die Umgewöhnung erfolgreich funktioniert, gibt es jedoch einiges zu beachten.

Fettstoffwechsel: So funktioniert die Ketose

Zucker ist für Ihren Stoffwechsel das Nonplusultra. Glukose, also Einfachzucker, wandelt er nämlich in Nullkommanichts in Energie um. Obwohl Kohlenhydrate so verteufelt werden, ist Glukose vor allem für das Gehirn ein wichtiger Baustein, denn weder Eiweiße noch Fette schaffen es durch die Blut-Hirn-Schranke. Zum Problem wird Zucker im Grunde erst, wenn er im Überschuss vorhanden sind. Da er eine so super Energiequelle ist und Ihr Körper für schlechte Zeiten lieber vorsorgt, lagert er alles, was er gerade nicht benötigt einfach ein. Umgewandelt in Fett macht sich das dann als Rettungsringe um den Bauch bemerkbar.

Carbs sind nicht gleich Carbs: Gute Kohlenhydraten sind bei Low Carb durchaus erlaubt
Tschüß Carbs! Kartoffeln, Reis & Co. verhindern die Ketose

Durch das No-Carb-Prinzip will die Keto-Diät genau das umgehen: Wenn keine Kohlenhydrate (also Glukose) als nachgeladen, sucht er sich eben eine andere Energiequelle. Praktischerweise greift er dabei auf Ihre Fettreserven zurück. "Die offizielle Definition lautet: Ein Stoffwechselzustand, bei dem die Konzentration der Ketonkörper im Blut über Normalwert erhöht ist", erklärt Expertin Marina Lommel.

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Um in den Zustand der Ketose zu kommen, muss der Insulinwert unter ein bestimmtes Level fallen. Erst dann werden Fettzellen in freie Fettsäuren und die besagten Ketonkörpern umgewandelt. Genau diese Ketonkörper sichern das Überleben, da auch sie sich als Energiequelle für das Gehirn eignen. Dieser besondere Fettstoffwechsel funktioniert jedoch nicht von heute auf morgen, sondern ist mit einer Reihe an Umstellungen in Ihrem Organismus verbunden. 

Zusammengefasst: Bekommt der Körper keine Glukose, muss er seinen Stoffwechsel zwangsläufig so umstellen, dass er auch aus Fett und Fettreserven Energie gewinnen kann. Dabei greift er auf überschüssiges Körperfett zurück und sichert gleichzeitig den Erhalt der Muskelmasse.

Die Nährstoffverteilung in der ketogenen Diät

Viele Keto-Neulinge fragen sich: Wie soll ich ohne Kohlenhydrate denn jemals satt werden? Keine Panik, hungern ist keine Option. Immerhin geht es bei der ketogenen Ernährung nicht darum Ihre Kalorienzufuhr extrem herunter zu schrauben, sondern die Nährstoffverteilung zu ändern. Fette und Proteine sind zudem sehr gute Sattmacher. 

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"Die genaue Makronährstoffverteilung richtet sich neben dem Gewicht auch nach dem Ziel, der Aktivität und der bisheriger Ernährung", sagt Keto-Coach Lommel. Um die besten Erfolge zu erzielen, sollten Sie auf die moderate Form der Keto-Diät (20 bis 50 Gramm Carbs täglich) setzen. Das sähe in der Praxis dann so aus: Ihre Ernährung besteht zu 65 bis 70 Prozent aus Fett, am besten aus rotem Fleisch und fettreichen Fisch, sowie zu 20 bis 30 Prozent Eiweiß aus Eiern und magerem Geflügelfleisch. Die letzten 5 bis 10 Prozent dürfen mit Kohlenhydraten gefüllt werden. Hier noch einmal im Überblick: 

Die Formen der Keto-Diät

Links: Die moderate Form eignet sich mit 30 bis 50 Gramm Kohlenhydrate zur dauerhaften Durchführung. Doch selbst hier wird es für Carb-Lover echt schwer. Brot, Nudeln, Reis und Co. sind strengstens verboten. 

Rechts: Wer seine Carb-Zufuhr dauerhaft auf 0 bis 20 Gramm pro Tag extrem herunterschraubt, riskiert sogar medizinische Komplikationen. 

Welche Lebensmittel sind bei Keto erlaubt / verboten?

Um mit der Keto-Diät durchzustarten, müssen Sie Ihre Ernährung ordentlich umkrempeln. Und da jedes Gramm Zucker zählt, kommen Sie um eine kleine Lerneinheit zu Beginn kaum herum. Immerhin müssen Sie ganz genau wissen, wie viele Kohlenhydrate, Proteine und Fett die einzelnen Lebensmittel liefern. 

Um Ihnen den Start zu erleichtern, verraten wir Ihnen die Gos und No Gos aus der Keto-Küche:

1. Fettreiche Lebensmittel

Mit rund 70 Prozent steht Fett ganz fett auf Ihrem täglichen Speiseplan. Zugreifen dürfen Sie sowohl bei mehrfach, einfach ungesättigten und auch gesättigten Fettsäuren. Fisch (Thunfisch, Lachs, Sardellen, Dorade, Forelle), Pflanzenöle (Olivenöl, Kokosl, Butter, Avocadoöl, Macadamiaöl, Mayonaisse, Sahne, Schmalz), Nüsse, Käse und Wurstwaren (yes, Bacon!) sind echte Dauerbrenner, an denen Sie sich satt essen können. Nur industriell gehärtete Fette, sogenannte Transfettsäuren gehören auf die schwarze Liste. Dieses ungesunde Fett steckt vor allem in Frittierten oder Fertiggerichten. Produkte wie Pommes, Tiefkühlpizza oder Chips sind für die Keto-Diät aber sowieso disqualifiziert. 

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2. Eiweißreiche Lebensmittel

Low Carb-Rezepte fürs Frühstück
Eier und Bacon sind ideale Eiweiß- und Fett-Kombi

Neben Fett spielt bei der ketogenen Ernährung auch Eiweiß eine wichtige Rolle. Das Praktische: Viele der erlaubten, fettreichen Lebensmittel liefern gleichzeitig auch hochwertige Proteine. Mit den oben genannten Fischsorten, Fleisch (Rind, Huhn, Wild, Wurst, Schinken, Hack, Bacon) und Eiern schlagen Sie so zwei Fliegen mit einer Klappe. 

3. Obst und Gemüse

Gemüse und Obst sind wichtige Vitamin- und Mineralstofflieferanten. Die brauchen Sie auch während der ketogenen Diät und sollten deshalb täglich Teil Ihrer Ernährung sein. Das Ganze hat jedoch einen Haken: Zahlreiche Obst- und Gemüsesorten sind nämlich reich an Stärke. Und Stärke ist am Ende des Tages nichts weiter als Zucker. Daneben liefern vor allem süße Früchte viel Fruchtzucker, der tabu ist. Damit fallen die meisten Obstsorten durch. Das Gleiche gilt für Kartoffeln, Kartoffelprodukte und Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Linsen, Soja und Co. 

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Wenn schon Obst, dann dürfen Sie nur bei Avocados (die liefern gleichzeitig viel gutes Fett) sowie Beeren aller Art zugreifen, da sie zu den fruktosearmen Sorten zählen. Kürbis, Karotte und Süßkartoffel sollten eher zu den Ausnahmen auf Ihrem Teller gehören. Stattdessen dürfen darauf Salate, grünes Blattgemüse, wie zum Beispiel Spinat sowie allerlei Kohlsorten (Brokkoli, Blumenkohl, Weiß- und Rotkohl, Kohlrabi,..) Platz nehmen.

4. Nüsse und Kerne

Paranüsse, Macadamia, Haselnüsse, Chiasamen, Leinsamen oder Kürbiskerne. Nüsse und Samen bereichern eine ketogene Ernährung durch die Kombination aus Fett und Protein. Zu beherzt sollten Sie jedoch nicht zugreifen. In einigen Sorten stecken nämlich auch einige Carbs, weshalb Sie Ihre tägliche Portion auf eine überschaubare Menge begrenzen sollten. Walnüsse, Cashews, Pistazien und Erdnüssen sind besonders reichhaltige Kohlenhydratquellen und sollten deshalb nur selten und in Maßen gefuttert werden. Bei Trockenobst gibt es keine Ausnahme. Das ist vom Keto-Speiseplan aufgrund des hohen Zuckergehalts gestrichen. 

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5. Mehl (Getreide) und Süßungsmittel

Klar, Weizenmehl ist als offensichtliche Carbquelle nicht erlaubt. Es gibt jedoch einige keto-taugliche Alternativen wie zum Beispiel Mandel- oder Kokosmehl. Alle anderen Mehle, auch Vollkorn oder Dinkel, sind verboten. Das Gleiche gilt für Couscous, Bulgur, Mais, Pasta, Cornflakes, Haferflocken, Reis, Roggen und Co.

Die Lust auf Süßes müssen Sie sich während der Keto-Diät zumindest nicht ganz verkneifen. Mit Zucker, Agavendicksaft, künstlichen Süßstoffe, Sirup oder Ihrer Lieblingssüßigkeit (Eis, Schoki, Kekse und Co.) dürfen Sie den jedoch nicht stillen. Einige Süßungsmittel wie Sucralose, Erythrit und Stevia sind hingegen erlaubt. Die eignen sich auch zum Backen oder der Zubereitung von ketogenen Desserts. 

6. Getränke

Wasser trinken nicht vergessen
Wasser ist immer erlaubt

Auch bei den Getränken gibt es einige Einschränkungen. Wasser, egal ob mit oder ohne Kohlensäure, ist mit seinen null Kalorien natürlich erlaubt. Auch Tee und Kaffee ohne Milch (Sahne ist hingegen ok) dürfen Sie laut Keto-Vorschrift trinken. Von Energy-Drinks, alkoholischen Getränke, Light-Getränken, Obst- oder Gemüsesäften sowie Softdrinks müssen Sie während einer ketogenen Ernährungsphase hingegen die Finger lassen. 

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Woher weiß ich, wie viele Kohlenhydrate mein Essen hat? 

Eine Frage, die äußerst schwer zu beantworten ist. Wenn Sie es wirklich ganz genau wissen wollen, müssen Sie alle Lebensmittel vor der Zubereitung genauestens abwiegen und mit Hilfe einer detaillierten Nährwertangabe die Nährstoffverteilung ausrechnen. Das hört sich nicht nur aufwändig an, es ist es auch. Eine andere Möglichkeit gibt es jedoch kaum. Bei abgepackten Lebensmitteln aus dem Supermarkt helfen die Nährstofftabellen, die Sie meist auf der Rückseite finden. Die Angaben pro 100 Gramm können Ihnen zumindest als Orientierung dienen. Bei frischen Lebensmitteln haben Sie aber keine Chance und müssen in jedem Falle selber ran.

So gelingt die Ernährungsumstellung 

In der Theorie wissen Sie jetzt, um was es bei Keto geht. Das gilt es jetzt in der Praxis umzusetzen. Nur weil Sie plötzlich kaum Kohlenhydrate zu sich nehmen, bedeutet das jedoch noch lange nicht, dass der Körper in den Fettstoffwechsel umschaltet. Bevor das passiert, geht er zuerst einmal allen Carb-Reserven in den Muskelzellen und der Leber an den Kragen. Bis die alle aufgebracht sind, dauert es rund 4 Tage. Vorausgesetzt Ihre tägliche Kohlenhydratzufuhr liegt unter 30 Gramm.

Die krasse Ernährungsumstellung kann einem ganz schön auf die Stimmung schlagen. Dass Sie sich kraftlos und gereizt fühlen, ist da ganz normal, denn viele „leiden“ während des Übergangs an der sogenannten "Keto-Grippe" leiden. Dabei treten Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwäche auf. Wie lange dieser Zustand andauert ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und vor allem von Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand abhängig.

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Mit Tag 5 bewegen Sie sich dann langsam Richtung Ketose. Der Körper signalisiert, dass er die Fettreserven als Energiequelle benötigt, sodass sich der Stoffwechsel umstellt. Dabei werden freie Fettsäuren und die lebenswichtigen Ketonkörper für Gehirn, Muskeln und Organe gebildet. Diese Umstellung geht jedoch nur so lange gut, wie die Kohlenhydratzufuhr auf ein Minimum reduziert bleibt.

Anders als bei anderen Diäten, kann schon der kleinste Ausrutscher alles ruinieren. Eine Portion Pasta oder ein Stück Kuchen und schon ist Ihr Körper für einen Tag raus aus der Ketose.

6 Tipps, die Ihre Ernährung sofort gesünder machen
Bei der Keto-Diät werden "kleine" Sünden SOFORT bestraft

"Schon 1 Apfel mit 20 Gramm Kohlenhydraten ohne Fett und Protein führt zu einer so großen Insulinausschüttung, dass Sie aus der Ketose rausfallen", sagt die Ernährungswissenschaftlerin. "Die Aufschlüsselung der Makronährstoffe ist deshalb extrem wichtig und sollte bei allen 3 Mahlzeiten gleich sein." Da hilft nur: Zähne zusammenbeißen und durchhalten. Sobald Sie nämlich wieder in alte Essensmuster zurückfallen sind die verbrauchten Fettreserven ruck zuck wieder bis zum Rand gefüllt und der ganze Verzicht war umsonst. Erfolg gibt es deshalb nur mit Hilfe eines starken Willens und viel Disziplin, die sich über längere Zeit aber auszahlt.

Wie schnell kann man mit der No Carb-Ernährung abnehmen?

Die Studien-Ergebnisse zur No Carb-Diät gehen weit auseinander. Die Teilnehmer einer groß angelegten Studie der Sapienza University Rom verloren innerhalb von einem Jahr durch eine ketogene Ernährungsweise durchschnittlich 10 Prozent Ihre Körpergewichts. In einer anderen Studie reduzierten die übergewichtigen Probanden innerhalb von 24 Wochen ihr Gewicht, BMI und Blutzuckerspiegel. Wie bei den meisten Low Carb-Diäten zeigen sich die größten Gewichtsverluste in den ersten Wochen. 

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Die Keto-Diät kann in jedem Fall beim Abnehmen helfen – zumindest wenn man sich streng an die erlaubte Nährstoffzufuhr hält. Doch was die unterschiedlichen Ergebnisse der Studien zeigen ist, dass jeder Stoffwechsel individuell funktioniert und es somit schwer ist pauschal zu sagen, wie schnell und wie groß die Abnehmerfolge durch Keto sein werden.

Expertin Lommel rät 1 bis 3 Monate nach dem No Carb-Prinzip zu leben. "Danach ist es wichtig, auf Körpersignale zu hören. Schlechter Schlaf oder trockene Augen können ein Anzeichen sein, dass eine kohlenhydratreiche Phase hilfreich sein kann.“

Vor- und Nachteile der ketogenen Ernährung

Für viele ist die Keto-Diät ein absolutes Erfolgsrezept, um Fettzellen schmelzen zu lassen und den Körperfettanteil effektiv zu senken. Dabei zeigen Studien zudem positive Effekte auf Krankheiten wie Epilepsie, Alzheimer und Typ-2-Diabetes. Aber Vorsicht, der Schein kann trügen: Experten warnen vor möglichen Risiken durch die komplett kohlenhydratfreie Ernährung.

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Egal wie groß der Hype ist und wie groß die Abnehmerfolge: Eine solch extreme Diät kann immer negative Folgen mit sich bringen und sollte – wenn Sie wirklich komplett auf Carbs verzichten – nur unter ärztlicher Aufsicht durchgezogen werden. Durch den vollständigen Verzicht auf Carbs sowie der hohen Fettzufuhr, kommen vor allem Obst und Gemüse viel zu kurz. Die liefern jedoch essentielle Vitamine und Mineralstoffe, weshalb langfristig Mangelerscheinungen unumgänglich sein. Daneben fehlen durch die High Fat-Ernährung Ballatstoffe, was sich negativ auf die Verdauung auswirken kann. Im schlimmsten Fall kann das extreme Absinken des Blutzuckerspiegels zum Kollaps führen.

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Durch ein rasches Absinken des Blutzuckerspiegels kann es sogar zu einem Kollaps kommen

Bei längerer Durchführung der No Carb-Diät können sich die Blutwerte sogar verschlechtern. Hinzu können Sie Probleme mit Übersäuerung bekommen. Die Veränderung der ph-Werte können durch einen Überschuss von Ketonkörpern sogar so extrem sein, dass dies für Sie lebensbedrohlich werden könnte. Auch Ihr Atem kann darunter leiden. Das entstandene Aceton wird nämlich über die Atmung nach außen befördert und äußert sich dabei als unangenehmer Mundgeruch.

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Fazit: Darum ist die Keto-Diät mit Vorsicht zu genießen

Die schnellen Abnehmerfolge, die Sie mit Hilfe der Keto-Diät erzielen können, überzeugen viele. Dazu müssen Sie jedoch bereit sein, sich streng an die Ernährungsvorschriften zu. Gerade am Anfang ist das eine große Umstellung, mit der Sie es nicht nur psychisch sondern auch physisch aufnehmen müssen. Einfach essen worauf Sie Lust haben? Durch die begrenzte Auswahl an keto-tauglichen Lebensmitteln ist das schier unmöglich. Auch in Sachen Alltagstauglichkeit fällt die Keto-Diät durch. Spontan mit Freunden kochen oder lecker Essen gehen, können Sie sich erst einmal abschminken.

Das größte ABER sind jedoch die gesundheitlichen Risiken, die durch die No Carb-Ernährung entstehen. Und Ihre Gesundheit sollten Sie für kein (Abnehm-) Versprechen der Welt aufs Spiel setzen. Hören Sie auf Ihren Körper und beobachten Sie ganz genau welche (negativen) Signale er Ihnen sendet!