Sportsfreunde 2018: Marco Colella im Interview

Marco optimiert in jedem Workout seinen Körper
Jedes Workout ist eine Gelegenheit, den eigenen Körper zu optimieren.

Marco hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und trainiert Sportler auf jedem Leistungsniveau. Für ihn ist klar: Bewegung macht das Leben erst so richtig lebenswert.

Für Marco ist Fitness nicht nur ein persönliches Ziel. Während er als Kind noch an Asthma litt, ist der 29-Jährige heute so fit wie nie. Als Personal Trainer betreut er nicht nur Athleten, sondern auch Menschen, die mit Problemen wie Schmerzen oder Übergewicht zu kämpfen haben. Im Interview verrät er, wie er zur Functional Fitness kam und wie seine Kunden ihn motivieren.

Men's Health: Was macht Dich und Deine Sportleidenschaft aus?

Marco Colella: Ich bin ein sehr sportbegeisterter Mensch – man kriegt mich also mit einer Partie Badminton genauso wie mit einem Workout motiviert. Aber die Grundlage von jedem Sport ist die Fitness. Denn ich möchte mich im Alltag auch schmerzfrei bewegen. Wenn ich auch nur ein bisschen Schulterzwicken habe, kann ich das gar nicht ab. Deshalb ist meine sportliche Leidenschaft die Functional Fitness. Mein Körper muss einfach in allen Achsen und bei allen Bewegungsformen funktionieren. Deswegen mag ich es, wenn Bewegung vielseitig ist und ich mich nicht auf eine Sportart festlegen muss.




Was ist Deiner Meinung nach der Kern der Functional Fitness?

Sich schmerzfrei bewegen zu können. Functional Fitness hat seinen Ursprung im Athletiktraining: Da ging es darum, Sportler nach einer Verletzung zu optimieren. Das heißt, Schwachstellen auszubalancieren und die Leistung zu optimieren.

Wie bist Du zu Deinem Sport gekommen?

Ich hatte schon immer den Drang, mich zu bewegen, weil ich mich danach immer besser gefühlt habe. Mein erster Sport war, wie wohl bei den meisten Jungs, Fußball. Als 8-Jähriger ging es im Verein los – und es ist wahrscheinlich der Traum jedes Jungen, auch Profifußballer zu werden. Irgendwann habe ich den Traum aufgegeben, als auch talentierte Freunde es nicht geschafft haben. Zu dem Zeitpunkt habe ich dann entschieden: "Dann gehst du eben in den Trainerbereich". Das hat mich schon als Kicker immer interessiert – wie kann ich meine Leistung beim Fußball verbessern, wie kann ich schneller, kräftiger werden, meine Schusskraft steigern? Das war quasi der Startpunkt, von wo aus ich letztendlich beim Thema Fitness gelandet bin.

Was ist Dein größter Erfolg?

Mein Weg bis jetzt. Als Jugendlicher war ich pummelig und Asthmatiker. Heute habe ich mit alldem nicht mehr zu kämpfen. Ich kann laufen gehen, ohne Probleme bis an mein körperliches Limit gehen und werde – wenn überhaupt – alle 10 Jahre krank. Das ist für mich eigentlich der größte Erfolg: Dass ich mir sozusagen einen "kugelsicheren" Körper angeeignet habe.

Funktionelle Fitness ist Marcos Erfolgsrezept
Funktionelle Fitness ist Marcos Erfolgsrezept

Wie hast Du Dich in den letzten 5 Jahren entwickelt?

Nach dem Fußball habe ich über einen Freund den Einstieg in die Fitness, genauer ins Bodybuilding, gefunden. Von dort ging es zum CrossFit, sprich funktionelles Training. Und von da hat mich mein Weg dann immer mehr zum medizinischen Rehabilitationstraining geführt. Das war quasi mein sportlicher Werdegang. Ich habe mich insgesamt dahin entwickelt, den Körper immer besser zu verstehen: Wo und wie kann man Abläufe perfektionieren und bei Bedarf schmerzfrei gestalten.

Gab es auch eine persönliche Entwicklung?

Auf jeden Fall. ich gehe wesentlich bewusster mit meinem eigenen Körper um. Viele Dinge, von denen ich früher gesagt habe, "ich bin noch jung, ich verkrafte das schon", oder worüber ich mir nicht mal Gedanken gemacht habe, sind mir jetzt viel bewusster. Spätestens meine Kunden haben meine persönliche Entwicklung und mein Körperbewusstsein geprägt. Denn wenn jemand mit Beschwerden zu dir kommt, die du selbst nie hattest, führt dir das die Wichtigkeit der körperlichen Fitness deutlich vor Augen.

Wie motivierst Du Dich?

Der Erfolg meiner Kunden treibt mich definitiv täglich an. Alleine wenn sie schon stolz und glücklich zum Termin erscheinen. Dass ich ihnen ein Gefühl geben kann, das sie vielleicht jahrelang oder noch gar nicht hatten. Das motiviert mich sehr und macht mich sehr stolz.

Bewegung macht das Leben erst richtig lebenswert
Bewegung macht das Leben erst richtig lebenswert.

Kann Bewegung Deiner Meinung nach Menschen glücklicher oder ausgeglichener machen?

Definitiv. Nehmen wir einfach das Besipiel der Fußball-WM: Nicht alle Deutschen betätigen sich sportlich, aber gerade da macht der Sport durch die Passion und Emotion auch glücklich. Obwohl sich die Fans gar nicht sportlich betätigen, sondern nur zuschauen. Das kann dann wiederum manchen antreiben, laufen zu gehen, einen Sport anzufangen oder generell etwas für einen aktiveren Lebensstil zu tun. Außerdem wissen Menschen, die keinen Sport machen, meiner Meinung nach gar nicht, wie viel Lebensqualität ihnen entgeht. Denn genau das höre ich tagtäglich von meinen Kunden, die bei mir anfangen. Sie sind fitter, schlafen und regenerieren besser, außerdem sind sie im Alltag wesentlich produktiver.

Hast Du ein langfristiges Ziel?

Ein Traum von mir ist, mir ein eigenes Trainingscenter aufzubauen. Quasi eine Sportoase für Athleten auf jedem Niveau und für Leute, die mit Sport anfangen wollen. Der Beweggrund ist ganz simpel: Leute glücklich zu machen. Einen Ort zu bieten, wo sie wissen, dass sie hier ihre Ziele erreichen können.

>>> Marco auf Instagram

Die "Sportsfreunde 2018" sind eine Aktion von Men's Health und ASICS: Wir präsentieren faszinierende Geschichten von einem Leben in Bewegung. Denn ein aktiver Lifestyle hält fit und gesund – und sorgt einfach mehr für Glück und Zufriedenheit. Unsere Sportsfreunde zeigen, wie sie mit Bewegung Herausforderungen des Alltags meistern oder Schicksalsschläge überwinden.

Auch unsere Partnerseiten Women's Health  und Runner's World präsentieren im Rahmen unserer Aktion "Sportsfreunde 2018" Menschen und ihre bewegenden Geschichten. Lass dich jetzt von ihnen motivieren und inspirieren!

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