7 simple Tipps gegen Kreislaufprobleme

Wird Ihnen auch immer mal wieder schwarz vor Augen? Schwindel ist ein typisches Symptom von Kreislaufbeschwerden
Schwindel, Kopfschmerzen und Müdigkeit sind typische Symptome von Kreislaufproblemen

Wird Ihnen auch immer mal wieder schwarz vor Augen? Schwindel ist ein typisches Symptom von Kreislaufbeschwerden. So werden Sie diese wieder los

Hoppla, zu schnell aufgestanden und schon wird Ihnen schwarz vor Augen. Da ist Ihr Kreislauf wohl gerade im Keller. Das passiert nicht nur jungen Mädchen, sondern auch gestandenen Kerlen. Gerade in Zeiten, in denen Sie wenig essen, bei einem Wetterumschwung oder nach einem langen Tag am Schreibtisch passiert es häufig, dass der Körper nicht so richtig in die Gänge kommen will. Aber was passiert eigentlich genau bei Kreislaufbeschwerden und was kann man dagegen tun? Das erklärt Ihnen ein Herzspezialist.

Wie funktioniert eigentlich der Kreislauf?

Der Kreislauf ist das System aus Herz und Gefäßen, das unser Blut durch den Körper zirkulieren lässt. So werden alle Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, damit sie richtig arbeiten können. Das Herz pumpt deshalb mit jedem Schlag eine gewisse Menge Blut und je nachdem, wie weit oder eng die Gefäße sind, entsteht dabei ein höherer oder niedriger Druck. Das ist wie bei einem Gartenschlauch, bei dem Sie vorne die Öffnung größer und kleiner machen, dabei verändert sich auch der Wasserdruck. "Wie gut dieser Blutkreislauf funktioniert, hängt also von der Stärke des Herzens, der Weite der Blutgefäße und auch von der Zusammensetzung des Blutes ab", erklärt Dr. Stephan Kurz vom Deutschen Herzzentrum Berlin.

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Schwindel, Kopfschmerzen und Müdigkeit sind typische Symptome von Kreislaufproblemen
Kreislaufprobleme sind oft die Folge von niedrigem Blutdruck

Was passiert bei Kreislaufschwäche?

In der Regel ist mit Ihrem Herzen, Ihrem Blutdruck und Ihrem Blut alles in Ordnung und Ihr Kreislauf ist stabil. Manchmal wird dieses Gleichgewicht aber gestört und einzelne Bereiche können nicht ausreichend versorgt werden. "Das passiert vor allem, wenn der Blutdruck zu niedrig ist, dann schlagen die Organe Alarm", beschreibt Kurz. Mit diesen Symptomen reagiert der Körper auf diese Unterversorgung.

  • Kopfschmerzen und Schwindel: Das Gehirn reagiert besonders sensibel auf den mangelnden Sauerstoff. Wenn der Blutdruck zu stark absinkt, können Sie auch ein Dröhnen oder Sausen in den Ohren bekommen.
  • Herzrasen: Das Herz versucht, den niedrigen Blutdruck auszugleichen und schlägt deshalb schneller. Manchmal bricht man dann auch in kalten Schweiß aus.
  • Übelkeit: Der Körper will erst einmal die lebenswichtigen Organe wie das Hirn und das Herz versorgen, die anderen Prozesse werden deshalb heruntergefahren. Die Übelkeit sorgt dafür, dass kein wertvolles Blut in die Verdauung von Essen gehen muss.
  • Kältegefühl und Müdigkeit: Neben der Verdauung werden auch andere Bereiche des Körpers weniger durchblutet, zum Beispiel die Arme und Beine. Die kühlen deshalb aus und der ganze Körper wird durch die Unterversorgung schlapper.

Sie fühlen sich bei niedrigem Blutdruck also ziemlich mies. "Gefährlich sind diese Symptome aber erstmal nicht, trotzdem sollte man sich in so einem Moment schonen", rät der Arzt.

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Warum bekommt man einen niedrigen Blutdruck?

Schuld am niedrigen Blutdruck ist meistens das Verhältnis zwischen Flüssigkeit im Körper und Weite der Gefäße. Trinken Sie zu wenig, hat Ihr Körper Schwierigkeiten, diesen Mangel über die Gefäße zu regulieren. "Eine Herzschwäche ist dagegen eher selten", entwarnt Kurz. Der Körper reagiert damit auf die verschiedensten äußeren Einflüsse. Wenn es warm ist, wird über die größeren Blutgefäße zum Beispiel mehr Wärme abgegeben, und auch bei einem Infekt weiten sich Adern und Venen. Es kann auch passieren, dass Ihr Kreislauf kurz aus dem Takt gerät, wenn Sie ihn unter- oder überfordern. Wenn Sie zum Beispiel den ganzen Tag nur am Schreibtisch sitzen und dann schnell aufstehen, können sich die Gefäße nicht schnell genug zusammenziehen und das Blut aus dem Kopf rutscht in die Beine. Auch ein starker Kaffee oder eine harte Trainingseinheit können den Kreislauf erst in die Höhe jagen und dann zu schnell abrutschen lassen. Nach so einer Schwankung muss er sich dann erstmal wieder fangen.

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Harte Trainingseinheiten können Kreislaufprobleme verursachen
Eine harte Trainingseinheit kann den Kreislauf rasant hoch und wieder herrunter katapultieren

Eine weitere Ursache für Kreislaufschwankungen ist jegliche Form von Stress. Das kann ein Vorstellungsgespräch, eine neue Ernährung oder einfach nur ein Wetterumschwung sein, all das stresst den Körper. Dadurch kann der Blutdruck entgleisen und zu hoch oder zu niedrig werden. "Gerade bei strengen Diäten oder beim Fasten ist der Körper erstmal damit beschäftigt, den Stoffwechsel umzustellen, die Fettreserven zu verwerten und die Abbauprodukte loszuwerden", beschreibt Kurz. Das entzieht dem Kreislaufsystem Wasser, Energie und Nährstoffe, außerdem rutscht auch mal der Blutzucker in den Keller. Sie sollten sich also nur so ernähren, wenn Sie wissen, dass Sie einen gesunden Kreislauf haben. Im Zweifel können Sie vorher Ihren Hausarzt fragen. Wenn Sie gerade akute Kreislaufprobleme haben, sollten Sie aber trotzdem nichts Schweres essen, das würde die Verdauung belasten. Trinken Sie lieber Wasser oder einen Saft.

Was kann ich bei Kreislaufproblemen tun?

Wenn Sie merken, dass Sie sich schummrig und schlapp fühlen, sollten Sie sich immer erst einmal hinlegen. Und zwar so, dass Sie die Beine hochlegen können, damit das Blut von dort leichter in den Oberkörper fließen kann. Damit Sie danach Ihren Kreislauf weiter unterstützen können, hat unser Experte folgende Tipps:

  1. Gönnen Sie sich Ruhe: Blutdruckschwankungen sind oft ein Zeichen von Stress. Atmen Sie also tief durch und lassen Sie es den Rest des Tages ruhiger angehen.
  2. Trinken Sie genug: Wasser kann helfen, den Blutdruck wieder zu stabilisieren. "Sie können auch Getränke wie einen Smoothie oder Tee mit Honig trinken, die liefern schnell Energie, ohne die Verdauung zu belasten", rät der Arzt.
  3. Gehen Sie spazieren: Auch wenn Sie sich schlapp fühlen: Gehen Sie raus. Frische Luft und die moderate Bewegung erhöhen die Sauerstoffzufuhr und bringen den Kreislauf wieder in Schwung.
  4. Schlafen Sie regelmäßig: Im Schlaf regeneriert sich der Körper und kann sich von den Strapazen des Alltags erholen. Wenn Sie aber unregelmäßig oder zu wenig schlafen, setzen Sie damit Ihren Körper weiter unter Stress, der auch den Kreislauf belastet.
  5. Helfen Sie mit Koffein nach: Koffein und Teein regen den Kreislauf an, eine Tasse Kaffee kann also die Beschwerden verbessern. Aber: "Überfordern Sie Ihren Körper nicht mit zu viel Koffein, und trinken Sie währenddessen unbedingt auch genügend Wasser", empfiehlt Kurz. Wenn Sie empfindlich auf Koffein reagieren, lassen Sie es besser.
  6. Trainieren Sie Ihren Kreislauf: Sie können Ihren Kreislauf auch langfristig durch Training stärken. Alles hilft, was die Durchblutung fördert, zum Beispiel Sport, frische Luft, Saunagänge oder kalte Duschen.
  7. Vermeiden Sie Zigaretten und Alkohol: Tabak, Alkohol und Drogen belasten den Kreislauf, weil der Körper viel Energie und Flüssigkeit braucht, um sie wieder abzubauen. Außerdem können die Abbauprodukte die Gefäße verengen oder sogar verstopfen, das kann im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen!

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Wann sollte man zum Arzt?

Ein zu niedriger Blutdruck ist lange nicht so gefährlich wie ein zu hoher. Wenn Sie aber über mehrere Stunden hinweg Kreislaufbeschwerden, starke Schwindelgefühle, Herz-Rhythmus-Störungen oder Brustschmerzen haben und sie trotz unserer Tipps nicht besser werden, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Wenn Sie gerade fasten oder eine Diät machen, sollten Sie sich die nächsten Tage schonender und vollwertiger ernähren und ebenfalls mit einem Arzt absprechen, wie Sie sich weiter ernähren sollten.

Keine Sorge, wenn Ihr Kreislauf manchmal schwächelt, ist das nicht schlimm. Legen Sie dann erst einmal die Beine hoch und gönnen Sie sich Ruhe. Danach können Sie Ihren Kreislauf mit Sport und einer gesunden Ernährung stärken, so dass er für größere Belasttungen gewappnet ist.