Völlegefühl vermeiden: So übersteht Ihr Magen das weihnachtliche Fressgelage

Das hilft gegen das Völlegefühl nach dem Weihnachtsessen
Nicht nur fettiges Essen liegt schwer im Magen: Auch Süßkram erschwert die Verdauung

Das Fresskoma nach Weihnachten ist fast schon Tradition. Doch bereits in der Adventszeit wird Ihr Magen auf die Probe gestellt. Diese 5 Tipps helfen gegen das Völlegefühl nach dem Essmarathon

Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe, sondern bei vielen vor allem das Fest des zügellosen Schlemmens. Nach der knusprigen Weihnachtsgans, dem kalorienreichen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt oder dem ein oder anderen Plätzchen, Dominostein oder Lebkuchen nebenbei, plagt Sie am Ende jedoch meist ein unangenehmes Völlegefühl.

Wie entsteht Völlegefühl überhaupt?

Nach einer üppigen Mahlzeit dehnt sich der Magen aufgrund der Nahrungsmenge und der beim Verdauungsprozess entstehenden Gase aus. Mit Hilfe sogenannter Dehnungsrezeptoren, die sich in der Magen- und Darmwand befinden, wird der aktuelle "Füllstand" an das Gehirn übermittelt. Das Problem: Wenn die maximale Kapazität erreicht ist, können Sie kaum noch gegensteuern – denn diese Info erreicht Ihr Gehirn erst nach rund 20 Minuten.

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Das schlechte Gewissen, weil Sie sich mal wieder überfressen haben, gibt es gleich inklusive. Doch das hilft Ihnen jetzt aber auch nicht mehr, diese 6 Anti-Völlegefühl-Tipps dagegen schon.

1. Haben Sie kein schlechtes Gewissen

Nach dem üppigem Essen an Heiligabend oder auf dem Weihnachtsmarkt quält Sie das schlechte Gewissen? Seien wir mal ehrlich: Damit sind Sie nicht alleine. Wer jetzt in Selbstmitleid versinkt, tut sich (und seinen Lieben) damit keinen Gefallen. Sich mit Gedanken an die vielen Kalorien zu plagen, ist völlig nutzlos. Haken Sie es ab. Das war es wert! Ansonsten können Sie den restlichen Abend nicht mehr genießen und das wäre schade. Solange Ihnen das nicht jeden Tag passiert, ist alles in Ordnung.

Tipp: Um der Völlerei vorzubeugen, hilft es, langsam zu Essen und richtig zu kauen. Nehmen Sie sich zum Essen Zeit. Auch auf dem Weihnachtsmarkt, wo gerne im Stehen einfach wahllos Reibekuchen & Co. vertilgt werden.

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2. Bewegung vertreibt das Völlegefühl

Auf satt folgt müde. Doch anstatt am Tisch oder am Glühweinstand zu versacken, sollten Sie sich jetzt lieber bewegen. Keine Panik, Sie müssen sich nicht gleich in Ihre Sport-Klamotten schmeißen. Dass Sport nach so einem Essmarathon keine gute Idee ist, versteht sich von selbst.

Ein Spaziergang mit Schatzi oder der Familie bringt Ihre Verdauung nach dem Essen ordentlich in Schwung
Ein kleiner Spaziergang tut nach dem Weihnachtsessen gut

Aber wie wäre es mit einem Spaziergang? Das geht auch mit vollem Bauch und die Bewegung kurbelt Ihre Verdauung an. Die Luft sorgt außerdem für einen kleinen Frische-Kick. Am nächsten Tag können Sie dann ein knackiges Workout einlegen. Damit heizen Sie Ihren Stoffwechsel ordentlich ein und verbrennen auch gleich schon ein paar der Kalorien vom Vortag.

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3. Sagen Sie "Nein" zum Verdauungsschnaps

Dass ein Schnaps nach dem Essen gegen das Völlegefühl hilft, ist ein Mythos. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Anstatt die Verdauung anzuregen, verlängert Alkohol den ganzen Prozess und hemmt gleichzeitig noch die Fettverbrennung. Denn Alkohol wird schneller verdaut als Fett. Das bedeutet: Bevor der Darm sich an das Weihnachtsessen macht, wird zuerst der Schnaps durchgeschleust, sodass das Völlegefühl noch länger anhält. Heißt aber auch: Mit einem Glühwein rutschen die Weihnachtsmarkt-Leckereien oder die Weihnachtsgans zwar besser, aber der Alkohol hemmt die anschließende Verdauung. Besser: Ein Wasser nebenbei trinken.

4. Essen Sie (noch) etwas! Etwas Gesundes

Auch wenn das Weihnachtsessen viel zu üppig war oder Sie gestern auf dem Weihnachtsmarkt etwas ungehemmt geschlemmt haben, sollten Sie danach nicht anfangen zu hungern. Hungern ist nämlich nie eine gute Alternative, selbst wenn die letzte Mahlzeit etwas größer ausgefallen ist. Um die restlichen Plätzchen sollten Sie aber einen großen Bogen machen. Fett, Zucker und Weißmehl hatte Ihr Körper mit Sicherheit genug. Für ihn waren das aber alles nur viele leere Kalorien, aus denen er keine Energie ziehen konnte. Aber genau diese braucht er.

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Deshalb müssen Sie ihn jetzt mit gesunden Lebensmitteln wie Obst und Gemüse versorgen. Das geht auch in Form von Shakes oder Smoothies. Besonders gut sind Ballaststoffe, die in Haferflocken, Linsen oder Äpfeln stecken. Die kurbeln Ihre Verdauung zusätzlich an, damit Sie sich schnellst möglichst wieder fit fühlen.

5. Trinken Sie viel bei Völlegefühl

Ballaststoffe sind für Ihre Verdauung optimal, aber auch eine große Herausforderung für den Magen-Darm-Trakt. Daher ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit zuzuführen, um den Darm bei seiner Arbeit zu unterstützen und unangenehme Verstopfungen zu verhindern. Am trinken Sie Wasser oder ungesüßte Kräutertees, wie Pfefferminz oder Kamille. Die haben gleichzeitig eine beruhigende Wirkung auf den Magen.

Tee hilft gegen das Völlegefühl nach dem Essen
Ein Kräutertee nach dem Essen ist besser als der jeder Verdauungsschnaps

Auf Kaffee, Softdrinks und Alkohol sollten Sie hingegen verzichten. Die können Ihre Verdauung sogar hemmen, sodass Sie noch länger mit dem Völlegefühl zu kämpfen haben. Ausreichend Wasser erhöht zusätzlich die Aktivität Ihrer Niere, die wie ein Filter die Giftstoffe herauszieht und mit dem Urin aus Ihrem Körper schleust.

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Fazit: Völlegefühl? Schnee von gestern!

Wenn Sie sich ansonsten gesund ernähren, sind solche "Fressorgien" nur halb so wild. Wichtig ist, dass es nicht zu oft vorkommt und nicht zur Gewohnheit wird. Achten Sie deshalb einige Tage nach Weihnachten bewusster auf Ihre Ernährung und essen Sie möglichst "clean". Dazu gehören gesunde Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Fisch, Fleisch und Eier. Die liefern alle wichtigen Nährstoffe. Außerdem machen sie lange satt und versorgen Ihren Körper mit Energie. Industriell verarbeitete Lebensmittel, Zucker und unnötige Zusatzstoffe sollten Sie hingegen streichen.

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