Umfrage: Männer haben Angst vor Vorsorge-Untersuchungen

Ärzte und die Partnerin könnten das ändern – Informationsbedarf groß

Weltmännertag 2002: Der Men’s Health-Pfizer-Gesundheitsmonitor 2002

Hamburg/Karlsruhe, den 29. Oktober 2002.
Angst hält viele Männer davon ab, regelmäßiger zu Vorsorge-Untersuchungen zu gehen. Das ist das wichtigste Ergebnis des Men’s-Health-Pfizer-Gesundheitsmonitors 2002, den das Männermagazin Men’s Health und das Pharmaunternehmen Pfizer zum diesjährigen Weltmännertag am 3. November veröffentlichen.

Das Institut für Demoskopie Allensbach befragte 1481 Männer und 1618 Frauen ab 16 Jahren. Vorsorge-Untersuchungen finden demnach in der Theorie bei Männern sogar eine etwas höhere Zustimmung: 68 % (63 % der Frauen) halten die Krebsvorsorge ab 45 für "besonders wichtig". In der Praxis geht das vermeintlich starke Geschlecht aber viel seltener hin. Innerhalb der letzten zwei Jahre waren nur 54 % bei einer Vorsorge-Untersuchung oder bei einem Check-up (Frauen: 72 %); selbst bei den über 45-Jährigen waren 13 % noch nie bei einer Vorsorge-Untersuchung (Frauen: 6 %).

Warum? Weil sie Angst haben, dass bei der Vorsorge-Untersuchung etwas Negatives herauskommt (das vermuten 54 % als Grund, warum Männer zu selten zu Vorsorge-Untersuchungen gehen). Und weil sie auch gar nicht so genau wissen wollen, ob ihnen etwas fehlt (sagen ebenfalls 54 %). Jeder Dritte hält solche Untersuchungen für unangenehm oder schmerzhaft, 21 % glauben, dass es ohnehin zu spät ist, wenn man bei einer solchen Untersuchung etwas feststellen würde.

Wie wichtig es gerade für Männer ist, Vorsorge-Termine wahrzunehmen, zeigt, dass bei jedem Dritten im Rahmen einer solchen Untersuchung ein Gesundheitsrisiko oder eine Erkrankung festgestellt wurde – vor allem Bluthochdruck (in 17 % der Fälle) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen (16 %), aber auch Diabetes (9 %), Krebs (7 %) und Prostata-Probleme (5 %). Zahlen, die beweisen, wie lohnend es ist Männer zu motivieren, die Präventiv-Angebote regelmäßiger zu nutzen. Die besten Chancen dazu haben der Arzt (31 % der Männer, die an einer Vorsorge-Untersuchung teilgenommen haben, taten dies auf Empfehlung ihres Arztes) und die Partnerin (war bei 19 % die treibende Kraft).

Übrigens: Schuld an der zögerlichen Haltung der Männer ist vor allem fehlende Information: Noch nicht einmal jeder Dritte glaubt, sich bei Vorsorge-Untersuchungen und Check-ups "ganz gut auszukennen". 48 % würden häufiger gehen, wenn sie besser über Ziele und Abläufe informiert wären. Als hilfreich wird dabei von 42 % der Männer Informationsmaterial der Krankenkassen und der Pharmaindustrie zum Thema Vorsorge bewertet – auch um das Gesundheitsbewusstsein allgemein zu verbessern.

Um Männer also stärker für das Thema Gesundheit und Vorsorge gewinnen zu können, müssen einige Barrieren gebrochen werden. Was könnte dazu beitragen? Ein Ansatzpunkt wäre sicher, wenn Männer nach einem kurzen Check-up (der ja generell als sinnvoll empfunden wird) davon überzeugt werden könnten, auch eine umfassende Vorsorge-Untersuchung wahrzunehmen.

Alle Ergebnisse finden Sie in einem kommentierten Diagrammband – hier als Download (s.u.) oder kostenlos anzufordern unter Telefon 0 40 / 85 33 03-0 bzw. per E-Mail: leserbriefe@menshealth.de

Für Interviews kontaktieren Sie bitte Wolfgang Melcher aus der Chefredaktion Men’s Health unter Telefon 0 40 / 85 33 03-935.

Weitere Informationen zum Thema Männergesundheit finden Sie im Internet unter www.der-gesunde-mann.de.


Gesundheitsmonitor downloaden Alle Ergebnisse des Men’s Health-Pfizer-Gesundheitsmonitors 2002 inklusive Grafiken finden Sie hier zum Download als PDF-Datei (1,4 MB) für den Acrobat-Reader.

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