Schluckauf: Der Frosch in uns

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Hatte seine neue Flamme wirklich <br /> Schluckauf, oder wollte sie ihn <br /> abwimmeln?

Wenn man die nutzlosesten Funktionen des menschlichen Körpers benennen müsste – Schluckauf wäre dabei. Warum hicksen wir? Jetzt haben Forscher eine Antwort.

Schluckauf ist demnach ein Überbleibsel aus längst vergangener Zeit: Der Rest eines Atemvorganges von Kaulquappen und anderen Amphibien. Diese Theorie haben Wissenschaftler von der Pitié-Salpetrière-Klinik in Paris aufgestellt, berichtet das Magazin „New Scientist“.

<b>So hickst´s</b>
Schluckauf entsteht, wenn sich unser Zwerchfell krampfhaft zusammen zieht. Dabei verschließt sich unsere Luftröhre einen kurzen Moment lang – das klassische „Hicks“ ist zu hören. Nur: Warum geschieht das alles?

<b>Die Erklärung</b>
Eine wirkliche Funktion habe dieser Schluckauf beim erwachsenen Menschen nicht, so die Forscher. Es sei jedoch erwiesen, dass Kaulquappen einen ähnlichen Mechanismus zum Atmen benutzen: Sie pressen Wasser durch ihre Kiemen ins Maul; verschließen dabei aber gleichzeitig ihre Luftröhre, damit das Nass nicht in die Lungen eindringt. Vermutlich sei unser Schluckauf ein Überbleibsel dieser Amphibien-Atmung, erläutern die Wissenschaftler.

<b>Ein bewegtes Leben</b>
Das berühmteste Schluckaufopfer lebte übrigens im US-Bundesstaat Iowa. Der Mann begann im Jahr 1922 zu hicksen, und wurde das Leiden bis zu seinem Tod nicht mehr los. Er starb 1991.

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