Zu viel Bettruhe kann schädlich sein

Auch bei Grippe nach dem Fieber aufstehen.

Hamburg — Wen Grippe oder Erkältung gepackt hat, gehört ins Bett — aber nicht
zu lange. Auch bei anderen Krankheiten kann allzu ausgedehnte Bettruhe schädlich sein, berichtet das Männermagazin Men’s Health in seiner am Mittwoch,
19. Januar, erscheinenden Februar-Ausgabe unter Berufung auf Forschungen der University of Queensland (Australien). Ist das Fieber einer Vireninfektion abgeklungen, dann ist der Zeitpunkt fürs gelegentliche Aufstehen gekommen, um den Kreislauf beispielsweise bei einem kleinen Spaziergang wieder anzukurbeln. Wer sich bei fiebriger Erkältung oder gar Grippe überhaupt keine Ruhe gönnt, riskiert allerdings eine gefährliche Herzmuskelentzündung.

Ins Bett gehören auch Erwachsene, die eine Kinderkrankheit überrascht hat. Experten raten aber: "Bleiben Sie nur so lange liegen, wie Sie sich auch wirklich schwach fühlen." Bei Rückenschmerzen ist nur in Ausnahmefällen Bettruhe angesagt, andernfalls kann es zu Minderbeanspruchung der Muskulatur und Funktionsverlust der Wirbelsäule kommen, erklärte Professor Wolfgang Menke
von der Deutschen Sporthochschule in Köln gegenüber dem in Hamburg erscheinenden Magazin.

Auch eine Operation ist nicht automatisch ein Grund fürs Bett. "Nach Mandel-, Blinddarm- oder Gallenblasen-Operationen sollten die Patienten aufstehen, sobald die Narkose abgeflutet ist", rät Dr. Hanns-Hinnerk Felsing vom Bundesverband der Deutschen Chirurgen. Bewegung kurble den Kreislauf wieder an
und senke die Gefahr einer Thrombose oder Lungenembolie.

Men’s Health — 13. Januar 2000

Ernährung

Diät allein macht nicht schlank

Der Jo-Jo-Effekt muss überlistet werden.

Hamburg — Wer erfolgreich abnehmen will, muss auch essen. Sklavische Diät-Fanatiker hingegen werden schnell wieder dick, berichtet das Männermagazin Men’s Health in seiner am Mittwoch, 19. Januar, erscheinenden Februar-Ausgabe.

Nach Erkenntnissen von Ernährungswissenschaftlern sollten sich Abspeckwillige alle zehn Tage einen Schlemmertag gönnen, wenn auch in Maßen. Eine andere Möglichkeit, von einer erneuten Gewichtszunahme verschont zu bleiben: die tägliche Kohlenhydratmenge im Drei-Tage-Rhythmus zu variieren. In der Praxis heißt das, am ersten Tag nur 50 Prozent, am zweiten Tag 100 Prozent und am dritten Tag 150 Prozent der im Diät-Programm angegebenen Mengen an kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln zu sich nehmen. Und der dritte Geheimtipp für dauerhaftes Abspecken: Abends nur Eiweißlieferanten wie Fleisch, Fisch, Geflügel oder Eier essen. Das erhöht den Energieumsatz um 15 bis 20 Prozent.

Auf diese Weise hat der Stoffwechsel keine Chance, sich an eine einheitliche Energiezufuhr zu gewöhnen. Vermeintlich überschüssige Kalorien werden weiterhin verbrannt und nicht als Fett gespeichert. Der gefürchtete Jo-Jo-Effekt, trotz wiederholter Schmalkost immer langsamer abzunehmen und danach doch wieder schnell die alten Pfunde drauf zu haben, tritt nicht mehr ein.

Men’s Health — 17. Januar 2000

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