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Trainingsbasics So verbessern Sie Ihre Lauftechnik

An Ihrem Laufstil gibt’s einiges zu ändern. Wir verraten, wie Sie besser und gesünder joggen

„Am ganzen Körper gibt es mehr als ein Dutzend Laufbremsen, die einer optimalen Leistung und einem gesunden Laufstil im Weg stehen“, sagt Sascha Wingenfeld aus Fulda, einst Triathlon-Profi und heute Personal Trainer. Welche Faktoren wen bremsen, ist individuell verschieden. Laufbremsen sind Fehlhaltungen von Kopf bis Fuß, die für einen unrunden Schritt sorgen, den Körper aus dem Lot bringen können oder den Zug nach vorn mindern. Sie machen Sie nicht nur langsam, sondern können auch Beschwerden verursachen.

Ihr Laufpartner: die Schwerkraft
Lösen lassen sich diese und andere Laufbremsen durch ein Techniktraining. Dabei geht es um die Verbesserung von Athletik, Beweglichkeit und Koordination. Das Ziel ist es, den Körper zu einer effizienten Laufmaschine zu machen, die sowohl  die eingesetzte als auch die Aufprall-Energie jedes Schrittes in Tempo umsetzt, dabei den Körper minimal belastet. „Wer das erreichen will, muss sich die Schwerkraft zum Freund machen – sie ist Ihr bester Laufkumpan“, so Wingenfeld, der eigens Running-Workshops anbietet, um derartige Laufbremsen zu lösen (www.provitacoaching.de). Außerdem ist es wichtig, die Körpermitte stabil zu halten: Sie darf nicht nach vorne, nach hinten oder zur Seite kippen, ansonsten geht die lotgerechte Haltung und damit Energie bei der Kraftübertragung verloren. Und: „Sie sollten federnd laufen, so die Energie nutzen, die entsteht, wenn bei jedem Schritt ein Mehrfaches Ihres Gewichts auf den Boden prallt. Diese Energie wird Sie dann in den nächsten Schritt geradezu hineinkatapultieren“, erläutert der Coach.

Das Ziel: der perfekte Laufschritt
Wer auf die beschriebene Art und Weise Laufbremsen löst, bekommt automatisch einen längeren Laufschritt – ein wichtiger Step auf dem Weg zu neuen Bestmarken, denn es gilt die einfache Regel: Maximale Schrittfrequenz bei maximaler Schrittlänge bringt maximale Geschwindigkeit. „Maximale Schrittlänge bedeutet jedoch nicht, einen möglichst großen Schritt nach vorn zu machen. Es geht darum, die Abdruckphase des hinteren Beins zu verlängern“, erklärt Wingenfeld. Nur ein Drittel eines Laufschritts gehört vors Körperlot, zwei Drittel sollten dahinter liegen. Die Beschleunigungszone muss möglichst groß sein.

Laufgefühl: die perfekte Fußbewegung
Insgesamt sollte der Fuß beim Laufen eine saubere Kreisbewegung beschreiben, wenn er in der Luft ist, ähnlich dem runden Tritt beim Radfahren. Bei den meisten Läufern erinnert  diese Fußbewegung an ein liegendes Ei. Um aus dem Ei einen Kreis zu machen, empfiehlt  Wingenfeld: „Laufen Sie so, als ob Sie einen Parcours aus aufgestellten Streichholzschachteln absolvieren müssten: Bei jedem Schritt steigen Sie gedanklich über eine Schachtel. So heben Sie den Fuß an und geben den Druck des Schritts von oben auf den Boden ab.“ Wenn Sie dagegen das Gefühl haben, die Schachteln beim Laufen wegzukicken, beschreibt Ihr Fuß ganz klar die unvorteilhafte Ei-Bewegung.

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