Auf dem Wasser ist die Sonneneinstrahlung verstärkt, Sonnenbrand droht! puhhha / Shutterstock.com

Hilfe bei Sonnenbrand: 6 Tipps

Hausmittel bei Sonnenbrand Was hilft schnell gegen Sonnenbrand? 6 SOS-Tipps

Du warst zu lange in der Sonne, jetzt ist deine Haut rot, juckt und schmerzt? Dann solltest du unbedingt diese 6 Hausmittel kennen

Spätestens am Abend bekommt man die schmerzhafte Quittung, wenn man sich tagsüber zu lang oder zu wenig geschützt in der Sonne aufgehalten hat: Die Haut ist rot, juckt und schmerzt. An Schlaf ist nicht zu denken. Bevor du jetzt planlos an deiner entzündeten Haut herumexperimentierst, solltest du mindestens eine dieser 6 schmerzstillenden und heilenden Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Sonnenbrand ergreifen:

1. Feuchtigkeitscreme beruhigt nach dem Sonnenbad

Die Investition in eine gute After-Sun-Creme oder ein After-Sun-Spray lohnt sich: Deren Inhaltsstoffe spenden wesentlich mehr Feuchtigkeit als übliche Body-Lotionen. Auch enthalten normale Körpercremes zu viel Fett, das die Poren deiner sonnenstrapazierten Haut blockieren und zu einem Hitzestau führen könnte. Gute After-Sun-Produkte enthalten hautberuhigende Inhaltsstoffe wie etwa Dexpanthenol (gibt es zum Beispiel von Cetaphil Sun After Sun Repair), das den Juckreiz stoppt und die brennende Haut kühlt.

Und hör ausnahmsweise mal nicht auf Omas Rat: Spachtel dir weder Quark noch Joghurt auf deinen Sonnenbrand. Mit diesen Hausmitteln aus dem Kühlschrank erzielst du zwar kurz einen kühlenden Effekt. Zugleich kleisterst du aber die Poren der gequälten Haut zu und provozierst dadurch eine Infektion. Mehr Mythen zum Sonnenschutz liest du hier.

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2. Aloe Vera heilt den Sonnenbrand

Aloe Vera ist in vielen After-Sun-Produkten enthalten, denn der Saft des Liliengewächses wirkt besonders kühlend, feuchtigkeitsspendend und schmerzlindernd auf der sonnenverbrannten Haut. After Sun Produkte gibt es von vielen Marken wie Lavera, Nivea Sun oder Garnier. Die Heilpflanze kann man sich übrigens auch als Zimmerpflanze halten (gibt es online und in gut sortierten Gärtnereien). Bei Bedarf schneidet man einfach eines ihrer fleischigen Blätter auf und tropft den Saft auf die Haut. Outdoorsportler sollten im Sommer immer eine Pflanze auf der Fensterbank stehen haben.

3. Kühlen hilft gegen Schmerzen beim Sonnenbrand

Solange sich keine Blasen auf der Haut bilden, kannst du mit einer etwa 25 Grad lauwarmen, sanft eingestellten Dusche die Haut kühlen. Benutze auf keinen Fall parfümierte Duschgels, am besten duscht du nur mit Wasser oder benutzt, wenn nötig, ein After Sun Dusch-Produkt. Auch kühle, feuchte Umschläge lindern den Schmerz. Doch Vorsicht: Wasser entzieht der Haut Fett. Nach Wasseranwendungen sollte die Haut immer gleich wieder mit After-Sun-Gel oder Aloe Vera bestrichen werden.

Von Eiswürfeln und Kühlpacks raten wir im akuten Zustand ab, denn Kälte reizt die sonnenstrapazierte Haut zusätzlich. Übrigens hilft es auch, viel Wasser zu trinken, um die Folgen eines Sonnenbrandes abzufedern.

4. Heilerde repariert sonnengeschädigte Haut

Heilerde kühlt und dämpft den Schmerz, wirkt beruhigend und versorgt die Haut mit wichtigen Mineralien und Spurenelementen, die sie zur Reparatur der strapazierten Haut braucht. Im Gegensatz zu vielen After-Sun-Produkten ist Heilerde frei von reizenden Duft- oder Farbstoffen. So geht’s: Vermenge Heilerde (gibt es in Drogerien) mit etwas kühlem Wasser zu einer salbenartigen Paste und trage sie etwa messerrückendick auf die Haut auf. Sobald der Kühleffekt nachlässt, spüle die braune Paste sanft und vorsichtig ab.

5. Kokosöl als erste Hilfe Maßnahme bei Sonnenbrand 

Die entzündungshemmende Wirkung von Kokosöl wurde in zahlreichen Studien belegt. Der Bestandteil Laurinsäure im Kokosöl spendet viel Feuchtigkeit, zudem unterstützen zahlreiche Nährstoffe den Heilungsprozess der Haut. Kokosöl ist in vielen After Sun-Produkten enthalten, du kannst Kokosöl aber auch pur verwenden. Achte darauf, es ganz sanft in die sonnenstrapazierte Haut einmassieren. Es wird von der Haut schnell aufgenommen, verstopft nicht die Poren und hinterlässt ein geschmeidiges Hautgefühl.

6. Kühle Teebeutel wirken entzündungshemmend auf Sonnenbrände

Am besten, du lagerst gebrauchte, also bereits aufgebrühte Teebeutel im Kühlschrank und legst sie bei Bedarf auf die sonnengereizte Haut bis sie warm sind. Vor allem schwarzer Tee- und Kamillentee-Beutel kühlen nicht nur, sondern pflegen zudem die strapazierte Haut und schaffen so schnell Linderung.

Was hilft bei Blasen und schweren Entzündungen?

Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen können im Härtefall erste Linderung verschaffen. Wenn sich Blasen bilden und aufplatzen oder die Haut sich schlimm entzündet, hilft nur der Gang zum Arzt, um sich dort eine kortisonhaltige Salbe verschreiben zu lassen.

Aber Achtung: Treten nach einem längeren Aufenthalt in der Sonne zusätzlich Fieber, Übelkeit und Kopfschmerzen auf, hast du dir wahrscheinlich einen Hitzschlag oder Sonnenstich eingefangen. Hört sich lustig an, ist es aber nicht, sondern kann gefährlich werden. Auf jeden Fall solltest du dann einen Arzt aufsuchen.

Besser, du lässt es nicht so weit kommen! Denn bis sich die Haut pellt und wieder neu gebildet hat, vergehen in der Regel etwa ein bis zwei Wochen, in denen du deine Haut strikt vor UV-Strahlen schützen musst. Also: Schütze deine Haut von vorn herein mit Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und für Sportler mit schweißresistenter Konsistenz (gibt es z.B. von Nivea). Halte dich zudem so viel wie möglich im Schatten auf und zieh Käppi und T-Shirt über, wenn du dich länger am Pool oder Meer aufhältst. Mit solchen Maßnahmen verhinderst du, dass du dir deinen Sommerurlaub mit schmerzenden Sonnenbränden vermiest.

Sonnenbrand ist ein Aufschrei der Haut, dass sie zu lange der Sonne ausgesetzt war. Mit Aloe Vera und Heilerde bekommst du Rötungen und Jucken in den Griff. Aber der Körper speichert jeden Sonnenbrand. Die Folgen: Frühe Hautalterung, das Hautkrebsrisiko steigt. Deshalb: Ab in den Schatten, noch bevor sich überhaupt ein Sonnenbrand bilden kann.

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