Blasen am Fuß entstehen oft durch nicht optimal passende Schuhe rondar / Shutterstock.com

Blasen am Fuß So beugst du Blasen vor und behandelst sie

Das sind die 9 besten Tipps, um Blasen am Fuß vorzubeugen und sie im Notfall schnell und effektiv zu behandeln

Aua! Lästige Blasen am Fuß können schnell mal einen entspannten Ausflug oder eine intensive Sportsession verderben. Auch die ersten Meter mit langersehnten neuen Sneakers enden oft in einem Blasen-Fiasko. Lest hier, was Blasen eigentlich genau sind, wie man sie vorbeugen kann und im Notfall schnell wieder los wird!

Wie entsteht eigentlich eine Blase und woraus besteht sie?

Blasen können sehr schmerzhaft sein und entstehen oft im ungünstigsten Moment. Bei andauernder Bewegung, zum Beispiel beim Joggen oder Wandern oder aber bei neuen, zu engen oder zu großen Schuhen kommt es zwischen Haut und Gewebe zu Reibung. Hautarzt Dr. med. Welf Prager der Hamburger Praxis Prager & Partner erklärt: "Durch mechanische Reibung löst sich die oberste Hautschicht von der darunterliegenden. Es entsteht dann ein Hohlraum, der sich mit Gewebsflüssigkeit füllen kann."

Bei offenen Blasen am Fuß sollte die Wunde mit einem Pflaster geschützt werden
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Offene Blasen sollten mit einem Pflaster vor Keimen geschützt werden.

Wie behandelt man am besten eine Blase?

Blasen sind lästig – der richtige Umgang mit einer Blase ist wichtig, sonst verzögert sich der Heilungsprozess. Experte Dr. Prager rät die Blase auf keinen Fall zu öffnen. Er erklärt: "Wenn die Blase geöffnet wird fehlt die Hautschutzbarriere - das ist dann quasi eine Eintrittspforte für Keime." Besser: Ein Gelpflaster speziell für Blasen verwenden. Dieses sollte erst gelöst werden, wenn es beginnt sich von selbst abzulösen. Dr. Prager empfiehlt im Notfall aber auch erstmal zu einem gewöhnlichen Pflaster zu greifen. Wenn möglich sollte man dem Fuß erstmal nicht weiter beanspruchen und so die Blase schonen.

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Was kann man tun bei offener Blase am Fuß?

Keine Panik – auch wenn eine Blase sich von selbst öffnet, ist das kein Weltuntergang! Wichtig: Als erstes sollte die offene Wunde desinfiziert werden. Dr. Prager rät zudem die Haut an der Blase nicht zu entfernen, denn die alte Hautschicht löst sich im Verlauf der Heilung von alleine ab. Zur Unterstützung der Heilung sollte man bei einer offenen Blase aber auf jeden Fall ein spezielles Blasenpflaster verwenden, da dieses nicht mit der Wunde verklebt.

Wie lange dauert der Heilungsprozess und ab wann muss man zum Arzt?

"Im Schnitt dauert der Heilungsprozess 3-5 Tage", so Dr. Prager. Ein bisschen Geduld ist also gefragt. Trotzdem ist eine normale Blase kein Grund für einen Arztbesuch. Erst bei weiterführenden Beschwerden, wie extremen Schmerzen oder Rötungen, die auf eine Entzündung hindeuten, sollte man zum Arzt zu gehen. Dies kommt aber wirklich selten vor. "99,999 Prozent der Blasen verschwinden erfahrungsgemäß wieder genauso wie sie gekommen sind", berichtet Dr. Prager aus dem Praxisalltag.

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Blasenpflaster unterstützen den Heilungsprozess bei Blasen am Fuß
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Blasenpflaster unterstützen die Heilung und schützen die Wunde.

Wie kann man Blasen vorbeugen?

Vorsicht ist bekanntlich besser als Nachsicht – damit lästige Blasen erst gar nicht entstehen gibt es ein paar Tricks, auf die du zurückgreifen kannst. Podologin Maria Magritta betreibt den Fußpflegeblog www.fusspflegeblog.de und hat für Men’s Health die besten Tipps zur Vorbeugung von Blasen zusammengestellt:

  1. Passende Schuhe tragen: Dieser Tipp klingt banal, aber ist tatsächlich das A und O" Die Schuhe sollten weder zu groß noch zu klein oder zu eng sein. Sie sollten gut am Fuß sitzen und nicht reiben. Die beste Zeit, um neue Schuhe zu kaufen ist übrigens abends, da die Füße im Laufe des Tages leicht anschwellen.
  2. Schuhe einlaufen: Wenn man einen längeren Fußmarsch geplant hat, dann sollte man diesen auf keinen Fall mit neuen Schuhen unternehmen. Neue Schuhe sollten erst einmal eine Zeit "eingelaufen" werden. Dadurch wird das Schuhmaterial flexibler und es passt sich dem Fuß etwas an.
  3. Die richtigen Socken wählen: Durch Socken wird die Haut in den Schuhen vor Reibung geschützt und somit wird die Gefahr der Blasenbildung minimiert. Es ist allerdings sehr wichtig darauf zu achten, dass die Socken gut sitzen und von der Größe her optimal passen, da sie sonst Falten schlagen können, die auf der Haut reiben und wiederum zu Blasen führen können. Auch sollte man darauf achten, eher Woll- oder Funktionssocken anstatt Synthetiksocken zu tragen, da diese entstehende Feuchtigkeit am Fuß besser aufnehmen können. Denn feuchte Haut neigt eher zu Blasenbildung als trockene.
  4. Ersatzsocken mitnehmen: Gerade auf Wanderungen sollte man immer mindestens 1 Paar Ersatzsocken dabeihaben. Wenn die Socken beispielsweise durch Schwitzen oder die Wetterbedingungen nass werden, dann sollte man sie schleunigst wechseln, damit die Haut trocken bleibt und eine Blasenbildung nicht begünstigt wird.
  5. Einen Anti-Blasen Stick verwenden: Der Anti Blasen Stick wird direkt auf die Haut aufgetragen und hinterlässt einen Schutzfilm der vor Reibung, Scheuern und somit vor einer Blasenbildung schützt. Er hat eine handliche Größe, so dass man ihn auch sehr gut mitnehmen und unterwegs auftragen kann.
  6. Den Fuß mit Tape schützen: Die Bereiche, an denen man zu Blasen neigt, können vor einem längeren Fußmarsch mit einem Tape abgeklebt werden. So scheuert der Schuh nämlich nicht mehr direkt an der Haut, sondern am Tape und die darunterliegenden Hautstellen werden geschützt.

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Um Blasen zu vermeiden, solltest du auf eine optimale Passform deiner Schuhe achten
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Um Blasen zu vermeiden, solltest du auf eine optimale Passform deiner Sportschuhe achten

Welche (natürlichen) SOS-Helfer bei Blasen wirken am besten?

Als Sportler will man natürlich, dass der Fuß so schnell wie möglich wieder einsetzbar ist. Neben den konventionellen Tipps kann man die Heilung der Blase mit Hilfe von Hausmitteln unterstützen und sogar beschleunigen. Diese 3 Mittel aus der Drogerie solltet ihr daher unbedingt kennen:

  1. Aloe Vera: Aloe Vera Gel versorgt die Haut intensiv mit Feuchtigkeit und verfügt über entzündungshemmende Eigenschaften. Podologin Magritta rät: "Für die Anwendung schneidet man einfach ein Aloe-Vera-Blatt durch und tupft das heraustretende Gel direkt (mehrmals täglich) auf die Blase."
  2. Ringelblumensalbe: Auch diese Salbe wirkt entzündungshemmend und versorgt die Haut mit Feuchtigkeit. Expertin Magritta empfiehlt die Salbe 2-3 mal täglich auf die Blase aufzutragen und sanft einzureiben.
  3. Grüner Tee: Der hohe Gehalt an Antioxidantien im Tee wirkt entzündungshemmend und unterstützt die Wundheilung. Magrittas Experten-Tipp: Man kocht sich eine Tasse grünen Tee auf und lässt den verwendeten Teebeutel etwas abkühlen. Anschließend kann man den Teebeutel direkt auf die Blase auflegen und für mehrere Minuten einwirken lassen.

Sport ist eine aufreibende Angelegenheit, nicht selten auch für die Haut. Um deine Füße optimal vor Blasen zu schützen, solltest du vor dem Start für optimale Bedingungen sorgen. Und für Marathonfans gibt es im Notfall dann ja immer noch ein paar SOS-Helfer. Also keine Ausreden und rein in die Laufschuhe!

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