Themenspecial
Endlich mit dem Rauchen aufhören!
Endlich mit dem Rauchen aufhören! sondem / Shutterstock.com

Mit dem Rauchen aufhören So wirst du jetzt endlich Nichtraucher

Rauchen erhöht sogar das Corona-Erkrankungsrisiko. Die besten Tipps und Strategien, wie du jetzt tatsächlich dauerhaft mit dem Rauchen aufhören kannst

Rauchen greift die Lunge an – das sollte eigentlich jeder wissen. Und genau das könnte Raucher anfälliger für Covid-19 machen. Du willst schon seit langem mit dem Rauchen aufhören, nur hat es bisher nie geklappt, jedenfalls nicht langfristig? Mit dem Problem bist du nicht allein. 28 Prozent aller Raucher haben bereits mindestens einmal versucht, dem Laster abzuschwören, so das Deutsche Ärzteblatt. Doch 73 Prozent wurden wieder rückfällig. Damit dir das nicht (mehr) passiert, haben wir dir hier wichtigsten Tools zusammengestellt, die dich endgültig zum Nichtraucher machen werden.

Welches ist die bewährteste Methode, um mit dem Rauchen aufzuhören?

Ganz eindeutig die Schlußpunkt-Methode, nach der es 90 Prozent der Ex-Raucher geschafft haben. Dabei wird der Zigarettenkonsum nicht langsam herunter gefahren, sondern von einem Moment auf den den anderen ganz aufgegeben.

Viele Krankenkassen bieten ein Zehn-Wochen-Programm an, bei dem der Raucher seinen Konsum langsam ausblenden soll. Wer das selbst einmal ausprobiert, merkt schnell, dass es schlecht funktioniert. Man kommt mit viel Willenskraft vielleicht auf fünf Zigaretten pro Tag, das eigentliche Aufhören wird so aber nicht erleichtert. Auch Hypnose und Akupunktur sind anerkannte Methoden, mit denen es einige Ex-Raucher geschafft haben, vom Glimmstengel los zu kommen. Entscheidend ist aber auch hier die eigene Motivation. Wenn man will, hört man auf, wenn nicht, dann nicht.

Die meisten Raucher wünschen sich, mit dem Rauchen aufzuhören
Brain A Jackson / shutterstock.com
73 Prozent aller Raucher haben mindestens einmal versucht, ihr Laster loszuwerden

Wann ist der richtigen Zeitpunkt für die Schlusspunkt-Methode?

Silvester muss dafür nicht der beste Zeitpunkt sein, Nichtraucher zu werden, jeder andere Tag ist genauso gut. Wenn es dir schwer fällt, den richtigen Zeitpunkt zu finden, setzt ein Datum in naher Zukunft fest. Informiere dich bis dahin ausgiebig über die Gefahren des Rauchens für deinen Körper und lies über die Vorteile, die ein nikotinfreies Leben hat. Und dann stell dir vor, von welchen Vorteilen du sofort nach dem Rauchstopp profitierst: Dein Immunsystem wird gestärkt, du stinkst nicht mehr nach kaltem Rauch, hast mehr Geld ... Finde Alternativen zum Rauchen, wenn du dich entspannen oder deine Time-Out haben willst. Es ist sinnvoll, hier Ideen in der Hinterhand zu haben.

Der beste Zeitpunkt ist jedoch, an einem Tag aufzuhören, an dem du das Qualmen so richtig satt hast. Nutze so eine Gelegenheit und höre sofort mit dem Rauchen auf, ohne Vorsatz, ohne Planung. Das funktioniert erstaunlich gut!

Was passiert im Körper, wenn man mit dem Rauchen aufhört?

Ein bisschen Motivation gefällig? Bitteschön! Die folgenden Wirkungen treten ein, nachdem du die letzte Kippe geraucht hast:

  • Nach 20 Minuten normalisieren sich dein Puls und dein Blutdruck. Die Körpertemperatur der Hände und Füße steigt auf den Normalwert.
  • Nach 8 Stunden riecht dein Atem frisch. Außerdem sinkt der Kohlenmonoxidgehalt im Blut, und der Sauerstoffgehalt steigt an bis zur normalen Höhe.
  • Nach 12 Stunden ist dein Körper nahezu Nikotin frei.
  • Nach 48 Stunden klingen die körperlichen Folgen des Nikotinentzugs ab. Deine Nervenenden wachsen nach. Du beginnst wieder besser zu riechen und zu schmecken.
  • Nach 3 Monaten erhöht sich deine Lungenfunktion um 30 Prozent.
  • Nach 9 Monaten steigt dein Energielevel. Müdigkeit und Kurzatmigkeit lassen nach. Dein Husten verschwindet, die Verstopfung von Stirn- und Nebenhöhlen klingt ab. Die Flimmerhärchen in der Lunge sind wieder soweit regeneriert, dass sie Infektionserreger hinausbefördern können.
  • Nach einem Jahr sinkt das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen, um 50 Prozent.
  • Nach 5 Jahren hat sich das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben, um die Hälfte verringert. Dein Schlaganfallrisiko reduziert sich auf das eines Nichtrauchers.
  • Nach 6 Jahren steigt dein Gewicht nur noch so stark wie bei Nie-Rauchern (ungefähr ein Pfund pro Lebensjahr).
  • Nach 15 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit, dass du an Lungenkrebs erkrankst, ähnlich gering wie bei Nichtrauchern. Dein persönliches Herzinfarktrisiko hat wieder normale Werte erreicht.

Fazit: 72 Stunden braucht dein Körper, um die Schadstoffe nur einer Zigarette abzubauen. Schafft er das nicht mehr, drohen Lungenkrebs oder eine Lungenemphysem. Deshalb: Aufhören lohnt sich, egal wie lange du schon rauchst.

Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, profitiert Ihr Körper vom ersten Moment an
ESB Professional / Shutterstock.com
Bereits 12 Stunden nach der letzten Zigarette ist dein Körper nahezu nikotinfrei

Welche Gefahren drohen, wenn du nicht mit dem Rauchen aufhörst?

Wir können deine Motivation auch steigern, indem wir dir aufzählen, wie das Nikotin deine Gesundheit konkret sabotiert:

Rauchen gefährdet...

  • ... deinen Rücken: Rauchen ist mitverantwortlich für Rückenschmerzen und Bandscheibenschäden. Denn durch Rauchen entstehen Ablagerungen in den Blutgefäßen rund um die Wirbelsäule. In der Folge werden die Bandscheiben schlechter mit Nährstoffen versorgt und brüchig.
  • ... deine Lieben: Wer mit einem Raucher zusammenlebt, hat ein vierfach höheres Krebsrisiko, ergab eine Studie der britischen Imperial Cancer Research Campaign.
  • ... deine Füße: Und wir reden hier noch nicht mal von den berüchtigten Raucherbeinen! Nein, Raucher haben öfter Fußpilz: Weil die Füße schlechter durchblutet sind, können die Pilze sich leichter ausbreiten.
  • ... deine Wundheilung: Das Gewebe von Rauchern wird schlechter durchblutet und erhält daher zu wenig Sauerstoff. Auf diese Weise heilen Wunden und Knochenbrüche langsamer – Raucher sind also länger außer Gefecht gesetzt als Nichtraucher.
  • ... deine Nieren: Bei Männern ohne besonderes Nierenrisiko erhöht Rauchen die Gefahr einer Schädigung dieses Organs um das Dreifache.
  • ... dein Image: Mag sein, dass Raucher in deiner Jugend genauso cool waren wie der Marlboro-Man. Mittlerweile hat sich dieses Image jedoch gewandelt: Wer raucht, ist schüchtern, unsicher, nervös, abhängig... Der Marlboro-Man ist ein Weichei.
  • ... deine Zähne und dein Zahnfleisch: Schau mal auf die Zähne langjähriger Raucher. Brrrrh!
  • ... dein Leben in den nächsten sechs Stunden: Zigaretten haben eine tödliche Sofortwirkung, entdeckten Forscher des Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston. Infarkte werden meist durch Blutgerinnsel verursacht, die sich aus Gefäßablagerungen lösen und zum Herz gespült werden. Je größer der Klumpen, desto schwerer der Infarkt. Bei Betroffenen, die in den letzten sechs Stunden vor dem Herzanfall geraucht hatten, sind die Blutgerinsel größer: durchschnittlich 23 im Vergleich zu 6,7 Quadratmillimetern, wenn die letzte Zigarette mindestens 24 Stunden zurücklag.
Ein Spaziergang hilft, sich von einem Nikotin-Jieper abzulenken
morocko / Shutterstock.com
Ein Spaziergang hilft, sich von einem Nikotin-Jieper abzulenken

Wo lauern Rückfallgefahren für einen neuen Nichtraucher?

Die ersten beiden Wochen sind die gefährlichsten. Für Entzugserscheinungen und den Jieper in den ersten Tagen nach dem Rauchstopp haben sich Spaziergänge, viel Wasser trinken und im schlimmsten Fall auf ein Chilischote beißen bewährt. Sind die ersten 14 Tage überstanden, gibt es vier Hauptauslöser für mögliche Rückfälle:

  1. Alkohol
  2. Gemütliche Runden mit Rauchern
  3. Frust und Stress mit Vorgesetzten oder dem Partner, sowie Pannen und Unfälle
  4. Die bewusste Entscheidung, wieder zu rauchen, weil angenehme Erinnerungen die Oberhand gewinnen

Du musst lernen, diese Situation zu meistern und die Zigarette nicht als Problemlöser misszuverstehen.

Welche Bedeutung hat meine Raucher-Biografie?

Es ist gleich schwer, ob du nach fünf oder nach dreißig Jahren aufhörst. Auch das Startalter spielt keine Rolle. Aber richte dich darauf ein, dass je mehr und je stärker du rauchst, desto schwieriger wird es.

Fazit: Ja, auch du kannst mit dem Rauchen aufhören!

In der Theorie weißt du nun, dass und wie es klappt, mit dem Rauchen aufzuhören. Warte jetzt nicht lang, dein Wissen in die Praxis umzusetzen. Nutze den nächsten Tag, an dem du das Rauchen so richtig satt hast. Und drücke dann deine letzte Zigarette aus. Ohne lange Planung, sondern sofort. Verfolge auf unserer Timeline, wieviel besser es deinem Körper mit jeder rauchfreien Stunde geht.

Es gibt viele Methoden, mit dem Rauchen aufzuhören
Behandlung
Health Behandlung Weltweit sind Forscher auf der Suche nach einem Medikament gegen das neuartige Coronavirus Medikamente gegen Covid-19 Welche Wirkstoffe helfen wirklich gegen Covid-19?

Bis ein Impfstoff existiert, werden diese Wirkstoffe gegen Covid-19...